Südtirol & Norditalien mit Kindern: Unser Seen-Roadtrip im VW Multivan

Campingurlaub am türkisblauen Molvenosee mit schöner Bergkulisse .

Eine Woche voller glasklarer Bergseen, beeindruckender Dolomitenkulissen, spontaner Campingplätze, entspannter Radtouren und unvergesslicher Familienmomente im VW Multivan.

Reise auf einen Blick

Reiseziel: Südtirol & Norditalien
Reisezeit: Ende Juli / Anfang August
Reisedauer: 1 Woche
Kinder: 4 & 6 Jahre
Route: Toblacher See – Kalterer See – Molveno See – Lago Toblino –
Lago di Lamar – Lago di Caldonazzo – Lago del Corlo – Lago di Barcis
Reiseart: Roadtrip
Anreise: mit dem VW Multivan aus Österreich

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Es gibt Reiseziele, die schon lange auf der eigenen Wunschliste stehen – und Südtirol war bei uns definitiv eines davon. Ende Juli war es endlich so weit: Wir packten unseren umgebauten VW Multivan, Fahrräder und SUP und machten uns mit unseren damals 4 und 6 Jahre alten Kindern auf den Weg zu einem einwöchigen Roadtrip durch Südtirol und Norditalien.

Unsere Route führte uns zu acht ganz unterschiedlichen Seen – vom Toblacher See inmitten der Dolomiten über den Kalterer See und den Molvenosee bis zum Lago di Barcis. Dabei wollten wir nicht möglichst viele Sehenswürdigkeiten abhaken, sondern vor allem draußen unterwegs sein: Radfahren, baden, SUP fahren und spontan dort bleiben, wo es uns als Familie besonders gut gefiel.

Campingplätze hatten wir bewusst nicht vorgebucht. Meist suchten wir erst unterwegs über park4night nach einem passenden Platz. Das hat selbst in der Hauptsaison erstaunlich gut funktioniert, erforderte aber Flexibilität: Am Kalterer See war unser Wunschcampingplatz bereits ausgebucht und auch das wechselhafte Wetter sorgte dafür, dass wir unsere Route unterwegs anpassten.

Unser Eindruck nach einer Woche: Für uns hat die Kombination aus Camping, Seen, Radfahren und kurzen Etappen mit den Kindern sehr gut funktioniert. Besonders in Erinnerung geblieben sind uns der Molvenosee als Familienfavorit, der Kalterer See zum Baden und Radfahren und der Lago di Barcis für Natur, Ruhe und SUP. Eine Woche war für unsere Route machbar – beim nächsten Mal würden wir allerdings weniger Stopps einplanen und an unseren Lieblingsseen länger bleiben.

Warum Südtirol und Norditalien mit Kindern ein perfektes Reiseziel sind?

Wenn man an Südtirol denkt, kommen vielen zuerst die imposanten Dolomiten in den Sinn. Unser Roadtrip hat uns aber gezeigt, dass nicht nur Südtirol, sondern auch das angrenzende Norditalien unglaublich viel zu bieten hat. Innerhalb kurzer Fahrstrecken verändert sich die Landschaft ständig. Morgens erkundeten wir noch einen türkisfarbenen Bergsee in den Dolomiten, wenige Stunden später saßen wir bereits zwischen Weinbergen am Kalterer See oder genossen das mediterrane Flair rund um den Molveno See.

Auch für Familien, die mit einem Campingbus oder Van unterwegs sind, sind Südtirol und Norditalien ein ideales Reiseziel. Campingplätze gibt es in nahezu jeder Region und viele liegen direkt an einem See oder in unmittelbarer Nähe zu den schönsten Ausflugszielen.

Ein weiterer großer Pluspunkt sind die hervorragend ausgebauten Radwege. Rund um viele Seen führen familienfreundliche Strecken, die sich perfekt auch für kleinere Kinder eignen. Unsere Fahrräder waren deshalb fast täglich im Einsatz und würden wir bei einer Reise nach Südtirol und Norditalien jederzeit wieder mitnehmen.

Unsere Seen in Südtirol und Norditalien im Vergleich

SeeMit Kindern besonders gut fürUnsere Erfahrung
Toblacher SeeSpaziergang, Radfahren, Tretboot2,6-km-Runde, guter erster Stopp
Kalterer SeeBaden & Radfahrenwarmes Wasser, ca. 8-km-Radrunde
Molvenoseelängerer FamilienaufenthaltSpielplatz, Pumptrack, Baden – einer unserer Favoriten
Lago Toblinokurzer Zwischenstoppschöne Aussicht, bei uns nur kurzer Aufenthalt
Lago di LamarNatur & Spielenruhig, Bach und See waren bei unseren Kindern besonders beliebt
CaldonazzoseeBaden & SUPschön zum Baden, aber deutlich mehr los
Lago del Corloruhiger Zwischenstopphier wären wir rückblickend gerne länger geblieben
Lago di BarcisRadfahren, SUP & Naturruhig und einer unserer Lieblingsstopps

Unsere persönlichen Favoriten mit Kindern: Wenn wir drei Seen auswählen müssten, würden wir den Molvenosee für einen längeren Familienaufenthalt, den Kalterer See zum Baden und Radfahren und den Lago di Barcis für Natur und Ruhe wählen.

Unsere Camper-Route durch Südtirol und Norditalien

Während unseres einwöchigen Roadtrips entdeckten wir einige der schönsten Seen Südtirols und Norditaliens. Unsere Route führte uns vom Toblacher See über den Kalterer See und den Molvenosee bis zum ruhigen Lago di Barcis – immer begleitet von beeindruckenden Bergkulissen, familienfreundlichen Campingplätzen und herrlichen Radwegen. Die komplette Route inklusive unserer Campingplätze und Zwischenstopps findet ihr in der interaktiven Karte.

Unsere Route auf einen Blick:
📍 Toblacher See (Lago di Dobbiaco)
📍 Kalterer See (Lago di Caldaro)
📍 Molvenosee (Lago di Molveno)
📍 Lago Toblino
📍 Lago di Lamar
📍 Caldonazzosee (Lago di Caldonazzo)
📍 Lago del Corlo
📍 Barcis-See (Lago di Barcis)

Toblacher See mit Kindern – perfekter Start unseres Roadtrips durch Südtirol

Wir sind erst am späten Nachmittag mit unserem umgebauten VW Multivan von Österreich Richtung Südtirol gestartet und haben deshalb bewusst eine Zwischenübernachtung beim Camperpark Dolomites eingelegt. Für uns war das mit zwei Kindern eine entspannte Lösung: Am nächsten Morgen war die lange Anreise bereits geschafft und wir konnten früh zum Toblacher See weiterfahren. Diese Aufteilung würden wir bei einer ähnlichen Route wieder so machen.

Unser erster Stopp war der wunderschöne Toblacher See (Lago di Dobbiaco), der mitten im Naturpark Drei Zinnen liegt und zu den bekanntesten Bergseen Südtirols zählt. Da wir bereits früh am Morgen ankamen, war es angenehm ruhig und wir konnten die traumhafte Kulisse fast ganz für uns alleine genießen.

Der rund 2,6 Kilometer lange Spazierweg führt einmal um den See und eignet sich hervorragend für Familien mit Kindern. Da wir unsere Fahrräder dabei hatten, erkundeten die Kinder einen Teil des Uferwegs auf zwei Rädern, während wir gemütlich am Wasser entlangspazierten und die beeindruckende Aussicht auf die Dolomiten genossen.

Ein Highlight war auch die Fahrt mit dem Tretboot. Den türkisgrünen See vom Wasser aus zu erleben, war für unsere Kinder ein echtes Abenteuer und auch wir fanden die Perspektive auf die umliegenden Berge wunderschön. Schon nach den ersten Stunden unseres Camping-Roadtrips durch Südtirol wussten wir, dass diese Region genau unserem Geschmack entspricht.

Kalterer See – Baden, Radfahren und Camping am wärmsten Badesee Südtirols

Nach unserem Besuch am Toblacher See führte uns unser Roadtrip weiter in den Süden zum Kalterer See (Lago di Caldaro). Schon während der Fahrt merkten wir, wie sich die Landschaft veränderte. Die schroffen Dolomiten wichen sanften Hügeln, Weinbergen und Obstgärten – fast schon ein Hauch von Italienurlaub.

Eigentlich wollten wir am Camping Gretl am See übernachten. Da der Campingplatz in der Hauptsaison bereits ausgebucht war, versuchten wir unser Glück beim Caravanpark Am Kalterer See, der sich nur wenige Meter entfernt befindet. Zum Glück bekamen wir dort noch einen Stellplatz und konnten unseren Campingurlaub mit unserem umgebauten VW Multivan wie geplant fortsetzen.

Der Kalterer See zählt zu den wärmsten Badeseen der Alpen und ist deshalb besonders bei Familien beliebt. Natürlich ließen wir uns die Gelegenheit nicht entgehen und verbrachten den Nachmittag im Strandbad direkt am See. Das Wasser war angenehm warm und unsere Kinder hatten jede Menge Spaß.

Ein weiteres Highlight war die rund 8 Kilometer lange Runde um den Kalterer See. Die Strecke lässt sich wunderbar mit dem Fahrrad erkunden und führt vorbei an Weinbergen, Obstplantagen und immer wieder mit schönen Ausblicken auf den See. Für Familien, die ihre Räder dabeihaben, ist die Tour absolut empfehlenswert.

Camping am Molvenosee – einer der schönsten Seen Norditaliens

Nach zwei wunderschönen Tagen in Südtirol führte uns unser Roadtrip weiter ins Trentino zum Molvenosee (Lago di Molveno). Schon bei der Anfahrt waren wir begeistert. Der See liegt eingebettet zwischen den beeindruckenden Brenta-Dolomiten und zählt für viele zu den schönsten Seen Italiens – und auch wir können das absolut nachvollziehen.

Wir übernachteten am Camping Molveno direkt am See. Für Familien ist der Campingplatz aus unserer Sicht ideal. Direkt nebenan befinden sich ein großer Spielplatz, ein Pumptrack für Fahrräder sowie großzügige Grünflächen zum Spielen und Toben. Auch am See selbst wird Familien einiges geboten. Ein großes Piratenschiff lädt zum Klettern und Spielen ein und im Restaurant direkt am Wasser frühstückten wir mit herrlichem Blick auf den See und die umliegenden Berge. Genau solche entspannten Momente sind es, die wir an unseren Roadtrips so lieben.

Der Molvenosee bietet außerdem zahlreiche Möglichkeiten für einen aktiven Urlaub. Ob Baden, Stand-up-Paddeln, Spaziergänge entlang des Ufers oder Radtouren – hier kommt garantiert keine Langeweile auf. Wer etwas mehr Zeit mitbringt, kann auch die Bergbahnen nutzen und die umliegende Bergwelt erkunden.

Für uns war der Molvenosee einer der absoluten Höhepunkte unseres Roadtrips durch Südtirol und Norditalien. Die Kombination aus beeindruckender Natur, familienfreundlicher Infrastruktur und dem Campingplatz direkt am See machte diesen Ort zu einem unserer persönlichen Favoriten.

Lago Toblino und Bar Mirabelle – kurzer Stopp mit Aussicht

Nach unseren Tagen am Molvenosee fuhren wir weiter Richtung Trentino. Unterwegs legten wir einen kurzen Stopp bei der Bar Mirabelle ein, die wunderschön oberhalb des Lago Toblino liegt. Von dort hat man einen traumhaften Blick auf den See, die umliegenden Berge und das direkt am Wasser gelegene Castello di Toblino.

Für uns war dieser Zwischenstopp ideal, um die Fahrt zu unterbrechen, etwas zu trinken und die Aussicht zu genießen. Anschließend schauten wir uns noch kurz das Schloss am See an. Der Aufenthalt war nicht besonders lang, aber genau solche kleinen Stopps machen eine Reise mit dem Van für uns so angenehm: Man bleibt flexibel und kann spontan dort stehen bleiben, wo es einem gerade gefällt.

Übernachtet haben wir anschließend im Agricampeggio da Bery in der kleinen Ortschaft Covelo im Valle dei Laghi. Der familiengeführte Campingplatz liegt herrlich ruhig zwischen Bergen und Wiesen und war für uns genau der richtige Ort, um nach einem erlebnisreichen Tag zur Ruhe zu kommen.

Gerade für Familien ist der Campingplatz eine tolle Wahl. Neben großzügigen Stellplätzen gibt es einen schönen Spielplatz und einen Bauernhof mit Kühen, Ziegen und Hühnern. Unsere Kinder waren kaum angekommen und schon auf Entdeckungstour. Die familiäre Atmosphäre und die ruhige Lage haben uns sofort gefallen. Gleichzeitig ist der Campingplatz ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge zu den Seen im Valle dei Laghi, wie dem Lago Toblino oder dem Lago di Lamar.

Lago di Lamar mit Kindern – Natur, Wasser und viel Zeit zum Spielen

Am nächsten Tag ging es weiter zum Lago di Lamar, einem äußerst ruhigen See in Norditalien. Man kann dort wunderbar spazieren und immer wieder schöne Plätze direkt am Wasser entdecken. Unsere Kinder fuhren mit ihren Rädern bis zu einem Rastplatz am See. Dort mündete ein kleiner Bach ins Wasser – und damit war für sie eigentlich schon alles perfekt.

Steine sammeln, kleine Staudämme bauen, am Bach spielen und im See plantschen: Solche einfachen Naturmomente sind oft genau das, was einen Familienurlaub besonders macht. Während die Kinder beschäftigt waren, konnten wir die ruhige Stimmung am See genießen.

Wer auf seinem Roadtrip durch Südtirol und Norditalien auch ruhigere Seen abseits der bekanntesten Ausflugsziele entdecken möchte, sollte dem Lago di Lamar einen Besuch abstatten. Besonders Familien, die gerne Zeit in der Natur verbringen, kommen hier voll auf ihre Kosten.

Camping am Caldonazzosee – entspannte Tage direkt am Wasser

Nach unserem Besuch am Lago di Lamar führte uns unser Roadtrip weiter zum Caldonazzosee (Lago di Caldonazzo). Im Vergleich zu den kleineren Bergseen der vergangenen Tage wirkt der größte See des Trentino deutlich weitläufiger und bietet zahlreiche Möglichkeiten zum Baden, Radfahren und Entspannen. Auch zum Stand-up-Paddlen ist der See ideal. Durch die große Wasserfläche und die wunderschöne Bergkulisse macht eine Tour mit dem SUP hier besonders viel Spaß.

Übernachtet haben wir direkt am See auf dem Camping Spiaggia. Die Lage hat uns gut gefallen, denn vom Stellplatz waren es nur wenige Schritte bis zum Wasser. Im Vergleich zu den Campingplätzen, auf denen wir zuvor übernachtet hatten, waren die Stellplätze hier allerdings recht nah beieinander und insgesamt war deutlich mehr los. Wer es besonders ruhig und großzügig mag, wird sich auf kleineren Campingplätzen vermutlich wohler fühlen. Trotzdem hat für uns alles gepasst und wir genossen die zwei Tage am See.

Lago del Corlo – ein idyllischer Zwischenstopp auf dem Weg zum Lago di Barcis

Bevor wir unser nächstes Ziel erreichten, legten wir noch einen Stopp am Lago del Corlo ein. Eigentlich wollten wir hier nur eine Mittagspause einlegen, doch schon nach wenigen Minuten merkten wir, wie ruhig und idyllisch dieser Ort ist.

Zum Mittagessen kehrten wir im Albergo Parigi direkt am See ein. Das Essen war ausgezeichnet und von der Terrasse hatten wir einen wunderschönen Blick auf den See und die umliegenden Berge. Die entspannte Atmosphäre lud eigentlich dazu ein, noch länger zu bleiben.

Direkt am See befindet sich außerdem ein schön gelegener Campingplatz. Kurz überlegten wir sogar, spontan hier zu übernachten. Da wir unseren Roadtrip aber bis zum Lago di Barcis fortsetzen wollten, machten wir uns nach dem Essen wieder auf den Weg. Rückblickend wäre der Lago del Corlo aber definitiv ein Ort, an dem wir uns auch gut ein oder zwei Nächte hätten vorstellen können.

Lago di Barcis – Natur, Stand-up-Paddeln und Camping direkt am See

Nach unserem Stopp am Lago del Corlo führte uns unser Roadtrip weiter Richtung Lago di Barcis in der Region Friaul-Julisch Venetien. Schon die Fahrt dorthin war ein Erlebnis. Die Straße schlängelt sich durch eine beeindruckende Berglandschaft und bietet immer wieder wunderschöne Ausblicke auf Wälder, Felsen und das türkisfarbene Wasser.

Unterwegs entdeckten wir einen Fluss, an dem wir spontan anhielten. Das klare, kühle Wasser war die perfekte Erfrischung an diesem warmen Sommertag. Unsere Kinder planschten im Bach, sammelten Steine und kühlten ihre Füße ab – wieder einer dieser ungeplanten Stopps, die einen Roadtrip oft besonders machen.

Am Lago di Barcis angekommen, waren wir sofort begeistert. Das türkisfarbene Wasser vor der beeindruckenden Bergkulisse wirkt fast schon kitschig schön. Übernachtet haben wir auf der Area Sosta Camper Barcis – Ribe, einem einfachen Stellplatz direkt am See. Strom und Wasser sind vorhanden, ebenso eine Toilette und ein Spielplatz gleich nebenan. Duschen gibt es zwar keine, für unseren Aufenthalt war der Stellplatz aber völlig ausreichend. Besonders gefallen hat uns die ruhige Lage direkt am Wasser.

Am nächsten Morgen umrundeten wir den See. Während unsere Kinder die Umrundung mit dem Fahrrad meisterten, joggten wir nebenher. Die Strecke verläuft größtenteils direkt am Ufer entlang und bietet immer wieder wunderschöne Ausblicke auf den See und die umliegenden Berge.

Ein weiteres Highlight war unsere Tour mit dem Stand-up-Paddle. Wir paddelten bis ans Ende des Sees, wo der Lago di Barcis in einen kleinen Fluss übergeht. Dieser Abschnitt war besonders idyllisch und vermittelte ein echtes Gefühl von Natur und Ruhe.

Auch die kleine Ortschaft Barcis hat uns sehr gut gefallen. Die Promenade am See, die gemütlichen Restaurants und die entspannte Atmosphäre machten den Ort zu einem gelungenen Abschluss unseres Roadtrips durch Südtirol und Norditalien. Während unseres Aufenthalts war nur wenig los – genau das machte den besonderen Charme dieses Ortes für uns aus.

Der Lago di Barcis ist nicht der einzige See in Friaul, den wir mit unseren Kindern besucht haben. Unsere Erfahrungen am Lago del Predil und an den Laghi di Fusine findet ihr in unserem Vergleich der schönsten Seen in Friaul-Julisch Venetien.

Welche Seen würden wir mit Kindern wieder besuchen?

Nach acht Seen in einer Woche haben sich für uns einige klare Favoriten herauskristallisiert:

  • Molvenosee: Hier würden wir beim nächsten Mal länger bleiben. Die Kombination aus Campingplatz, Spielplatz, Pumptrack, See und vielen Möglichkeiten für Familien hat für uns besonders gut funktioniert.
  • Kalterer See: Den würden wir wieder einplanen, wenn Baden und Radfahren im Mittelpunkt stehen. Besonders die Radrunde um den See hat uns mit den Kindern gut gefallen.
  • Lago di Barcis: Unser Favorit für Natur und Ruhe. Radfahren, SUP und die entspannte Lage direkt am Wasser waren für uns ein schöner Kontrast zu den stärker besuchten Seen.
  • Lago del Corlo: Diesen See würden wir beim nächsten Roadtrip nicht nur als Zwischenstopp einplanen. Rückblickend hätten wir hier gerne eine Nacht verbracht.

Zeit für die Heimreise – mit vielen neuen Erinnerungen im Gepäck

Eigentlich stand auf unserer Route noch der Lago di Cavazzo. Da für die nächsten Tage jedoch anhaltender Regen vorhergesagt wurde, entschieden wir uns, die Heimreise anzutreten und diesen See für unseren nächsten Roadtrip aufzuheben.

Auch wenn wir nicht alle geplanten Stopps geschafft haben, blicken wir auf eine wunderschöne Woche voller beeindruckender Landschaften, glasklarer Seen und unvergesslicher Familienmomente zurück. Genau das ist für uns das Schöne am Reisen mit dem Van: Man muss nicht alles schaffen – manchmal entstehen die schönsten Erinnerungen gerade unterwegs und ganz spontan.

Wenn euch diese Kombination aus Bergen und Seen gefällt, ist vielleicht auch die Turracher Höhe mit Kindern etwas für euch. Dort konnten wir Wandern, Baden und SUP-Fahren ebenfalls wunderbar miteinander verbinden.

Unsere Campingplätze in Südtirol und Norditalien

Während unseres einwöchigen Roadtrips haben wir auf ganz unterschiedlichen Campingplätzen und Stellplätzen übernachtet – vom einfachen Camperpark für eine Zwischenübernachtung bis zum familienfreundlichen Campingplatz direkt am See. Insgesamt waren wir mit unserer Auswahl sehr zufrieden und würden alle Unterkünfte wieder buchen. Besonders gefallen hat uns die Nähe zur Natur, die kurzen Wege zu den Seen und die familienfreundliche Atmosphäre vieler Plätze.

Hier findet ihr alle Campingplätze und Stellplätze unserer Route auf einen Blick:

Camping-/StellplatzStationUnsere Erfahrung
Camperpark DolomitesDolomitenpraktisch für unsere Zwischenübernachtung bei der Anreise
Caravanpark Am Kalterer SeeKalterer Seespontane Alternative, nachdem unser Wunschcampingplatz ausgebucht war
Camping MolvenoMolvenoseeeiner unserer Favoriten; Spielplatz und Pumptrack direkt in der Nähe
Agricampeggio da BeryValle dei Laghiruhig und familienfreundlich, mit Spielplatz und Tieren
Camping SpiaggiaCaldonazzoseedirekt am Wasser; Stellplätze enger und bei uns deutlich mehr los
Area Sosta Camper Barcis-RibeLago di Barciseinfache, tolle Lage mit Strom, Wasser und Spielplatz; keine Duschen

Da wir unseren Roadtrip mit dem Campingbus ganz spontan geplant hatten, reservierten wir keinen einzigen Campingplatz im Voraus. Trotz der Hauptreisezeit fanden wir mit etwas Flexibilität an jeder Station noch einen passenden Stellplatz. Wer allerdings einen bestimmten Campingplatz unbedingt ansteuern möchte, sollte besonders in den Sommerferien rechtzeitig buchen.

Welche Apps, Tipps und Kriterien uns bei der Campingplatzsuche helfen, zeigen wir euch außerdem in unserem Beitrag Camping mit Kindern.

Was würden wir beim nächsten Mal anders machen?

Nach einer Woche und acht Seen können wir rückblickend ziemlich gut sagen, was auf unserem Roadtrip durch Südtirol und Norditalien mit Kindern gut funktioniert hat – und was wir beim nächsten Mal anders machen würden. Gerade weil wir ohne fixe Reservierungen und mit einer flexiblen Route unterwegs waren, haben wir einiges gelernt. Diese vier Dinge würden wir bei einem weiteren Roadtrip durch die Region anders planen:

  • Weniger Seen, dafür länger bleiben: Acht Seen in einer Woche waren für uns machbar, beim nächsten Mal würden wir aber weniger Stopps einplanen und an unseren Favoriten jeweils länger bleiben.
  • Molveno mehr Zeit geben: Am Molvenosee hätten wir problemlos noch weitere Tage verbringen können.
  • Bei Wunsch-Campingplätzen reservieren: Unsere spontane Stellplatzsuche hat grundsätzlich funktioniert. Am Kalterer See war unser eigentlich geplanter Campingplatz allerdings bereits ausgebucht. Wenn uns ein bestimmter Platz wichtig wäre, würden wir ihn in der Hauptsaison künftig reservieren.
  • Lago del Corlo länger einplanen: Eigentlich war der See nur als Mittagspause gedacht. Rückblickend hätten wir uns dort auch gut eine Übernachtung vorstellen können.

Unsere Tipps für einen Camping-Roadtrip durch Südtirol und Norditalien

Fahrräder mitnehmen
Viele Seen lassen sich wunderbar mit dem Rad umrunden. Für uns waren die Fahrräder täglich im Einsatz.

Stand-up-Paddle einpacken
Die Seen eignen sich hervorragend zum SUP-Fahren und die Umgebung zu erkunden.

Park4Night nutzen
Wir haben alle Campingplätze spontan über Park4Night gefunden und damit sehr gute Erfahrungen gemacht.

In der Hauptsaison flexibel bleiben
Ende Juli und Anfang August waren viele Campingplätze ausgebucht. Mit etwas Flexibilität fanden wir aber trotzdem jeden Abend einen Stellplatz.

Das Wetter im Blick behalten
Gerade in den Bergen kann sich das Wetter schnell ändern. Plant eure Route daher nicht zu starr.

Unser Fazit: Lohnt sich Camping in Südtirol und Norditalien mit Kindern?

Für uns war diese Reise die perfekte Kombination aus Camping, Natur und Familienzeit. Die abwechslungsreichen Seen, beeindruckenden Berglandschaften und die vielen familienfreundlichen Campingplätze machten jeden Tag zu einem neuen Erlebnis. Besonders gefallen hat uns, dass sich Aktivität und Erholung wunderbar miteinander verbinden lassen – morgens eine Radtour oder eine Runde mit dem Stand-up-Paddle, nachmittags entspannte Stunden direkt am See.

Auch wenn wir wetterbedingt nicht alle geplanten Stopps geschafft haben, ließ sich unsere Route in einer Woche gut fahren. Beim nächsten Mal würden wir trotzdem weniger Seen einplanen und an unseren Favoriten länger bleiben. Einige Orte hätten wir gerne noch intensiver erkundet – ein guter Grund, bald wiederzukommen.

Wenn ihr Camping liebt, gerne mit dem Van oder Campingbus unterwegs seid und abwechslungsreiche Landschaften schätzt, können wir euch Südtirol und Norditalien als Reiseziel von Herzen empfehlen.

Häufige Fragen zu unserem Roadtrip durch Südtirol und Norditalien mit Kindern

Wie viele Tage sollte man für einen Roadtrip durch Südtirol und Norditalien mit Kindern einplanen?

Für unsere Route solltet ihr mindestens eine Woche einplanen. Wir haben in sieben Tagen acht Seen besucht und dafür relativ häufig den Standort gewechselt. Mit unserem VW Multivan und einer flexiblen Reiseplanung hat das für uns gut funktioniert.

Beim nächsten Mal würden wir allerdings weniger Seen auswählen und an unseren Lieblingsorten länger bleiben. Besonders am Molvenosee hätten wir gerne mehr Zeit verbracht. Wenn ihr mit Kindern lieber langsamer reist, würden wir deshalb nicht versuchen, unsere komplette Route in einer Woche nachzufahren.

Welche Seen in Südtirol und Norditalien haben uns mit Kindern am besten gefallen?

Unsere persönlichen Favoriten waren der Molvenosee, der Kalterer See und der Lago di Barcis. Der Molvenosee hat uns besonders als Familienziel gefallen, unter anderem wegen Spielplatz, Pumptrack und der vielen Möglichkeiten rund um den See. Am Kalterer See mochten wir die Kombination aus Baden und Radfahren. Der Lago di Barcis war für uns dagegen ideal für Natur, Ruhe, Radfahren und SUP.

Muss man Campingplätze in Südtirol und Norditalien im Sommer vorreservieren?

Wir hatten auf unserem einwöchigen Roadtrip keinen einzigen Campingplatz vorab reserviert und haben trotzdem an jeder Station eine Übernachtungsmöglichkeit gefunden. Allerdings waren wir Ende Juli und Anfang August in der Hauptsaison unterwegs und mussten flexibel bleiben. Am Kalterer See war unser ursprünglich geplanter Campingplatz beispielsweise bereits ausgebucht.

Wenn euch ein bestimmter Campingplatz wichtig ist, würden wir deshalb in der Hauptsaison reservieren. Wenn ihr bei Ort und Stellplatz flexibel seid, kann spontanes Camping nach unserer Erfahrung aber funktionieren.

Welcher See eignet sich besonders gut für einen längeren Aufenthalt mit Kindern?

Von den Seen auf unserer Route würden wir mit Kindern besonders am Molvenosee mehrere Tage einplanen. Bei uns kamen vor allem der große Spielplatz, der Pumptrack und die Möglichkeiten zum Baden gut an. Auch rund um den See gibt es genügend zu unternehmen, sodass wir hier problemlos länger hätten bleiben können.

Für uns war Molveno deshalb einer der Orte, bei denen wir im Nachhinein am meisten bedauert haben, schon wieder weitergefahren zu sein.

Kann man den Roadtrip auch mit kleineren Kindern machen?

Unsere Kinder waren bei diesem Roadtrip 4 und 6 Jahre alt, und für uns hat die Route in diesem Alter gut funktioniert. Viele unserer Aktivitäten ließen sich unkompliziert an die Kinder anpassen: Wir waren baden, mit den Fahrrädern unterwegs, sind Tretboot und SUP gefahren und haben immer wieder Spielplätze und kurze Spaziergänge eingebaut.

Entscheidend war für uns vor allem, flexibel zu bleiben. Wir hatten keinen starren Tagesplan und konnten je nach Wetter, Stimmung und Energie der Kinder spontan entscheiden, wie lange wir an einem Ort bleiben.

Gerade mit Kindern planen wir unsere Fahrtage lieber großzügig und bauen ausreichend Pausen ein. Unsere Erfahrungen zu langen Autofahrten mit Kindern haben wir in einem eigenen Ratgeber gesammelt.

Was sollte man für einen Roadtrip durch Südtirol und Norditalien mit Kindern mitnehmen?

Für uns waren vor allem Fahrräder und SUP eine gute Ergänzung zur normalen Campingausrüstung. Die Fahrräder waren fast täglich im Einsatz – beispielsweise am Toblacher See, rund um den Kalterer See und am Lago di Barcis. Auch das SUP konnten wir an mehreren Seen nutzen.

Gerade die Fahrräder würden wir deshalb bei einem ähnlichen Roadtrip wieder mitnehmen. Viele Orte rund um die Seen konnten wir damit unkompliziert erkunden, ohne jedes Mal den Camper bewegen zu müssen.

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