Turracher Höhe mit Kindern: Unser Familienurlaub zwischen Bergseen, AlmZeit & Nocky Flitzer

Blick von der Turracher Höhe über den Turracher See und die Nockberge

Drei Nächte zwischen Bergseen und Zirbenwald, kleine Wanderabenteuer, jede Menge Spielspaß und sogar eine rasante Talfahrt – die Turracher Höhe hat uns als Familie richtig überrascht.

Drei Nächte Turracher Höhe mit Kindern standen bei uns im August auf dem Programm. Unsere beiden Kinder waren bei dieser Reise sieben und fünf Jahre alt – ein Alter, in dem Wandern durchaus schon gut funktioniert, sofern unterwegs genügend Abwechslung wartet. Und davon gibt es auf der Turracher Höhe wirklich reichlich.

Wir verbrachten unsere Tage zwischen Bergseen, Zirbenwald und Spielstationen, fuhren mit der Bergbahn hinauf in die Nockberge, sausten mit dem Nocky Flitzer wieder ins Tal, standen auf dem SUP am Turracher See und gingen mit den Kindern sogar Goldwaschen.

Was uns dabei besonders gefallen hat: Wir mussten unser Programm nicht künstlich mit klassischen Kinderattraktionen vollpacken. Viele Erlebnisse ließen sich ganz selbstverständlich mit Wandern und Natur verbinden. Genau diese Mischung hat für uns wunderbar funktioniert.

In diesem Beitrag nehmen wir euch mit durch unsere drei Nächte auf der Turracher Höhe und zeigen euch, welche Ausflüge sich für uns mit Kindern besonders bewährt haben.

Turracher Höhe Familienurlaub auf einen Blick

Reiseziel: Turracher Höhe, Kärnten & Steiermark
Reisezeit: August
Reisedauer: 4 Tage
Kinder: 5 & 7 Jahre
Reiseart: Familien-Kurzurlaub mit Natur, Wandern & Ausflügen
Unterkunft: Mei Zeit Hüttendorf
Unsere Highlights: Nocky’s AlmZeit, Nocky Flitzer, Turracher See, 3-Seen-Weg, Goldwaschen
Geeignet für: Familien mit Kindern, Naturfreunde und Familien, die kurze Wanderungen mit Erlebnissen verbinden möchten

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Die Turracher Höhe liegt auf rund 1.800 Metern zwischen Kärnten und der Steiermark und ist von den sanften Bergen der Nockberge, Zirbenwäldern und mehreren Bergseen geprägt.

Gerade im Sommer hat uns diese Kombination richtig gut gefallen. Die Temperaturen waren in der Höhe angenehm, wir konnten viel draußen unternehmen und hatten trotzdem jederzeit die Möglichkeit, zwischendurch einfach an den See zurückzukehren.

Warum lohnt sich die Turracher Höhe mit Kindern?

Die Turracher Höhe ist für uns kein Reiseziel, bei dem man morgens ins Auto steigt und den ganzen Tag von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten fährt. Vieles liegt relativ kompakt beieinander und lässt sich zu Fuß miteinander verbinden. Genau das empfanden wir mit Kindern als großen Vorteil.

Wir konnten direkt von unserer Unterkunft loswandern, kamen auf unserem Weg an Seen und Spielstationen vorbei und mussten nicht ständig überlegen, wie wir die Kinder für die nächste Wanderung motivieren. Auch landschaftlich ist die Region besonders. Die Turracher Höhe liegt mitten in den Nockbergen und ist von ausgedehnten Zirbenwäldern und den drei Bergseen Turracher See, Grünsee und Schwarzsee geprägt. Der offizielle 3-Seen-Weg verbindet genau diese Landschaft miteinander.

Für Familien würden wir die Turracher Höhe vor allem dann empfehlen, wenn ihr gerne draußen seid und eure Kinder zwar wandern, dabei aber noch etwas Unterhaltung brauchen. Wer hingegen hauptsächlich klassische Freizeitparks oder Indoor-Attraktionen sucht, findet wahrscheinlich passendere Urlaubsregionen.

Unsere Programm auf der Turracher Höhe

Eine klassische Rundreise war unser Aufenthalt natürlich nicht. Trotzdem fanden wir es angenehm, unsere Tage in einzelne Bereiche aufzuteilen und nicht möglichst viele Programmpunkte in einen Tag zu packen.

  • Anreise: Ankommen im Mei Zeit Hüttendorf, Turracher See erkunden
  • Tag 1: Bergfahrt, Wanderung Richtung AlmZeit, Mittagessen, Nocky’s AlmZeit, Nocky Flitzer, Turracher See, Baden & SUP
  • Tag 2: 3-Seen-Weg mit Schwarzsee, Grünsee und Turracher See, Goldwaschen bei Mythos Edelstein
  • Abreise: Gemütlicher Abschluss und Heimreise

Unser Programm würde sich grundsätzlich auch auf zwei Tage komprimieren lassen. Wir würden das mit Kindern aber gar nicht empfehlen. Gerade die freie Zeit am Turracher See und rund um die Unterkunft gehörte für uns genauso zur Reise wie die eigentlichen Ausflüge.

Tag 1: Kornockbahn, Nocky’s AlmZeit und Nocky Flitzer

Unseren ersten richtigen Ausflugstag wollten wir am Berg verbringen – und dafür mussten wir morgens nicht einmal ins Auto steigen.

Von unserem Chalet im Mei Zeit Hüttendorf gingen wir ganz gemütlich zu Fuß zur Kornockbahn. Nach ungefähr zehn Minuten waren wir schon bei der Talstation. Gerade mit Kindern fanden wir das richtig praktisch: kein Parkplatzsuchen, kein Zusammenpacken fürs Auto, sondern einfach Rucksack schnappen und losgehen.

Ein zusätzlicher Vorteil unserer Unterkunft war die Butlercard, die bei unserem Aufenthalt inkludiert war. Das Mei Zeit Hüttendorf gehört zu den offiziellen Butler-Betrieben der Turracher Höhe. Gäste dieser Betriebe können im Sommer während ihres gesamten Aufenthalts die Kornockbahn und die Panoramabahn kostenlos und sogar unbegrenzt nutzen. Auch beim Nocky Flitzer gibt es mit der Butlercard eine Ermäßigung. Für unseren Bergtag war das natürlich perfekt, weil wir für die Fahrt mit der Kornockbahn kein zusätzliches Bergbahnticket kaufen mussten.

Mit der Kornockbahn, einem 6er-Sessellift, ging es für uns also hinauf auf den Berg. Schon die Fahrt war für die Kinder spannend, und wenige Minuten später standen wir mitten in der Bergwelt der Nockberge.

Oben angekommen wanderten wir zunächst ganz entspannt weiter. Wir hatten an diesem Tag keinen Gipfel im Visier und wollten auch keine möglichst lange Wanderung schaffen. Unser Ziel war vielmehr, ein Stück durch die wunderschöne Berglandschaft zu spazieren und den Weg mit einem für die Kinder ziemlich verlockenden Ziel zu verbinden: Nocky’s AlmZeit.

Von der Kornockbahn zu Nocky’s AlmZeit

Für eure Planung ist hier eine kleine Unterscheidung wichtig: Nocky’s AlmZeit liegt nicht direkt bei der Kornockbahn, sondern rund um die Bergstation der Panoramabahn.

Wir entschieden uns bewusst für die andere Variante. Wir fuhren mit der Kornockbahn hinauf und wanderten anschließend über den Berg in Richtung AlmZeit. Das gefiel uns richtig gut, weil wir dadurch beides miteinander verbinden konnten: zuerst eine schöne kleine Wanderung für uns und danach jede Menge Spielmöglichkeiten für die Kinder.

Und genau solche Kombinationen funktionieren bei unseren Kindern meistens am besten. Einfach nur von A nach B zu wandern wäre vermutlich deutlich weniger spannend gewesen. Wenn aber irgendwann Kugelbahnen, Wasserspiele und ein großer Spielbereich warten, steigt die Motivation erstaunlich schnell.

Wer den Ausflug gemütlicher gestalten möchte oder mit kleineren Kindern unterwegs ist, kann übrigens direkt mit der Panoramabahn hinauffahren. Auch diese ist für Gäste mit Butlercard während des Aufenthalts inkludiert. Nocky’s AlmZeit beginnt unmittelbar bei der Bergstation der Panoramabahn und der Erlebnisrundweg selbst ist barrierefrei und kinderwagentauglich.

Mittagessen bei der AlmZeit-Hütte

Bevor wir den Rundweg erkundeten, kehrten wir erst einmal zum Mittagessen ein. Und das war definitiv eine unserer richtig guten Entscheidungen an diesem Tag. Das Essen in der AlmZeit-Hütte hat uns sehr gut geschmeckt und auch der Service war top.

Die AlmZeit-Hütte liegt direkt bei der Bergstation der Panoramabahn auf 1.968 Metern Höhe. Für die Kinder war das Restaurant ohnehin nur ein Teil des Programms. Rundherum gab es genug zu entdecken, und insbesondere der große Spielbereich mit Murmelbahn und Wasser sorgte dafür, dass ihnen so schnell nicht langweilig wurde.

Nocky’s AlmZeit – Wandern, ohne dass es sich für die Kinder nach Wandern anfühlt

Nach dem Essen machten wir uns auf den AlmZeit-Rundweg. Und genau hier zeigt sich für uns, warum die Turracher Höhe mit Kindern so gut funktioniert. Statt einfach einen klassischen Rundweg abzuspazieren, begegneten uns unterwegs immer wieder Spiel- und Erlebnisstationen.

Offiziell dreht sich Nocky’s AlmZeit rund um das Thema Zeit. Der Rundweg umfasst sieben zentrale Stationen mit Namen wie Himmelszeiger, Klangzaun, Sonnenuhr, Zeitraum, LangeWeile, Augenblick und AusZeit. Für den kompletten Rundweg werden ungefähr zwei Stunden angegeben. Wir selbst waren allerdings deutlich schneller unterwegs und haben die Runde mit unseren Kindern in etwa einer Stunde geschafft – inklusive Stopps an den verschiedenen Spielstationen.

Manche Stationen waren in wenigen Minuten erledigt, bei anderen wollten unsere Kinder länger bleiben. Gerade die Mischung aus Bewegung und Spielen gefiel ihnen richtig gut. Das Schöne daran war, dass wir Erwachsenen gleichzeitig die Landschaft genießen konnten. Wir waren schließlich nicht in einem klassischen Freizeitpark, sondern mitten in den Bergen.

Mit der Sommerrodelbahn Nocky Flitzer zurück ins Tal

Für den Rückweg hatten wir uns etwas Besonderes aufgehoben. Statt gemütlich mit der Panoramabahn zurückzufahren, ging es mit dem Nocky Flitzer, der Sommerrodelbahn auf der Turracher Höhe, ins Tal. Die 1,6 Kilometer lange Strecke startet direkt bei der Bergstation der Panoramabahn auf 1.978 Metern und führt durch den Zirbenwald hinunter auf die Turracher Höhe. Dabei überwindet der Nocky Flitzer 185 Höhenmeter. Unterwegs warten 3 Kreisel, 2 Jumps, 15 Wellen und eine Brücke. Wie schnell es nach unten geht, kann man über die Bremshebel selbst regulieren – maximal sind 40 km/h möglich.

Für unsere Kinder war das natürlich ein riesiges Highlight. Nach Wandern, Mittagessen und AlmZeit war die rasante Fahrt hinunter genau der richtige Abschluss unseres Bergtages.

Wichtig für Familien: Kinder dürfen laut Betreiber ab drei Jahren mitfahren. Alleine fahren dürfen Kinder ab acht Jahren und einer Körpergröße von mindestens 1,35 Metern.

Unsere Kinder waren deshalb natürlich noch mit uns Erwachsenen unterwegs. Und auch wenn die Fahrt schneller vorbei war, als es ihnen lieb gewesen wäre: Die Begeisterung danach war eindeutig.

Baden und SUP am Turracher See

Nach unserer Fahrt mit dem Nocky Flitzer gingen wir zu Fuß zurück Richtung Unterkunft. Der große Ausflugsteil des Tages war damit eigentlich beendet. Aber genau diese Stunden danach gehören für uns zu den Momenten, die einen Familienurlaub richtig angenehm machen. Wir mussten nirgendwo mehr hin und hatten auch nichts mehr geplant.

Der Turracher See liegt nur wenige Meter vom Mei Zeit Hüttendorf entfernt, also schnappten wir unsere Badesachen und das SUP und verbrachten den restlichen Nachmittag einfach am Wasser.

Zum Baden braucht es allerdings ein bisschen Überwindung. Der Turracher See liegt auf knapp 1.800 Metern und ist dementsprechend frisch. Im Frühsommer hat das Wasser etwa 16 °C, im Hochsommer kann es laut Tourismusinformation bis zu rund 21 °C erreichen. Bei unserem Aufenthalt im August war das Wasser definitiv erfrischend – aber trotzdem zum Baden geeignet.

Fast noch besser als zum Baden gefiel uns der Turracher See zum SUP-Fahren. Der See ist mit rund 19 Hektar relativ überschaubar und dadurch für eine gemütliche Runde richtig schön. Wir paddelten einfach am Ufer entlang und konnten uns dabei die Hotels und Häuser rund um den See einmal aus einer ganz anderen Perspektive anschauen.

Vor allem am späteren Nachmittag war das nach unserem aktiven Vormittag am Berg genau das richtige Programm. Und dass der See nur wenige Meter von unserer Unterkunft entfernt lag, war natürlich ideal. Wir mussten weder SUP noch Badesachen weit tragen und konnten jederzeit spontan ans Wasser gehen.

Für uns war das einer der großen Vorteile des Mei Zeit Hüttendorfs: Wir konnten morgens zu Fuß Richtung Berg starten und den Tag später direkt am Turracher See ausklingen lassen.

Wenn ihr Bergseen genauso gerne mit Wandern und Wassersport verbindet wie wir, könnte euch auch unser Familienurlaub am Bohinj-See gefallen.

Tag 2: Turracher 3-Seen-Weg mit Kindern & Goldwaschen

Am nächsten Morgen stand der 3-Seen-Weg auf der Turracher Höhe auf unserem Programm. Und auch an diesem Tag konnten wir das Auto einfach bei unserer Unterkunft stehen lassen. Der Wanderweg führte praktisch direkt am Mei Zeit Hüttendorf vorbei. Wir mussten also nur unsere Rucksäcke packen, Wanderschuhe anziehen und konnten losgehen.

Der rund 7,5 Kilometer lange 3-Seen-Weg verbindet die drei namensgebenden Bergseen der Turracher Höhe: Turracher See, Schwarzsee und Grünsee. Dazwischen führt die Runde durch Wald- und Moorlandschaften und immer wieder an kleinen Erlebnis- und Sinnesstationen vorbei.

7,5 Kilometer mit noch kleinen Kindern können sich erst einmal nach einer ziemlich langen Runde anhören. Bei uns funktionierte die Wanderung aber erstaunlich problemlos. Ein Grund dafür war sicher die Abwechslung unterwegs. Unsere Kinder liefen nicht einfach kilometerlang über einen Waldweg. Mal kam der nächste See, mal ein Platz zum Steinmännchen bauen und dann wieder eine Station, an der sie etwas ausprobieren oder spielen konnten. Dadurch hatten sie unterwegs immer wieder ein kleines neues Ziel – und wir konnten gleichzeitig die wunderschöne Landschaft genießen.

Schwarzsee – mitten in der Moorlandschaft

Wir starteten direkt bei unserer Unterkunft und machten uns von dort auf den Weg Richtung Schwarzsee. Schon nach kurzer Zeit waren wir mitten in der Natur und ließen die Gebäude rund um die Turracher Höhe hinter uns. Der 3-Seen-Weg wurde bewusst als Erlebnisweg gestaltet. Entlang der Strecke befinden sich unter anderem interaktive Infostellen, Liegen, Duftstationen und weitere Installationen.

Am Schwarzsee angekommen, wirkte es hier gleich deutlich ruhiger und ursprünglicher. Der Schwarzsee liegt eingebettet in eine Moorlandschaft und ist von Wald umgeben – eine ganz andere Atmosphäre als unten am Turracher See. Wir blieben eine Weile am Schwarzsee stehen, genossen die ruhige Atmosphäre am Wasser und schauten den Enten zu, die gemütlich über den See schwammen. Danach machten wir uns auf den Weg Richtung Grünsee.

Weiter durch den Wald Richtung Grünsee

Vom Schwarzsee führte uns der 3-Seen-Weg weiter durch den Wald Richtung Grünsee. Der Abschnitt zwischen den beiden Seen gefiel uns landschaftlich richtig gut: viel Wald, schmale Wege und immer wieder etwas Neues zu entdecken.

Ganz ohne Jammern ging es bei uns natürlich trotzdem nicht. 7,5 Kilometer sind mit fünf und sieben Jahren schließlich eine ordentliche Runde und zwischendurch kam durchaus die Frage, wie weit es denn noch sei. Zum Glück dauerte es meistens nicht lange, bis hinter der nächsten Kurve wieder eine Erlebnisstation auftauchte, irgendwo ein Felsen zum Kraxeln einlud oder es sonst etwas Spannendes zu entdecken gab. Und plötzlich waren die müden Beine zumindest für eine Weile wieder vergessen.

Genau diese kleinen Unterbrechungen machten den 3-Seen-Weg für uns so familienfreundlich. Die Kinder hatten unterwegs immer wieder ein neues kleines Ziel und wir mussten sie nicht kilometerlang über einen eintönigen Wanderweg motivieren.

Einkehr in der Karlhütte

Bevor wir den Grünsee erreichten, legten wir noch einen ziemlich leckeren Zwischenstopp bei der Karlhütte ein. Nach den bisherigen Kilometern kam uns eine Pause ohnehin sehr gelegen – und wir nutzten die Gelegenheit, um dort einen Kaiserschmarrn zu probieren. Den können wir definitiv weiterempfehlen.

Für die Kinder war die Einkehr natürlich ebenfalls eine willkommene Pause. Ein bisschen sitzen, etwas essen und neue Energie sammeln – danach sah die Welt beziehungsweise der restliche Wanderweg gleich wieder besser aus. Gut gestärkt machten wir uns anschließend auf den Weg zum Grünsee.

Grünsee – unser zweiter Bergsee der Runde

Schließlich erreichten wir mit dem Grünsee den zweiten See unserer Wanderung und den kleinsten der drei Seen auf der Turracher Höhe. Er liegt am Fuß des Schoberriegels und ist von Lärchen und Zirben umgeben – entsprechend idyllisch ist die Atmosphäre rund um den See.

Wir machten auch hier kurz Pause und genossen noch einmal die Ruhe, bevor wir unsere Runde fortsetzten. Gerade das fanden wir am 3-Seen-Weg so schön: Obwohl die drei Seen relativ nah beieinanderliegen, hat jeder seinen eigenen Charakter.

Mit Schwarzsee und Grünsee hatten wir zu diesem Zeitpunkt bereits zwei der drei namensgebenden Seen gesehen – der deutlich lebhaftere Turracher See, den wir bereits kannten, wartete erst zum Abschluss unserer Wanderung auf uns.

Goldwaschen bei Mythos Edelstein – ein Highlight für die Kinder

Bevor wir allerdings wieder beim Turracher See und unserer Unterkunft ankamen, wartete noch ein ziemlich besonderes Erlebnis auf die Kinder: Goldwaschen bei Mythos Edelstein.

Nach einigen Kilometern Wanderung hätten wir durchaus damit gerechnet, dass die Energie der Kinder langsam aufgebraucht war. Aber kaum war klar, dass sie jetzt selbst nach Gold suchen durften, waren die müden Beine plötzlich kein Thema mehr.

Ausgestattet mit einer Goldwaschschüssel machten sie sich hoch konzentriert auf die Suche. Und sie waren wirklich mit Feuereifer dabei. Es wurde geschwenkt, ganz genau geschaut und natürlich bei jedem verdächtigen Glitzern sofort überprüft, ob sich da vielleicht tatsächlich ein kleiner Schatz versteckte.

Wir fanden es richtig schön zu sehen, wie begeistert die beiden waren. Gerade nach der längeren Wanderung war das Goldwaschen noch einmal eine komplett andere Beschäftigung und für uns ein richtig gelungener Abschluss des 3-Seen-Wegs.

Bei Mythos Edelstein Kranzelbinder werden neben dem Goldwaschen auch weitere Aktivitäten wie Edelsteinbaggern und Geodenknacken angeboten. Die Outdoor-Aktivitäten finden saisonal statt und sind wetterabhängig.


Wenn ihr den 3-Seen-Weg mit Kindern geht, würden wir das Goldwaschen wieder genauso gegen Ende der Runde einplanen. Bei unseren Kindern sorgte die Aussicht darauf jedenfalls noch einmal für einen ordentlichen Motivationsschub.

Zurück zum Turracher See

Nach dem Goldwaschen machten wir uns schließlich auf das letzte Stück unserer Runde. Kurz darauf erreichten wir wieder den Turracher See, den wir vom Vortag natürlich schon bestens kannten. Damit hatten wir auch den dritten und letzten See des 3-Seen-Wegs erreicht. Nach den ruhigen Abschnitten rund um Schwarzsee und Grünsee war hier wieder deutlich mehr los. Hotels und Unterkünfte säumen das Ufer und die Turracher Höhe fühlt sich rund um den See gleich wieder etwas lebhafter an.

Nach rund 7,5 Kilometern, drei Bergseen, einigen Spiel- und Kletterpausen, Kaiserschmarrn und einer Runde Goldwaschen hatten wir an diesem Tag wirklich genug erlebt. Und dass unsere Unterkunft nur wenige Meter vom Turracher See entfernt lag, war spätestens jetzt wieder ziemlich angenehm.

Mei Zeit Hüttendorf: Unsere Unterkunft auf der Turracher Höhe

Für unsere drei Nächte wohnten wir in einem Chalet im Mei Zeit Hüttendorf. Im Nachhinein war die Lage für unser Programm wirklich praktisch. Das Hüttendorf befindet sich oberhalb des Turracher Sees direkt im Wander- und Skigebiet. Zum Angebot gehören verschiedene Almhütten, Appartements und Rundblockhäuser; die Unterkünfte verfügen über Küchen und Wohnbereiche, einige Hütten zusätzlich über eine private Sauna.

Für uns war aber vor allem entscheidend, was sich direkt vor der Haustüre befand:

  • Der Turracher See lag nur wenige Meter von unserer Unterkunft entfernt.
  • Zur Kornockbahn gingen wir nur etwa zehn Minuten zu Fuß.
  • Den 3-Seen-Weg konnten wir direkt von der Unterkunft aus starten.
  • Auch nach unserem Bergtag konnten wir bequem zu Fuß zurückgehen.
  • Mythos Edelstein mit dem Goldwaschen liegt nur wenige Gehminuten entfernt.

Gerade mit Kindern war das für uns ein riesiger Vorteil. Während unseres gesamten Aufenthalts konnten wir das Auto stehen lassen und unsere Ausflüge direkt zu Fuß starten. Das machte die drei Tage auf der Turracher Höhe deutlich entspannter.

Gut zu wissen: Butlercard inklusive
Als Gäste des Mei Zeit Hüttendorfs bekamen wir während unseres Aufenthalts die Butlercard dazu. Damit konnten wir unter anderem Kornockbahn und Panoramabahn kostenlos nutzen. Für uns war das besonders praktisch, weil wir die Kornockbahn in etwa zehn Minuten zu Fuß erreichten und für unseren Bergtag kein zusätzliches Bergbahnticket kaufen mussten. Welche Leistungen aktuell inkludiert sind, solltet ihr vor eurem Aufenthalt noch einmal prüfen.

Essen in der Gastwirtschaft Mei Zeit

Sehr praktisch fanden wir außerdem, dass wir zum Abendessen nicht mehr losfahren mussten. Direkt beim Hüttendorf befindet sich die Gastwirtschaft Mei Zeit, die wir während unseres Aufenthalts natürlich auch ausprobiert haben. Und die können wir aus eigener Erfahrung wirklich empfehlen. Das Essen war richtig lecker und auch mit dem Service waren wir rundum zufrieden.

Ein echtes Highlight ist aber die Terrasse mit Blick auf den Turracher See. Die Aussicht von dort ist wirklich ein Wahnsinn! Nach einem langen Tag draußen zu sitzen, gemütlich zu essen und dabei auf den See und die umliegende Berglandschaft zu schauen, war für uns der perfekte Tagesabschluss.

Unsere persönlichen Highlights auf der Turracher Höhe

Nach drei Nächten auf der Turracher Höhe hatten wir einige klare Favoriten. Das waren die Erlebnisse, die uns und den Kindern besonders in Erinnerung geblieben sind:

HighlightZeitbedarfWarum es uns gefallen hat
Nocky’s AlmZeit2–4 StundenWandern und Spielen ließen sich hier richtig gut verbinden. Besonders die Kugelbahnen und Erlebnisstationen kamen bei unseren Kindern gut an.
Nocky FlitzerNur wenige Minuten FahrzeitDie rasante Fahrt ins Tal war für unsere Kinder eines der größten Highlights des gesamten Aufenthalts.
3-Seen-WegMit Kindern einen halben Tag einplanenUnsere schönste Familienwanderung: abwechslungsreich, gut machbar und mit vielen kleinen Spiel- und Kletterpausen unterwegs.
Turracher SeeGanz flexibel – von 1–2 Stunden bis zu einem ganzen TagUnser Lieblingsplatz zum Entspannen. Im August konnten wir hier baden und wunderbar mit dem SUP über den See paddeln.
Goldwaschen bei Mythos Edelsteinhalbe Stunde bis StundeUnsere Überraschung der Reise. Die Kinder waren mit Feuereifer dabei und hätten vermutlich noch ewig weitermachen können.

Unsere Tipps für euren Familienurlaub auf der Turracher Höhe

Nach unseren drei Nächten auf der Turracher Höhe würden wir Familien vor allem diese Tipps mitgeben:

  • Nicht zu viel Programm einplanen: Ein größerer Ausflug pro Tag war für uns völlig ausreichend. So blieb danach noch Zeit zum Baden, SUP-Fahren oder einfach zum Entspannen am Turracher See.
  • Für Nocky’s AlmZeit genügend Zeit lassen: Wir waren auf dem eigentlichen Rundweg etwa eine Stunde unterwegs. Mit Mittagessen und Zeit zum Spielen würden wir insgesamt ungefähr 2–3 Stunden einplanen.
  • Für den 3-Seen-Weg einen halben Tag reservieren: Die 7,5 Kilometer waren mit unseren fünf und sieben Jahre alten Kindern gut machbar – ganz ohne Jammern ging es aber natürlich nicht. Spielstationen, Felsen zum Kraxeln und unsere Pause bei der Karlhütte sorgten immer wieder für neue Motivation. Snacks und ausreichend Wasser würden wir trotzdem unbedingt mitnehmen.
  • Gute Schuhe anziehen: Der 3-Seen-Weg ist zwar familienfreundlich, führt aber teilweise über Waldwege und durch Moorlandschaften. Mit festen Schuhen waren wir deutlich entspannter unterwegs. Für Kinderwagen ist die komplette Runde nicht geeignet.
  • Badesachen einpacken: Auch wenn man bei der Turracher Höhe zuerst ans Wandern denkt, würden wir im Sommer unbedingt Badesachen mitnehmen. Der Turracher See war im August zwar erfrischend, aber absolut badetauglich – und zum SUP-Fahren richtig schön.
  • Nocky Flitzer als Abschluss einplanen: Bei uns war die rasante Fahrt ins Tal der perfekte Abschluss des Bergtages. Erst wandern, dann Mittagessen und AlmZeit und danach mit dem Nocky Flitzer hinunter – diese Reihenfolge würden wir genauso wieder wählen.
  • Öffnungszeiten vor der Reise kontrollieren: Bergbahnen, Nocky Flitzer und einige Outdoor-Aktivitäten sind saison- und teilweise wetterabhängig. Deshalb würden wir die aktuellen Betriebszeiten immer kurz vor dem Aufenthalt auf den offiziellen Seiten kontrollieren.

Häufige Fragen zur Turracher Höhe mit Kindern

Ist die Turracher Höhe mit Kindern empfehlenswert?

Ja. Besonders für Familien, die gerne draußen unterwegs sind, bietet die Turracher Höhe eine schöne Mischung aus familienfreundlichen Wanderungen, Erlebnisstationen, Bergbahnen und Aktivitäten wie Nocky Flitzer und Goldwaschen. Mit unseren fünf und sieben Jahre alten Kindern passte das Angebot richtig gut.

Wie viele Tage sollte man für die Turracher Höhe mit Kindern einplanen?

Wir waren drei Nächte auf der Turracher Höhe und fanden diese Dauer für einen ersten Aufenthalt passend. Beim nächsten Mal würden wir vier Nächte bleiben, damit noch Zeit für eine weitere Wanderung bleibt.

Was kann man auf der Turracher Höhe mit Kindern unternehmen?

Unsere Highlights waren Nocky’s AlmZeit, der Nocky Flitzer, der 3-Seen-Weg, Goldwaschen bei Mythos Edelstein sowie Baden und SUP-Fahren am Turracher See.

Wie lang ist der 3-Seen-Weg auf der Turracher Höhe?

Die offizielle Detailseite gibt den 3-Seen-Weg mit 7,5 Kilometern an. Die Runde verbindet Turracher See, Grünsee und Schwarzsee und führt durch Wald- und Moorlandschaften sowie an verschiedenen Erlebnisstationen vorbei.

Ist der 3-Seen-Weg mit Kindern gut machbar?

Mit unseren fünf und sieben Jahre alten Kindern war die Runde gut machbar. Ganz ohne Jammern ging es natürlich nicht, aber Erlebnisstationen, Klettermöglichkeiten und Pausen sorgten immer wieder für neue Motivation. Mit Kindern würden wir ungefähr einen halben Tag dafür reservieren.

Kann man den 3-Seen-Weg mit Kinderwagen gehen?

Nicht komplett. Laut offizieller Tourismusseite ist der 3-Seen-Weg nicht überall buggytauglich. Mit kleinen Kindern ist eine Trage deshalb die flexiblere Variante.

Für welches Alter eignet sich Nocky’s AlmZeit?

Nach unserer Erfahrung eignet sich Nocky’s AlmZeit besonders gut für Kindergarten- und jüngere Volksschulkinder. Der Erlebnisweg ist aber auch mit kleineren Kindern möglich, denn der AlmZeit-Rundweg ist offiziell barrierefrei und kinderwagentauglich.

Wie viel Zeit sollte man für Nocky’s AlmZeit einplanen?

Offiziell werden für den AlmZeit-Rundweg etwa zwei Stunden angegeben. Wir selbst brauchten mit unseren Kindern ungefähr eine Stunde. Mit Spielen und Mittagessen würden wir insgesamt etwa 2–3 Stunden einplanen.

Ab welchem Alter können Kinder mit dem Nocky Flitzer fahren?

Kinder dürfen mit dem Nocky Flitzer ab drei Jahren mitfahren. Alleine fahren dürfen sie ab acht Jahren und einer Körpergröße von mindestens 1,35 Metern.

Kann man im Turracher See baden?

Ja. Wir waren bei unserem Aufenthalt im August selbst im Turracher See baden. Durch die Höhenlage war das Wasser ziemlich erfrischend, für uns aber trotzdem gut zum Baden geeignet. Besonders schön fanden wir den See zum SUP-Fahren.

Unser Fazit nach drei Nächten auf der Turracher Höhe

Unsere drei Nächte auf der Turracher Höhe mit Kindern haben uns richtig gut gefallen. Besonders die Mischung aus Bergen, Seen, familienfreundlichen Wanderungen und kleinen Abenteuern war für uns genau richtig.

Während der Nocky Flitzer und das Goldwaschen bei unseren Kindern für besonders viel Begeisterung sorgten, gehörte für uns der 3-Seen-Weg zu den schönsten Erlebnissen. Und auch die ruhigen Nachmittage am Turracher See mit Baden und SUP-Fahren möchten wir nicht missen. Richtig angenehm fanden wir außerdem, dass wir das Auto während unseres Aufenthalts kaum brauchten. Von unserer Unterkunft konnten wir viele Ausflüge direkt zu Fuß starten – mit Kindern ein echter Vorteil.

Empfehlen würden wir die Turracher Höhe vor allem Familien mit Kindern, die gerne draußen unterwegs sind und Wandern mit Spiel, Action und entspannten Stunden am See verbinden möchten. Für einen klassischen Badeurlaub mit warmem Wasser wäre die Region für uns dagegen nicht die erste Wahl.

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