Zehn Tage voller Abenteuer zwischen Vulkanen, traumhaften Stränden, beeindruckenden Schluchten und charmanten Altstädten – auf unserem Roadtrip durch den Osten und Südosten Siziliens entdeckten wir eine Insel, die uns als Familie vollkommen überrascht hat.
Das erwartet euch in diesem Beitrag:
Gründe für Sizilien mit Kindern · Unsere Route · Anreise · Noto, Syrakus & Vendicari Naturreservat · Cavagrande del Cassibile · Ragusa & Landesinnere · Ätna & Alcantara-Schlucht · Highlights der Reise · Reisetipps · Häufige Fragen · Fazit
Sizilien mit Kindern auf einen Blick
Reiseziel: Ost- und Südostsizilien
Reisezeit: Mitte / Ende Juni
Reisedauer: 10 Tage
Kinder: 3 & 5 Jahre
Anreise: Direktflug Wien – Catania
Fortbewegung: Mietwagen
Route: Noto – Syrakus – Naturreservat Vendicari – Ragusa – Ätna – Alcantara-Schlucht
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Manchmal gibt es Reisen, bei denen schon nach den ersten Tagen klar ist, dass sie etwas ganz Besonderes werden. Genau dieses Gefühl hatten wir auf Sizilien.
Eigentlich erwarteten wir gutes Essen, schöne Strände und den imposanten Ätna. Doch je weiter wir mit unserem Mietwagen durch den Südosten der Insel fuhren, desto öfter wurden wir überrascht. Fast jeden Tag entdeckten wir einen neuen Lieblingsplatz – mal eine einsame Bucht mit glasklarem Wasser, mal eine beeindruckende Schlucht oder eine verwinkelte Altstadt, durch die wir entspannt schlenderten.
In diesem Beitrag nehmen wir euch mit auf unseren kompletten Roadtrip durch den Osten und Süden Siziliens. Wir zeigen euch unsere Route, verraten unsere persönlichen Highlights und teilen viele Erfahrungen, die euch bei der Planung eurer eigenen Familienreise helfen können.


Warum lohnt sich Sizilien mit Kindern?
Wenn uns heute jemand fragt, ob sich Sizilien mit Kindern lohnt, lautet unsere Antwort ganz klar: Ja – und zwar mehr, als wir selbst erwartet hätten.
Aus unserer Sicht sprechen vor allem diese Punkte für eine Familienreise nach Sizilien:
- Abwechslungsreiche Landschaften: Strände, Schluchten, Vulkane und Naturparks liegen oft nah beieinander.
- Kurze Fahrstrecken: Viele Highlights lassen sich ohne lange Autofahrten miteinander verbinden.
- Familienfreundliche Unterkünfte: Kleine Agriturismi und B&Bs mit Pool sind eine tolle Alternative zu großen Hotelanlagen.
- Italienische Küche: Pizza, Pasta und Gelato kamen bei unseren Kindern jeden Tag gut an.
- Vielfältige Ausflüge: Ob Strandtag, Wanderung oder Stadtbummel – jeder Tag kann anders aussehen.
- Authentisches Reiseerlebnis: Vor allem im Südosten fanden wir viele ruhige Orte abseits des Massentourismus.
Wer Sizilien mit Kindern bereist, sollte jedoch die Jahreszeit nicht unterschätzen. Bereits im Juni können die Temperaturen sehr hoch werden. Viele Ausflüge lassen sich deshalb deutlich angenehmer erleben, wenn man früh am Morgen startet und die heißesten Stunden des Tages für eine Pause am Pool oder am Strand nutzt.
Für uns war genau diese Kombination aus Natur, Kultur, Erholung und kurzen Fahrzeiten einer der größten Gründe, warum uns Sizilien als Familienreiseziel so überzeugt hat.


Unsere Route für 10 Tage Sizilien mit Kindern
Unsere Rundreise führte uns durch den Osten und Südosten Siziliens. Statt jeden Tag die Unterkunft zu wechseln, entschieden wir uns bewusst für mehrere Standorte. So konnten wir die Umgebung in Ruhe erkunden und mussten nie stundenlang im Auto sitzen.
Gerade mit Kindern hat sich diese Art des Reisens für uns bewährt. Die Fahrzeiten blieben angenehm kurz und trotzdem konnten wir viele ganz unterschiedliche Orte entdecken.
Unsere Route auf einen Blick:
📍 Catania
📍 Syrakus
📍 Fontane Bianche
📍 Naturreservat Vendicari
📍 Santa Maria del Focallo
📍 Ragusa
📍 Cascate dell’Ossena
📍 Ätna
📍 Alcantara Schlucht
📍 Catania
Direktflug von Wien nach Catania – entspannte Anreise nach Sizilien
Jede Reise beginnt mit der Anreise – und manchmal entscheidet genau dieser erste Tag darüber, wie entspannt der Urlaub startet. Da unser Flug erst am Abend in Catania landete, verzichteten wir bewusst darauf, noch mehrere Stunden bis zur ersten Unterkunft weiterzufahren. So verbrachten wir die erste Nacht im Magnolia Boutique Rooms, das nur wenige Gehminuten vom Flughafen entfernt liegt.
Rückblickend war das eine sehr gute Entscheidung. Nach einem entspannten Spaziergang zur Unterkunft konnten wir ausschlafen und am nächsten Morgen ausgeruht in unseren Urlaub starten. Gerade mit Kindern würden wir diesen Ablauf jederzeit wieder genauso wählen. So beginnt der Roadtrip ohne Zeitdruck und man sitzt nicht nach einem langen Reisetag noch müde hinter dem Steuer.
Am nächsten Morgen holten wir schließlich unseren Mietwagen ab, den wir bereits vorab über billiger-mietwagen.de gebucht hatten. Die Übernahme verlief problemlos und kurze Zeit später waren wir bereits unterwegs Richtung Süden.
Fontane Bianche – unser erster Strandstopp auf Sizilien
Bevor wir unsere Unterkunft erreichten, legten wir noch einen ersten Zwischenstopp ein – und der hätte kaum schöner sein können. Wir machten Halt in Fontane Bianche, einem der bekanntesten Strände südlich von Syrakus. Das türkisfarbene Wasser, der helle Sandstrand und die ruhige Atmosphäre waren der perfekte Auftakt unserer Sizilien-Reise. Während die Kinder sofort im Meer planschten, genossen wir den Blick über die Küste und wussten: Jetzt hat der Urlaub endgültig begonnen.
Für uns war Fontane Bianche der ideale erste Stopp nach der Anreise – genau richtig, um nach dem Flug erst einmal im Mittelmeer anzukommen.


Unsere Unterkunft im Val di Noto – drei Nächte mitten in der Natur
Für die ersten drei Nächte unserer Rundreise entschieden wir uns ganz bewusst gegen ein großes Hotel und für den Pferdebauernhof Agriturismo Val di Noto. Genau solche Unterkünfte lieben wir auf unseren Reisen – ruhig gelegen, familiär und mitten in der Natur.
Schon bei der Ankunft fühlten wir uns sofort wohl. Rund um die Unterkunft war es herrlich ruhig, der große Pool lud nach unseren Ausflügen zum Entspannen ein und das hauseigene Restaurant verwöhnte uns jeden Abend mit leckerem Essen. Besonders unsere Kinder waren natürlich von den Pferden begeistert und verbrachten viel Zeit damit, die Tiere zu beobachten.
Auch die Lage erwies sich als ideal. Von hier aus erreichten wir das Vendicari-Naturreservat, Syrakus und Cavagrande del Cassibile in kurzer Zeit. Dadurch mussten wir nicht ständig die Unterkunft wechseln und konnten die ersten Urlaubstage ganz entspannt genießen.
Im Nachhinein würden wir uns jederzeit wieder für diese Unterkunft entscheiden. Sie bot genau die Mischung aus Erholung und guter Ausgangslage, die wir uns für unseren Roadtrip gewünscht hatten.


Unsere Unterkunftsempfehlung für Noto und Umgebung: Agriturismo Val di Noto
Vendicari-Naturreservat, Calamosche und Syrakus – ein perfekter Urlaubstag
Schon am zweiten Tag wartete einer jener Ausflugstage auf uns, die wir auch Wochen später noch immer gerne Revue passieren lassen. Genau diese Mischung aus Natur, Strand und italienischem Stadtflair macht Sizilien für Familien so besonders. Nach einem gemütlichen Frühstück machten wir uns auf den Weg ins Naturreservat Vendicari, eines der schönsten Naturschutzgebiete im Südosten Siziliens. Unser Ziel war die berühmte Calamosche-Bucht, die wir schon vor der Reise auf mehreren Fotos entdeckt hatten. Ob sie wirklich so schön ist? Wir waren gespannt.
Vom Parkplatz führt ein gut ausgebauter Wanderweg durch die mediterrane Landschaft bis zur Bucht. Technisch ist die Strecke zwar nicht schwierig, dennoch sollte man sie nicht unterschätzen. Bereits am Vormittag wurde es angenehm warm, Schatten gibt es unterwegs kaum und mit Badetasche, Wasser und allem, was man für einen Strandtag mit Kindern benötigt, kommt man doch etwas ins Schwitzen.
Als wir schließlich die kleine Bucht erreichten, waren die Anstrengungen aber sofort vergessen. Die Bucht war wunderbar ruhig und eingerahmt von hellen Felsen. Unsere Kinder waren innerhalb weniger Minuten im Wasser, während wir einfach den Ausblick genossen und uns freuten, diesen besonderen Ort entdeckt zu haben. Gerade solche Plätze lieben wir auf Reisen. Keine Strandpromenade, keine Hotelburgen, sondern Natur, Ruhe und glasklares Wasser.

Am Nachmittag machten wir uns schließlich – mit kurzem Zwischenstopp in der Unterkunft zum Duschen und Umziehen – auf den Weg nach Syrakus. Nach der Ruhe am Strand hätte der Kontrast kaum größer sein können. Die historische Altstadt auf der Insel Ortigia begeisterte uns sofort mit ihren engen Gassen, den prachtvollen Gebäuden und den zahlreichen kleinen Restaurants.
Wir schlenderten durch die Straßen, gönnten uns ein leckeres Abendessen und genossen die entspannte Atmosphäre bis zum Sonnenuntergang. Für uns war das der perfekte Abschluss eines rundum gelungenen Urlaubstages.


Unsere Tipps für diesen Ausflugstag:
- Möglichst früh im Vendicari-Naturreservat starten.
- Ausreichend Trinkwasser mitnehmen.
- Badeschuhe sind von Vorteil.
- Syrakus am besten erst am späten Nachmittag besuchen, wenn die größte Hitze vorbei ist.
- Genügend Zeit zum Flanieren und Essen einplanen.
Cavagrande del Cassibile – ein Ort, der uns sprachlos machte
Am nächsten Morgen klingelte der Wecker besonders früh. Für unseren Ausflug nach Cavagrande del Cassibile waren hohe Temperaturen angesagt und wir wollten die Wanderung möglichst vor der großen Hitze hinter uns bringen. Rückblickend war das genau die richtige Entscheidung.
Der Weg hinunter in die Schlucht ist zwar stellenweise steil, aber gut ausgebaut. Unsere beiden Kinder meisterten den Abstieg überraschend problemlos und waren voller Vorfreude auf die natürlichen Wasserbecken, die am Ende des Weges auf uns warteten.
Unten angekommen wussten wir sofort, warum Cavagrande zu den schönsten Naturhighlights Siziliens zählt. Glasklares Wasser, beeindruckende Felswände und eine unglaubliche Ruhe – da wir so früh unterwegs waren, hatten wir die Laghetti fast für uns alleine. Unsere Kinder planschten begeistert im Wasser und sammelten Steine, während wir einfach die besondere Atmosphäre genossen.
Der Rückweg verlangte zwar noch einmal etwas Kondition, doch jeder einzelne Schritt hatte sich gelohnt. Für uns war Cavagrande eines jener Reiseerlebnisse, an die wir uns noch lange erinnern werden.


Unsere Tipps für Cavagrande del Cassibile mit Kindern:
- Für kleinere Kinder kann eine Trage beim Rückweg hilfreich sein.
- Früh starten – besonders in den Sommermonaten.
- Genügend Wasser und feste Schuhe mitnehmen.
Ragusa – barocke Altstadt, traumhafte Ausblicke und italienisches Flair
Nach drei wunderschönen Tagen im Val di Noto machten wir uns auf den Weg zu unserer nächsten Unterkunft bei Ragusa. Unterwegs fuhren wir am Pantano Longarini vorbei und konnten in den Lagunen sogar einige Flamingos entdecken – ein schöner kleiner Moment, mit dem wir gar nicht gerechnet hatten.
Anschließend ging es weiter nach Punta Cirica, wo wir noch einmal eine kleine Badepause einlegten. Die ruhige Bucht mit ihrem glasklaren Wasser war genau der richtige Ort, um die sizilianische Sonne zu genießen, bevor wir unsere Fahrt Richtung Ragusa fortsetzten.


Am Nachmittag erreichten wir schließlich Ragusa, eine der schönsten Barockstädte Siziliens und Teil des UNESCO-Welterbes. Schon bei der Anfahrt beeindruckte uns die auf mehreren Hügeln erbaute Stadt mit ihren hellen Steinhäusern und den zahlreichen Kirchtürmen.
Nach dem Einchecken in unserer Unterkunft Borgo Monachello machten wir uns direkt auf den Weg nach Ragusa Ibla, dem historischen Herzen der Stadt. Die liebevoll restaurierte Anlage mitten im Grünen war für uns der perfekte Rückzugsort nach einem erlebnisreichen Tag. Besonders der Pool und die ruhige Lage gefielen uns sehr.
Wir lieben es, neue Orte ohne festen Plan zu erkunden – genau das machten wir auch hier. Wir schlenderten durch die verwinkelten Gassen, bestaunten die barocken Fassaden und genossen das typisch italienische Flair. Ein besonderes Highlight für unsere Kinder war die Fahrt mit dem kleinen Bummelzug durch die Altstadt. Für sie war die Rundfahrt ein kleines Abenteuer, während wir die Aussicht auf die beeindruckenden Gebäude und die engen Gassen genießen konnten.


Unsere Tipps für Ragusa mit Kindern:
- Wenn ihr von Noto nach Ragusa fährt, haltet am Pantano Longarini Ausschau nach Flamingos – mit etwas Glück könnt ihr sie schon von der Straße aus beobachten.
- Verbindet den Besuch von Ragusa mit einem Abendspaziergang, wenn die Temperaturen angenehmer sind.
- Die Fahrt mit dem Bummelzug macht besonders Familien mit Kindern viel Spaß.
- Nehmt euch Zeit, einfach durch die Gassen von Ragusa Ibla zu schlendern – genau dort entdeckt man die schönsten Ecken.
Santa Maria del Focallo – entspannter Strandtag zwischen unseren Ausflügen

Nach den vielen Eindrücken der vergangenen Tage stand nun ein etwas ruhigerer Tag auf dem Programm. Deshalb machten wir uns auf den Weg zum Santa Maria del Focallo, einem der schönsten Sandstrände im Süden Siziliens.
Schon bei der Ankunft fiel uns auf, wie weitläufig der Strand ist. Feiner, goldener Sand, eine natürliche Dünenlandschaft im Hintergrund und das glasklare Meer – genau die richtige Kulisse, um einfach einmal durchzuatmen und einen entspannten Tag am Wasser zu verbringen.
Am Abend wartete noch ein ganz besonderer Moment auf uns. Unsere Tochter hatte am nächsten Tag Geburtstag und natürlich wollten wir sie am Morgen überraschen. Also wurde in der Unterkunft heimlich dekoriert und alles vorbereitet, damit der Tag mit strahlenden Kinderaugen beginnen konnte. Als sie am Morgen die geschmückte Unterkunft sah, war die Überraschung perfekt. Genau diese kleinen Momente machen Familienreisen für uns so besonders.

Cascate dell’Ossena – ein verstecktes Naturparadies
Nach dem gelungenen Geburtstagsstart hieß es wieder Koffer packen. Bevor wir zu unserer letzten Unterkunft weiterfuhren, legten wir noch einen Zwischenstopp bei den Cascate dell’Oxena ein – und dieser kleine Abstecher hat sich absolut gelohnt.
Über einen kurzen Wanderweg erreichten wir den idyllischen Wasserfall, der mitten in der Natur liegt. Anders als an vielen bekannten Sehenswürdigkeiten war hier kaum etwas los. Genau diese Ruhe machte den Ort für uns so besonders.
Während wir die schöne Kulisse genossen, waren unsere Kinder sofort beschäftigt. Im seichten Bach wurde geplanscht, Steine wurden gesammelt und Staudämme gebaut. Manchmal sind es genau diese einfachen Momente, die Kindern am längsten in Erinnerung bleiben – ganz ohne großes Programm oder spektakuläre Attraktionen.
Nach einer entspannten Pause setzten wir unsere Fahrt durch das sizilianische Landesinnere fort. Schon unterwegs wurde die Landschaft immer beeindruckender und die Vorfreude auf den nächsten Höhepunkt unserer Reise stieg von Kilometer zu Kilometer: den Ätna.
Unsere Tipps für die Cascate dell’Ossena mit Kindern:
- Besonders Familien, die ruhigere Naturplätze abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten suchen, werden hier fündig.
- Plant etwa ein bis zwei Stunden für den Besuch ein.
- Badeschuhe sind ideal, wenn die Kinder im Bach spielen möchten.
- Der Wasserfall eignet sich perfekt als Zwischenstopp auf einer Rundreise.


Unsere Unterkunft am Ätna – perfekter Ausgangspunkt für unsere letzten Urlaubstage
Für die letzten beiden Nächte unserer Rundreise entschieden wir uns für die Unterkunft Suasor in Acireale am Fuße des Ätnas. Im Nachhinein hätten wir uns dafür keinen besseren Ausgangspunkt wünschen können. Von hier aus erreichten wir sowohl den Ätna als auch die Alcantara-Schlucht in kurzer Zeit und konnten unsere letzten Urlaubstage ganz entspannt genießen.
Besonders begeistert hat uns das großzügige Apartment mit eigener Küche. Nach mehreren Tagen unterwegs war es schön, etwas mehr Platz zu haben und den Tag ganz gemütlich ausklingen zu lassen. Auch der große Garten bot den Kindern viel Raum zum Spielen.
Ein weiteres Highlight war der große Pool. Nach unseren Ausflügen war es genau der richtige Ort, um noch einmal ins Wasser zu springen und die letzten Urlaubstage in Ruhe ausklingen zu lassen.
Rückblickend war diese Unterkunft der perfekte Abschluss unserer Sizilien-Rundreise. Die ruhige Lage, die großzügige Ausstattung und die ideale Ausgangslage für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Nordosten der Insel machten sie für uns zu einer klaren Empfehlung für Familien.

Unsere Unterkunftsempfehlung für einen Ätna-Trip: Suasor in Acireale
Den Ätna mit Kindern erleben – ein unvergessliches Abenteuer auf Europas höchstem Vulkan
Nach den vielen Stränden, Schluchten und barocken Altstädten wartete nun das Highlight unserer Sizilien-Rundreise auf uns: der Ätna, Europas höchster aktiver Vulkan.
Dass der Vulkan nur wenige Wochen vor unserer Reise erneut aktiv gewesen war, sorgte bei Familie und Freunden zuhause für die eine oder andere besorgte Nachricht. Wir selbst konnten es kaum erwarten, den Ätna endlich aus nächster Nähe zu erleben. Schon während der Anfahrt stieg die Vorfreude – und je höher wir mit dem Auto fuhren, desto karger wurde die Landschaft. Schwarze Lavafelder, erkaltete Lavaströme und immer wieder aufsteigende Rauchschwaden machten schnell deutlich, dass dieser Berg noch lebt.

An der Talstation angekommen, brachte uns zunächst die Seilbahn bis zur Bergstation. Anschließend ging es mit speziellen Geländefahrzeugen weiter hinauf. Schon die Fahrt über die raue Vulkanlandschaft war für unsere Kinder ein echtes Highlight. Mit jedem Höhenmeter wurde die Landschaft spektakulärer und wir fühlten uns, als wären wir auf einem anderen Planeten.
Gemeinsam mit einem Guide unternahmen wir noch eine kurze Wanderung durch die schwarze Lavalandschaft. Der Wind blies zwar kräftig, dennoch war es ein unglaubliches Gefühl, auf einem der aktivsten Vulkane Europas zu stehen und die gewaltige Naturkulisse zu erleben. Besonders unsere Kinder waren begeistert und sammelten voller Eifer Vulkansteine als Mitbringsel für ihre Kindergartenfreunde – eine schönere Urlaubserinnerung hätten sie sich wohl kaum aussuchen können.
Für uns gehört der Ätna zu den Erlebnissen, die man auf einer Rundreise durch Sizilien nicht verpassen sollte. Die Kombination aus spektakulärer Landschaft, spannender Anreise und dem Wissen, auf einem aktiven Vulkan unterwegs zu sein, macht diesen Ausflug zu etwas ganz Besonderem.
Unsere Tipps für den Ätna mit Kindern:
- Der Ausflug ist auch mit Kindern ein tolles Erlebnis, wenn ihr die Tour an das Alter und die Kondition anpasst.
- Plant ausreichend Zeit für den Ausflug ein – schon die Anfahrt bietet beeindruckende Ausblicke.
- Zieht euch nach dem Zwiebelprinzip an. Auch im Sommer kann es auf über 2.500 Metern deutlich kühler und windig sein.
- Festes Schuhwerk ist auf dem vulkanischen Untergrund empfehlenswert.


Die Alcantara-Schlucht – ein würdiger Abschluss unserer Sizilien-Rundreise
Bevor es am Abend wieder Richtung Flughafen ging, wartete noch ein letzter Höhepunkt auf uns. Schon früh am Morgen machten wir uns auf den Weg zur Alcantara-Schlucht, denn wir hatten bereits mehrfach gelesen, dass es dort im Laufe des Tages deutlich voller werden kann.
Und tatsächlich: Unser früher Start zahlte sich wieder einmal aus. Als wir ankamen, war es herrlich ruhig und wir konnten die beeindruckende Schlucht fast ganz für uns alleine genießen. Erst als wir uns später wieder auf den Rückweg machten, wurden die Besucherströme langsam mehr.
Schon beim Betreten der Schlucht waren wir beeindruckt. Die bis zu mehreren Meter hohen Basaltwände, die sich über Jahrtausende durch erkaltete Lavaströme gebildet haben, sind wirklich einzigartig. Dazwischen fließt das glasklare Wasser des Alcantara-Flusses – ein Ort, den wir so auf Sizilien nicht erwartet hätten.
Natürlich ließen es sich unsere Kinder nicht nehmen, selbst durch das kühle Wasser zu waten und die Schlucht zu erkunden. Gerade an warmen Sommertagen ist das eine willkommene Abkühlung und gleichzeitig ein kleines Abenteuer. Auch wir fanden es faszinierend, zwischen den beeindruckenden Felsformationen zu stehen und die Kraft der Natur hautnah zu erleben.



Unsere Tipps für die Alcantara-Schlucht mit Kindern:
- Nehmt Badeschuhe mit – sie sind im Flussbett deutlich angenehmer als barfuß zu laufen.
- Startet möglichst früh am Morgen, um die besondere Atmosphäre in Ruhe genießen zu können.
- Plant Wechselkleidung oder ein kleines Handtuch ein, denn beim Erkunden der Schlucht bleiben trockene Füße eher die Ausnahme.
Nach unserem Besuch blieb auf dem Weg zum Flughafen sogar noch Zeit für einen letzten Stopp am Strand Marina di Cottone. Ein letztes Mal die Füße ins Meer halten und den Urlaub ganz entspannt ausklingen lassen – einen schöneren Abschluss hätten wir uns kaum wünschen können. Dank der Duschen am Strand konnten wir uns vor dem Rückflug noch frisch machen, bevor wir unseren Mietwagen zurückgaben und am Abend wieder Richtung Wien abhoben.
Mit vielen neuen Eindrücken, unzähligen Fotos und jeder Menge schöner Erinnerungen endete unsere Rundreise durch Sizilien. Schon während des Rückflugs waren wir uns einig: Das war ganz bestimmt nicht unser letzter Besuch auf dieser faszinierenden Insel.

Unsere Highlights auf Sizilien mit Kindern
In nur zehn Tagen haben wir auf Sizilien unglaublich viel erlebt. Rückblickend waren es vor allem die abwechslungsreichen Naturerlebnisse, die uns begeistert haben. Genau diese Mischung aus Stränden, Schluchten, charmanten Städten und dem Ätna macht die Insel für Familien so besonders.
Unsere persönlichen Must-sees auf Sizilien
Ätna – Europas höchster aktiver Vulkan und ein unvergessliches Familienerlebnis.
Cavagrande del Cassibile – beeindruckende Schlucht mit glasklaren Naturpools.
Alcantara-Schlucht – spektakuläre Basaltwände und eine willkommene Abkühlung.
Strand Calamosche – traumhafte Bucht in ruhiger Umgebung.
Ragusa & Syrakus – zwei wunderschöne Barockstädte mit italienischem Flair.
Pantano Longarini – mit etwas Glück lassen sich hier sogar Flamingos beobachten.
Praktische Tipps für euren Sizilien-Roadtrip mit Kindern
Nach zehn Tagen auf Sizilien gibt es einige Tipps, die wir euch gerne mit auf den Weg geben würden. Manche hätten wir selbst schon vor unserer Reise gerne gewusst, andere haben wir erst unterwegs gelernt. Vielleicht helfen euch unsere Erfahrungen dabei, euren eigenen Familienurlaub noch entspannter zu gestalten.
Unsere Tipps auf einen Blick:
- Früh in den Tag starten
Gerade im Juni wurde es rund um die Mittagszeit bereits sehr heiß. Für Wanderungen wie Cavagrande oder die Alcantara-Schlucht würden wir deshalb immer möglichst früh aufbrechen. - Ein Mietwagen ist für diese Route unverzichtbar
Viele unserer schönsten Erlebnisse liegen abseits der großen Städte und sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer erreichbar. - Lieber mehrere Nächte an einem Ort bleiben
Wir haben bewusst nur wenige Unterkunftswechsel eingeplant. Das brachte deutlich mehr Ruhe in die Reise und war mit zwei Kindern wesentlich entspannter. - Kleine Unterkünfte statt großer Hotelanlagen wählen
Unsere Agriturismi und B&Bs mit Pool waren für uns die perfekte Mischung aus Erholung, persönlicher Atmosphäre und idealer Ausgangslage für Ausflüge.

- Für Wanderungen feste Schuhe einpacken
Auch wenn Sizilien oft mit Strandurlaub verbunden wird, solltet ihr gutes Schuhwerk nicht vergessen. Gerade Cavagrande oder kleinere Naturpfade machen damit deutlich mehr Spaß. - Badeschuhe lohnen sich
Ob in der Alcantara-Schlucht, an felsigen Buchten oder beim Spielen im Bach – wir waren froh, dass wir sie dabeihatten.
Für wen eignet sich diese Sizilien-Rundreise?
Unsere Rundreise war eine abwechslungsreiche Mischung aus beeindruckenden Naturerlebnissen, entspannten Strandtagen, historischen Städten und kleinen Abenteuern. Durch die kurzen Fahrzeiten und mehrere Übernachtungen an einem Ort empfanden wir die Route auch mit Kindern als sehr angenehm. Trotzdem ist sie nicht für jede Art von Urlaub geeignet. Deshalb möchten wir euch unsere persönliche Einschätzung mitgeben.
- Familien mit Kindergarten- und Volksschulkindern
Unsere Kinder waren während der Reise 3 und 5 Jahre alt und hatten sowohl an den Wanderungen als auch an den Strandtagen und Stadtbesichtigungen große Freude. Mit einer guten Mischung aus Ausflügen und Erholung war die Route für dieses Alter ideal. - Familien mit Kleinkindern
Auch mit kleineren Kindern ist die Rundreise gut machbar. Für längere Wanderungen wie in Cavagrande würden wir allerdings eine Trage empfehlen, damit der Rückweg für alle entspannt bleibt. - Familien, die Abenteuer lieben
Wenn ihr gerne neue Orte entdeckt, durch Schluchten wandert, auf einen Vulkan fahrt und versteckte Buchten erkundet, seid ihr auf dieser Route genau richtig. Gerade diese Vielfalt hat unsere Reise so besonders gemacht. - Roadtrip-Fans
Die Route eignet sich perfekt für eine Rundreise mit dem Mietwagen. Die einzelnen Etappen sind angenehm kurz und unterwegs gibt es immer wieder schöne Plätze für spontane Zwischenstopps. - Naturliebhaber
Neben traumhaften Stränden haben uns vor allem die beeindruckenden Landschaften begeistert. Schluchten, Naturreservate, Wasserfälle und der Ätna machten jeden Tag zu einem neuen Erlebnis. - Genießer
Auch kulinarisch hat uns Sizilien begeistert. Ob Pizza, Pasta, frischer Fisch oder Gelato – das gute Essen gehörte für uns genauso zum Urlaub wie die vielen schönen Ausflüge.
Unsere persönliche Einschätzung
Wenn ihr einen klassischen Badeurlaub mit Hotelanlage und All-inclusive sucht, würden wir euch eher eine andere Art von Reise empfehlen. Diese Route richtet sich an Familien, die gerne mit dem Mietwagen unterwegs sind, Neues entdecken und Natur, Kultur und Strand miteinander verbinden möchten.
Genau diese Mischung aus Roadtrip, kleinen Abenteuern und entspannten Stunden am Meer hat unseren Sizilien-Urlaub für uns zu einer unvergesslichen Familienreise gemacht.
Häufige Fragen zu Sizilien mit Kindern (FAQ)
Lohnt sich Sizilien mit Kindern?
Ja, vor allem für Familien, die einen abwechslungsreichen Roadtrip mit Natur, Strand und Kultur suchen. Durch die kurzen Fahrstrecken und die vielen unterschiedlichen Ausflugsziele eignet sich Sizilien hervorragend für einen Familienurlaub mit Mietwagen.
Wie viele Tage sollte man für Sizilien einplanen?
Für unsere Route durch den Osten und Südosten würden wir mindestens 10 Tage empfehlen. So bleibt genügend Zeit für Ausflüge, entspannte Strandtage und spontane Zwischenstopps.
Ist ein Mietwagen auf Sizilien sinnvoll?
Definitiv. Viele unserer Highlights wie Cavagrande, die Alcantara-Schlucht oder kleinere Strände wären ohne Mietwagen nur schwer erreichbar. Für einen Roadtrip würden wir deshalb immer ein eigenes Auto empfehlen.
Wann ist die beste Reisezeit für Sizilien mit Kindern?
Für einen aktiven Familienurlaub würden wir den Frühling, den Frühsommer oder den Herbst empfehlen. Im Hochsommer können die Temperaturen für längere Wanderungen sehr anstrengend werden.
Welche Orte sollte man auf Sizilien mit Kindern nicht verpassen?
Zu unseren persönlichen Highlights zählen der Ätna, Cavagrande del Cassibile, die Alcantara-Schlucht, Ragusa, Syrakus sowie die traumhaften Strände im Südosten der Insel.
Ist Sizilien für einen Roadtrip mit Kindern geeignet?
Ja, sogar sehr. Die Fahrzeiten zwischen den einzelnen Stationen waren angenehm kurz und die abwechslungsreiche Landschaft sorgte dafür, dass unterwegs keine Langeweile aufkam.
Reichen 10 Tage für Sizilien?
Für den Osten und Südosten der Insel auf jeden Fall. Natürlich gibt es noch viele weitere sehenswerte Orte, doch wir konnten in zehn Tagen bereits unglaublich viel erleben, ohne ständig im Auto zu sitzen.
Ist Sizilien eher ein Strand- oder Naturreiseziel?
Für uns ganz klar beides. Gerade die Kombination aus traumhaften Stränden, beeindruckenden Schluchten, dem Ätna und den historischen Altstädten macht den besonderen Reiz der Insel aus.


Würden wir diese Route wieder so wählen?
Ja, ohne zu überlegen. Die Mischung aus Natur, Kultur und Strand hat für unsere Familie perfekt gepasst. Lediglich Taormina hätten wir gerne noch besucht – dafür hat unsere Zeit leider nicht mehr gereicht.
Unser Fazit zu unserem Roadtrip durch Sizilien mit Kindern
Wenn uns heute jemand fragen würde, ob wir Sizilien mit Kindern empfehlen können, müssten wir nicht lange überlegen: Ja, absolut!
Die Insel hat uns in vielerlei Hinsicht überrascht. Natürlich hatten wir mit schönen Stränden, gutem Essen und dem Ätna gerechnet. Was wir aber nicht erwartet hätten, war diese unglaubliche Vielfalt auf so engem Raum. Innerhalb weniger Tage wanderten wir durch beeindruckende Schluchten, standen auf Europas höchstem aktiven Vulkan, erkundeten barocke Altstädte und entdeckten traumhafte Badebuchten mit glasklarem Wasser.
Besonders gefallen hat uns, dass sich all diese Erlebnisse problemlos miteinander verbinden ließen. Dank der kurzen Fahrzeiten blieb trotz der vielen Highlights genügend Zeit zum Entspannen – sei es am Pool unserer Unterkünfte oder bei einem gemütlichen Abendessen in einer der wunderschönen Altstädte.
Würden wir etwas anders machen? Eigentlich nur eine Sache: Wir würden ein paar Tage länger bleiben. Gerne hätten wir auch Taormina noch besucht, doch dafür reichte unsere Zeit leider nicht mehr. Das ist definitiv ein Grund, irgendwann noch einmal nach Sizilien zurückzukehren.
Für einen klassischen Strandurlaub würden wir persönlich wahrscheinlich ein anderes Reiseziel wählen. Wenn ihr aber – genau wie wir – gerne mit dem Mietwagen unterwegs seid, neue Orte entdeckt und Natur, Kultur und entspannte Strandtage miteinander verbinden möchtet, dann ist Sizilien aus unserer Sicht ein fantastisches Reiseziel für Familien.
Für uns zählt dieser Roadtrip definitiv zu den schönsten Familienreisen der letzten Jahre – und wir sind uns sicher, dass es nicht unser letzter Besuch auf dieser faszinierenden Insel war.
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