Soča-Tal mit Kindern: Die schönsten Highlights & unsere Erfahrungen

Türkisgrüne So?a zwischen Felsen und bewaldeten Berghängen im So?a-Tal

Türkisblaues Wasser, beeindruckende Schluchten und kurze Wanderungen machen das Soča-Tal zu einem der schönsten Ausflugsziele für Familien in Slowenien. Wir zeigen euch unsere persönlichen Highlights und verraten, welche Sehenswürdigkeiten wir beim nächsten Besuch unbedingt noch entdecken möchten.

Das erwartet euch in diesem Beitrag:

Dieser Beitrag ist Teil unseres großen Reiseberichts Slowenien mit Kindern. Dort findet ihr unsere komplette Route durch das Soča-Tal, Bohinj und Bled sowie viele weitere Tipps für euren Familien-Roadtrip.

Das Soča-Tal mit Kindern – lohnt sich ein Besuch?

Ja – aus unserer Sicht gehört das Soča-Tal zu den schönsten Regionen Sloweniens für Familien. Uns haben vor allem die kurzen Entfernungen zwischen den einzelnen Sehenswürdigkeiten begeistert. Innerhalb weniger Minuten wechselt die Landschaft von beeindruckenden Schluchten zu türkisfarbenen Flüssen und kleinen Wasserfällen. Dadurch mussten unsere Kinder nie lange im Auto sitzen und wir konnten mehrere Highlights an einem Tag miteinander verbinden.

Besonders schön fanden wir, dass man die Natur hier nicht nur ansehen, sondern auch erleben kann. Unsere Kinder bauten am Flussufer Steintürme, planschten im eiskalten Wasser und entdeckten immer wieder kleine Plätze direkt an der Soča. Genau diese einfachen Momente sind uns von unserem Roadtrip besonders in Erinnerung geblieben.

Wer allerdings einen klassischen Freizeitpark oder viele Spielplätze erwartet, wird hier eher enttäuscht sein. Das Soča-Tal lebt von seiner spektakulären Natur. Gerade Familien, die gerne draußen unterwegs sind, kommen hier voll auf ihre Kosten.

Soča-Tal im Überblick

Land: Slowenien
Geeignet für: Familien mit Kindern
Empfohlene Dauer: 2 bis 4 Tage
Beste Reisezeit: Mai bis September
Kinderwagen: Nur teilweise geeignet
Kindertrage: Für einige Wanderungen empfehlenswert
Baden möglich: Ja, an ausgewählten Stellen entlang der Soča
Parkplätze: An den meisten Sehenswürdigkeiten vorhanden (teilweise kostenpflichtig)
Unsere Highlights: Große Soča-Tröge, Wasserfall Virje und Baden an der Soča

Kurzfazit: Das Soča-Tal ist perfekt für Familien, die gerne draußen unterwegs sind. Die kurzen Wege zwischen den Highlights und die beeindruckende Natur machen die Region zu einem idealen Ziel für zwei bis drei entspannte Urlaubstage.

Warum eignet sich das Soča-Tal so gut für Familien?

Das Soča-Tal liegt im Nordwesten Sloweniens am Rande des Triglav-Nationalparks und zählt zu den bekanntesten Naturregionen des Landes. Die Soča entspringt in den Julischen Alpen und ist vor allem für ihre außergewöhnliche türkisgrüne Farbe bekannt.

Was uns besonders gefallen hat: Viele Sehenswürdigkeiten liegen nur wenige Kilometer voneinander entfernt. Dadurch konnten wir unseren Tag ganz entspannt gestalten und mussten nie lange fahren.

Auch wenn viele Familien zum Wandern ins Soča-Tal kommen, muss man keine anspruchsvollen Bergtouren unternehmen. Viele Highlights erreicht ihr bereits nach wenigen Gehminuten. Für unsere Kinder war das ideal. Nach einer kurzen Wanderung blieb noch genügend Zeit zum Spielen am Wasser oder für eine kleine Jause direkt am Fluss.

Die schönsten Highlights im Soča-Tal auf einen Blick

HighlightZeitbedarfUnsere Empfehlung
Wasserfall Virje30–45 MinutenFrüh am Morgen besonders schön
Große Soča-Tröge1–2 Stunden⭐ Unser persönliches Highlight
Baden an der SočaflexibelZeit für eine Badepause einplanen
Most na Soči30–60 MinutenSchöner Zwischenstopp
Kozjak-Wasserfallca. 1–1,5 StundenFürs nächste Mal vorgemerkt
Tolminer Klammca. 1,5–2 StundenFürs nächste Mal vorgemerkt
Boka-Wasserfallca. 30–45 Minuten*Fürs nächste Mal vorgemerkt

*Zeitangabe für den Weg zum ersten Aussichtspunkt und retour.

Unsere Erfahrungen im Soča-Tal mit Kindern

Das Soča-Tal war die erste Station unseres einwöchigen Slowenien-Roadtrips. Eigentlich wollten wir nach unserer Zwischenübernachtung in Italien zuerst die Laghi di Fusine besuchen. Da uns am Morgen Regen erwartete, änderten wir unsere Route spontan und fuhren direkt nach Slowenien weiter. Rückblickend war das genau die richtige Entscheidung, denn schon wenige Kilometer später zeigte sich das Wetter von seiner besseren Seite.

Unser erster Halt war der Wasserfall Virje. Da wir bereits früh am Morgen ankamen, hatten wir den Wasserfall fast für uns allein. Erst als wir uns wieder auf den Rückweg machten, trafen weitere Leute ein. Wenn ihr euren Besuch flexibel planen könnt, würden wir deshalb unbedingt die Morgenstunden empfehlen.

Danach ging es weiter zu den Großen Soča-Trögen, die für uns das absolute Highlight der gesamten Region waren. Das intensive Türkis des Wassers wirkt fast unwirklich und ließ uns immer wieder stehen bleiben, um die Aussicht zu genießen.

Am Nachmittag suchten wir uns einen ruhigen Platz direkt am Fluss. Wir fuhren die Markise unseres umgebauten VW Multivans aus, kochten Mittagessen und verbrachten mehrere Stunden an der Soča. Während unsere Kinder mit Steinen spielten und am Ufer planschten, wagten auch wir den Sprung ins Wasser. Ehrlich gesagt kostete das anfangs etwas Überwindung. Selbst an einem heißen Sommertag ist die Soča eiskalt – aber die Erfrischung war einfach herrlich.

Den Abend verbrachten wir schließlich am Kamp Šiber in Tolmin, wo unsere Kinder noch lange am Fluss Tolminka spielten. Gerade dieser entspannte Tagesabschluss machte den Ausflug für uns perfekt.

Unsere Erfahrungen mit dem Campingplatz findet ihr im Beitrag Campingplätze in Slowenien mit Kindern.

Rückblickend würden wir heute sogar zwei oder drei Nächte im Soča-Tal einplanen. So hätten wir noch genügend Zeit gehabt, weitere Sehenswürdigkeiten wie den Kozjak-Wasserfall oder die Tolminer Klamm zu besuchen, die wir bei dieser Reise leider nicht mehr geschafft haben.

Wasserfall Virje – klein, aber wunderschön

Der Wasserfall Virje war unser erster Stopp im Soča-Tal und hätte für den Start unserer Reise kaum schöner sein können.

Mit einer Fallhöhe von rund 12 Metern ist er zwar nicht besonders hoch, dafür beeindruckt er mit seiner idyllischen Lage mitten im Wald. Das Wasser fließt breit über eine moosbewachsene Felswand in einen smaragdgrünen Naturpool, der von dichtem Grün umgeben ist. Gerade in den Morgenstunden, wenn noch wenig los ist und die Sonnenstrahlen nur langsam durch die Bäume fallen, wirkt dieser Ort fast märchenhaft.

Fakten zum Wasserfall Virje:

  • Gehzeit: Etwa 5 bis 10 Minuten ab dem Parkplatz.
  • Schwierigkeit: Sehr leicht. Der Weg ist kurz und einfach begehbar, lediglich das letzte Stück verläuft leicht bergab.
  • Kinderwagen: Bedingt geeignet. Mit einem geländetauglichen Kinderwagen ist der Weg grundsätzlich machbar, durch den unbefestigten Untergrund ist eine Trage aber oft die bequemere Wahl.
  • Trage: Für Kleinkinder praktisch, aber nicht zwingend notwendig. Da der Weg sehr kurz ist, können die meisten Kinder ihn selbst gehen.
  • Parkplätze: Kostenpflichtiger Parkplatz direkt beim Zugang zum Wasserfall. Von dort sind es nur wenige Gehminuten bis zum Aussichtspunkt. Die Zufahrt ist für Wohnmobile und Busse eingeschränkt.
  • Baden: Nein, im Naturpool unter dem Wasserfall nicht erlaubt. Der Bereich steht unter Naturschutz und soll dadurch langfristig erhalten bleiben.
  • Beste Besuchszeit: Früh am Morgen. Aus unserer Erfahrung ist der Wasserfall dann besonders ruhig und ihr könnt die idyllische Atmosphäre genießen, bevor die meisten Besucher eintreffen.

Unsere Erfahrung: Wasserfall Virje mit Kindern

Wir waren gegen 8:30 Uhr am Wasserfall und hatten diesen besonderen Ort für uns allein. Die ruhige Atmosphäre, das sanfte Plätschern des Wassers und die idyllische Kulisse machten den Besuch für uns zu einem perfekten Start in unseren Roadtrip durch Slowenien.

Da wir eine kleine Jause dabeihatten, suchten wir uns ein gemütliches Plätzchen mit Blick auf den Wasserfall und genossen dort ganz entspannt unser Frühstück. Während wir die Aussicht auf den smaragdgrünen Naturpool genossen, erkundeten unsere Kinder die Umgebung und beobachteten fasziniert das herabstürzende Wasser. Gerade diese ruhigen Momente mitten in der Natur sind uns von unserem Besuch besonders in Erinnerung geblieben.

Erst als wir uns wieder auf den Rückweg zum Parkplatz machten, kamen nach und nach weitere Besucher dazu. Deshalb würden wir den Wasserfall auch beim nächsten Mal wieder möglichst am frühen Vormittag besuchen.

Der kurze Spaziergang vom Parkplatz eignet sich auch für Familien mit kleineren Kindern und lässt sich ideal mit einem Besuch der Großen Soča-Tröge verbinden, die nur etwa 20 Fahrminuten entfernt liegen.

Große Soča-Tröge – unser absolutes Highlight im Soča-Tal

Wenn uns jemand nach dem schönsten Ort im Soča-Tal fragen würde, müssten wir nicht lange überlegen: Für uns waren die Großen Soča-Tröge (Velika korita Soče) das beeindruckendste Naturhighlight unserer Reise.

Schon nach den ersten Metern am Wanderweg waren wir begeistert. Das glasklare Wasser schimmert je nach Sonneneinstrahlung in Türkis-, Smaragd- und Blautönen und hat sich über Jahrtausende bis zu rund 15 Meter tief in den Kalkstein eingegraben. Gerade an sonnigen Tagen wirken die Farben fast unwirklich.

Fakten zu den Großen Soča-Trögen:

  • Gehzeit: 30–60 Minuten für den Besuch der Großen Soča-Tröge mit mehreren Aussichtspunkten. Wer die gesamte Soča-Wanderung weitergeht, benötigt ca. 1,5 Stunden.
  • Schwierigkeit: Leicht. Der markierte Waldweg ist gut begehbar, bei Nässe können einzelne Stellen rutschig sein.
  • Kinderwagen: Eher nicht. Der Weg verläuft über Naturboden mit Wurzeln und Steinen und ist nicht kinderwagentauglich.
  • Trage: Ja, empfohlen für kleinere Kinder, wenn man mehrere Aussichtspunkte besuchen möchte.
  • Parkplätze: Ja, mehrere Parkplätze am Zugang zu den Großen Soča-Trögen (teilweise kostenpflichtig).
  • Baden: Ja, an den Badeplätzen unterhalb der Großen Soča-Tröge. In der eigentlichen Schlucht ist Baden aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt.
  • Schatten: Großteils vorhanden. Der Weg führt überwiegend durch Wald entlang der Schlucht, einzelne Aussichtspunkte liegen in der Sonne.

Unsere Erfahrung: Große Soča-Tröge mit Kindern

Wir spazierten ein Stück entlang der Großen Soča-Tröge und genossen die beeindruckenden Ausblicke auf das glasklare, türkisfarbene Wasser. Schon auf den ersten Metern wurde uns klar, warum dieser Ort zu den bekanntesten Naturhighlights Sloweniens zählt.

Den gesamten Wanderweg sind wir allerdings nicht gegangen. Mit unseren damals drei- und fünfjährigen Kindern wollten wir den Tag bewusst entspannt gestalten und lieber noch Zeit am Fluss verbringen.

Nach unserem Spaziergang fuhren wir deshalb ein kleines Stück weiter entlang der Soča und fanden einen ruhigen Platz direkt am Ufer. Rückblickend würden wir beim nächsten Mal mehr Zeit einplanen, um den Wanderweg entlang der Großen Soča-Tröge noch weiter zu erkunden. Gleichzeitig würden wir aber auf keinen Fall auf den entspannten Nachmittag am Fluss verzichten – genau diese Mischung aus kurzer Wanderung und Zeit in der Natur machte diesen Ausflug für uns zu einem der schönsten Erlebnisse im Soča-Tal.

Baden an der Soča – eiskalt, aber unvergesslich

Für unsere Kinder war das Baden wahrscheinlich sogar das eigentliche Highlight des Tages. Immer wieder fanden wir kleine Zugänge zum Fluss, an denen man direkt ans Wasser gelangt. Während unsere Kinder mit Steinen bauten und am Ufer spielten, konnten wir einfach die beeindruckende Kulisse genießen.

Die Soča ist allerdings selbst im Hochsommer richtig kalt. Der Fluss wird von zahlreichen Gebirgsquellen gespeist und erreicht im Sommer meist nur etwa 8 bis 12 Grad Celsius. Der erste Schritt ins Wasser kostete uns daher schon etwas Überwindung.

Zum Glück hatten wir für unsere Kinder Neoprenanzüge eingepackt. Da sie – genau wie ihre Mama 😉 – beim Baden eher kälteempfindlich sind, konnten sie so deutlich länger im Wasser spielen und den Nachmittag an der Soča richtig genießen. Im Nachhinein würden wir die Neoprenanzüge jederzeit wieder mitnehmen.


Packt neben Badesachen und Wasserschuhen auch Neoprenanzüge ein, wenn eure Kinder schnell frieren. Viele der schönsten Plätze zum Baden entdeckt ihr ganz spontan entlang der Straße – und mit der richtigen Ausrüstung macht das eiskalte Wasser gleich viel mehr Spaß.

Most na Soči – ein schöner Zwischenstopp am türkisfarbenen See

Bevor wir unsere Reise zum Bohinj-See fortsetzten, machten wir noch einen kurzen Abstecher nach Most na Soči. Der kleine Ort liegt am Zusammenfluss der Soča und der Idrijca und ist vor allem für seinen türkisfarbenen Stausee bekannt. Durch das aufgestaute Wasser wirkt die Landschaft hier deutlich ruhiger als an den wilden Flussabschnitten weiter oberhalb im Soča-Tal.

Wir spazierten ein Stück entlang des Wassers, genossen die ruhige Atmosphäre und ließen den Blick über den See schweifen. Nach den beeindruckenden Schluchten, Wasserfällen und dem eiskalten Fluss war dieser Stopp ein schöner Kontrast und ein entspannter Abschluss unseres Aufenthalts im Soča-Tal.

Wer etwas mehr Zeit mitbringt, kann den See auch bei einer Bootsfahrt erkunden oder an der Uferpromenade verweilen. Gerade an sonnigen Tagen spiegelt sich die umliegende Berglandschaft wunderschön im Wasser und macht den Ort zu einem beliebten Fotomotiv.

Auch mit dem SUP lässt sich der ruhige Stausee erkunden. Ein beliebter Einstieg befindet sich beim Strand von Modrej. Da wir unser SUP bei diesem kurzen Besuch allerdings nicht ausgepackt haben, können wir dazu keine eigene Erfahrung teilen.

Wer lieber mit dem Fahrrad unterwegs ist, kann die Umgebung auf dem Radweg zwischen Tolmin, Modrej und Most na Soči erkunden. Die Strecke verläuft teilweise direkt entlang der Soča und des Stausees. Einen durchgehend ufernahen Rundweg um den gesamten See solltet ihr jedoch nicht erwarten.

Unsere Erfahrung: Most na Soči mit Kindern

Für einen halben oder ganzen Urlaubstag würden wir Most na Soči persönlich nicht einplanen. Als kurzer Zwischenstopp hat uns der Ort aber sehr gut gefallen und war für uns ein gelungener Abschluss, bevor wir über die Passstraße weiter zum Bohinj-See fuhren. Wer ohnehin durch die Region fährt, sollte sich die 30 bis 60 Minuten für einen Spaziergang am See auf jeden Fall gönnen.

Weitere Highlights im Soča-Tal

Bei einer Woche Urlaub in Slowenien hätten wir gerne noch weitere Sehenswürdigkeiten im Soča-Tal besucht. Leider reichte unsere Zeit dafür nicht aus. Gerade deshalb stehen diese Ausflugsziele ganz oben auf unserer Liste für den nächsten Slowenien-Roadtrip.

Kozjak-Wasserfall

Den Kozjak-Wasserfall haben wir bei unserem Roadtrip leider nicht mehr besucht. Im Nachhinein würden wir dafür aber unbedingt einen halben Tag einplanen. Der rund 15 Meter hohe Wasserfall liegt in einer nahezu geschlossenen Felskammer und stürzt in einen smaragdgrünen Naturpool. Gerade diese außergewöhnliche Kulisse macht ihn zu einem der bekanntesten Wasserfälle Sloweniens. Er ist über den Kobarider Historischen Wanderweg erreichbar. Der rund 30-minütige Zustieg gilt als einfach und ist laut offizieller Tourismusinformation auch für Familien gut geeignet. Für Familien mit kleineren Kindern würden wir trotzdem eine Trage einplanen. Vom Baden im Naturpool unter dem Wasserfall wird abgeraten, um dieses geschützte Naturdenkmal zu bewahren.

Tolminer Klamm

Auch die Tolminer Klamm haben wir bei unserem Roadtrip ausgelassen. Rückblickend würden wir dafür einen zusätzlichen Urlaubstag einplanen. Die Tolminer Klamm gilt als niedrigster Einstiegspunkt in den Triglav-Nationalpark. Der Rundweg führt durch die beeindruckenden Schluchten der Tolminka und Zadlaščica. Zu den Highlights zählen die spektakuläre Teufelsbrücke, enge Felsschluchten sowie der Zusammenfluss der beiden Flüsse. Außerdem befindet sich hier mit rund 180 Metern Seehöhe der tiefste Punkt des Triglav-Nationalparks. Da der etwa zwei Kilometer lange Rundweg rund 500 Stufen umfasst, ist die Klamm mit Kinderwagen nicht geeignet. Für kleinere Kinder empfiehlt sich eine Kindertrage.

Boka-Wasserfall

Den Boka-Wasserfall haben wir bei unserem Roadtrip zwar nicht mehr besucht, beim nächsten Mal steht er aber ganz oben auf unserer Liste. Mit einer Gesamthöhe von 144 Metern zählt er zu den größten Wasserfällen Sloweniens und gilt gleichzeitig als der wasserreichste des Landes. Schon von der Straße zwischen Bovec und Žaga solltet ihr einen beeindruckenden Blick auf den Wasserfall haben.

Unsere Tipps für euren Besuch im Soča-Tal mit Kindern

Nach unserem Roadtrip würden wir einiges genauso wieder machen – manches würden wir aber auch anders planen. Diese Tipps basieren auf unseren eigenen Erfahrungen und haben uns den Aufenthalt im Soča-Tal deutlich angenehmer gemacht.

  • Früh starten lohnt sich
    Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten wie der Wasserfall Virje oder die Großen Soča-Tröge werden besonders in den Sommermonaten schnell gut besucht. Wir waren bereits am frühen Vormittag unterwegs und konnten beide Highlights noch in angenehmer Ruhe erleben. Gerade wenn ihr mit Kindern reist, ist das aus unserer Sicht die entspannteste Tageszeit.
  • Nehmt Badesachen und Wasserschuhe mit
    Auch wenn ihr keine längere Badepause geplant habt, solltet ihr Badesachen unbedingt einpacken. Entlang der Soča gibt es immer wieder kleine Zugänge zum Wasser, die sich spontan für eine Abkühlung anbieten. Wasserschuhe sind dabei sehr hilfreich, da viele Uferbereiche steinig sind.
  • Für kälteempfindliche Kinder können Neoprenanzüge sinnvoll sein
    Die Soča ist selbst im Hochsommer eiskalt. Da unsere Kinder – genau wie ihre Mama 😉 – beim Baden schnell frieren, hatten wir Neoprenanzüge eingepackt. Dadurch konnten sie deutlich länger im Wasser spielen und den Nachmittag am Fluss richtig genießen. Für uns hat sich das auf jeden Fall gelohnt.
  • Plant genügend Zeit für die einzelnen Highlights ein
    Eigentlich wollten wir die Großen Soča-Tröge nur kurz besichtigen. Schlussendlich verbrachten wir aber mehrere Stunden an der Soča, weil unsere Kinder am Fluss spielen wollten und wir die traumhafte Landschaft einfach genossen haben. Rückblickend würden wir deshalb lieber weniger Programmpunkte einplanen und dafür mehr Zeit an den einzelnen Orten verbringen.
  • Campingplätze in der Hauptsaison früh reservieren
    Gerade Ende Juli und Anfang August waren viele Campingplätze im Soča-Tal bereits gut ausgelastet. Obwohl wir gerne spontan reisen, würden wir unsere Unterkunft beim nächsten Mal zumindest in der Hauptsaison vorab reservieren. So bleibt mehr Zeit zum Entdecken und weniger Stress bei der Stellplatzsuche.

FAQ: Soča-Tal mit Kindern

Lohnt sich das Soča-Tal mit Kindern?

Ja, aus unserer Sicht ist das Soča-Tal eines der schönsten Reiseziele für Familien in Slowenien. Besonders gut gefallen haben uns die kurzen Wege zwischen den einzelnen Sehenswürdigkeiten, die beeindruckende Natur und die vielen Möglichkeiten, Zeit am Wasser zu verbringen. Wer gerne wandert, badet und die Natur entdeckt, wird das Soča-Tal lieben.

Wie viele Tage sollte man für das Soča-Tal einplanen?

Wir haben rund eineinhalb Tage im Soča-Tal verbracht. Rückblickend würden wir zwei bis vier Tage einplanen. So bleibt genügend Zeit für die Großen Soča-Tröge, den Wasserfall Virje und weitere Highlights wie den Kozjak-Wasserfall oder die Tolminer Klamm.

Welche Sehenswürdigkeiten im Soča-Tal eignen sich besonders für Familien?

Unsere persönlichen Highlights waren die Großen Soča-Tröge und der Wasserfall Virje. Beide sind auch mit kleineren Kindern gut erreichbar. Außerdem können wir einen Stopp in Most na Soči empfehlen. Für unseren nächsten Besuch stehen außerdem der Kozjak-Wasserfall, die Tolminer Klamm und der Boka-Wasserfall auf unserer Liste.

Kann man im Soča-Tal baden?

Ja, an vielen Stellen entlang der Soča gibt es kleine Zugänge zum Wasser. Allerdings ist der Fluss selbst im Hochsommer sehr kalt und erreicht meist nur etwa 8 bis 12 °C. Gerade für Kinder können deshalb Neoprenanzüge sinnvoll sein. In einigen geschützten Naturbereichen, etwa direkt unter bestimmten Wasserfällen, ist Baden jedoch nicht erlaubt oder wird ausdrücklich nicht empfohlen.

Ist das Soča-Tal mit Kinderwagen geeignet?

Das kommt auf das Ausflugsziel an. Der Wasserfall Virje ist über einen kurzen Weg erreichbar und mit einem geländetauglichen Kinderwagen bedingt möglich. Für die Großen Soča-Tröge oder die Tolminer Klamm würden wir dagegen eine Trage empfehlen, da die Wege über Naturboden und teilweise über viele Stufen führen.

Wann ist die beste Reisezeit für das Soča-Tal?

Besonders gut eignet sich die Zeit von Mai bis September. Im Hochsommer laden die Flüsse und Badestellen zwar zur Abkühlung ein, gleichzeitig sind die bekanntesten Sehenswürdigkeiten deutlich stärker besucht. Wir würden deshalb gerade in der Hauptsaison möglichst früh am Tag starten.

Wo übernachtet man am besten im Soča-Tal?

Wir haben im Kamp Šiber in Tolmin übernachtet und waren mit der ruhigen Lage direkt an der Tolminka sehr zufrieden. Der Campingplatz war für uns ein idealer Ausgangspunkt, um die Highlights im Soča-Tal zu erkunden. Wenn ihr im Sommer reist, empfehlen wir euch allerdings, euren Campingplatz möglichst früh zu reservieren.

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