Balkan-Roadtrip mit Kindern: 17 Tage mit dem VW Bus

Blick auf die eindrucksvollen Felswände des Osum Canyon während unseres Balkan-Roadtrips mit Kindern

Unser Balkan Roadtrip mit Kindern war eine dieser Reisen, bei denen wir vorher zwar eine grobe Richtung im Kopf hatten, aber vieles erst unterwegs entschieden. Mit unserem VW Bus starteten wir Mitte Juli in Österreich und fuhren über Bosnien und Herzegowina nach Montenegro und Albanien. Zurück ging es entlang der Küste über Montenegro und Kroatien – mit einem letzten besonderen Stopp in Slowenien.

17 Tage waren wir unterwegs, unsere Kinder waren fünf und sieben Jahre alt und den Großteil der Strecke reisten wir gemeinsam mit einer befreundeten Familie, ebenfalls im VW California. Vorgebucht hatten wir fast nichts. Nur zwei Unterkünfte standen vor Reisebeginn fest – und ausgerechnet eine davon würden wir heute nicht mehr buchen.

Gerade diese Spontanität machte die Reise für uns aber besonders. Mal standen wir mit dem Camper direkt an einem See, mal an einem Fluss, zwischendurch gönnten wir uns eine Unterkunft und ein bisschen Komfort. Wir entdeckten Städte wie Mostar, Gjirokastra, Berat und Kotor, paddelten mit dem SUP durch traumhafte Landschaften und verbrachten einen Abend beim Osum Canyon, der am Ende zu unserem absoluten Highlight der gesamten Reise wurde.

Nicht alles war perfekt. Manche Sanitäranlagen waren gewöhnungsbedürftig, an der Küste gefiel es uns deutlich weniger als im Landesinneren und unser vorab gebuchtes Hotel in Vlora war ein echter Reinfall. Genau deshalb erzählen wir in diesem Reisebericht nicht nur von den schönen Seiten, sondern auch davon, was schwierig war und was wir beim nächsten Balkan-Roadtrip anders machen würden.

Balkan Roadtrip mit Kindern auf einen Blick

Reiseziel: Balkan – Bosnien & Herzegowina, Montenegro, Albanien, Kroatien
Reisezeit: Juli
Reisedauer: 17 Tage
Kinder: 5 & 7 Jahre
Reiseart: Roadtrip im VW Bus
Unterkünfte: Campingplätze, Stellplätze & ausgewählte Unterkünfte
Vorgebucht: Nur 2 Unterkünfte
Unsere Highlights: Osum Canyon, Shkodra-See, Vjosa, Berat & Zrmanja
Geeignet für: Familien, die Natur, Roadtrips und spontane Stopps lieben

Kurzfazit: Für uns war der Balkan perfekt für einen abwechslungsreichen Roadtrip zwischen Seen, Flüssen, Städten und Küste – das Landesinnere gefiel uns dabei deutlich besser als die touristischen Küstenorte.

Hinweis: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Wenn ihr über einen dieser Links bucht oder einkauft, unterstützt ihr unseren Blog – für euch entstehen dabei selbstverständlich keine Mehrkosten.

Warum lohnt sich ein Balkan Roadtrip mit Kindern?

Für uns lag der Reiz dieser Reise vor allem in der Abwechslung. Innerhalb weniger Tage wechselten wir zwischen historischen Städten, Berglandschaften, glasklaren Flüssen, großen Seen und der Adriaküste. Trotzdem mussten wir nicht jeden Tag ein fixes Programm abarbeiten, sondern konnten unsere Route unterwegs immer wieder anpassen.

Besonders gut gefiel uns das Landesinnere. Dort fanden wir viele ruhige Campingplätze direkt an Seen oder Flüssen, deutlich weniger Trubel und teilweise überraschend günstige Preise. Gerade Orte wie der Ramsko Jezero, die Vjosa oder der Osum Canyon entsprachen genau der Art zu reisen, die wir mögen: viel Natur, wenig touristischer Trubel und zahlreiche Möglichkeiten zum Baden in Flüssen und Seen.

Auch die Straßen waren insgesamt besser, als wir vor der Reise erwartet hatten. Wir fühlten uns während der gesamten Reise sicher und erlebten die Menschen als freundlich und hilfsbereit. Gleichzeitig sollte man wissen, dass Kartenzahlung nicht überall selbstverständlich ist und Sauberkeit – sowohl bei manchen Sanitäranlagen als auch beim Thema Müll – nicht überall unseren gewohnten Standard erreicht hat.

Unsere Route durch den Balkan mit Kindern

Unsere Route hatten wir vor der Reise nur grob im Kopf – vieles entschieden wir spontan unterwegs. Von Österreich ging es zunächst nach Bosnien und Herzegowina, weiter durch Montenegro bis nach Albanien, wo wir vom Shkodra-See zunächst Richtung Küste und später wieder ins Landesinnere fuhren. Zurück führte uns die Reise über Kotor und Kroatien bis zu unserem letzten Stopp in Slowenien. Gerade weil wir nur wenig vorgebucht hatten, konnten wir unterwegs länger bleiben, wenn es uns besonders gut gefiel, oder unsere Pläne auch kurzfristig ändern. Genau diese Freiheit war für uns einer der größten Vorteile dieses Roadtrips.

Unsere Route auf einen Blick:
📍Pliva Wasserfall & Pliva Seen inklusive Wassermühlen 📍Ramsko Jezero 📍Mostar 📍Stolac
📍Nikšic 📍 Niagara Falls 📍Lake Shkodra 📍Vlora 📍Piqeras 📍Saranda 📍Gjirokastra
📍Berat 📍Osum Canyon 📍Golem 📍Koman-See 📍Kotor 📍Orašac
📍Zrmanja 📍Maribor

Unser Start in Bosnien: Jajce, Pliva-Seen und Ramsko Jezero

Unser erster längerer Abschnitt führte uns durch Bosnien und Herzegowina. Nach der Abfahrt am Abend übernachteten wir zunächst am Campingplatz Jablan. Für uns war er vor allem ein praktischer Zwischenstopp auf dem Weg Richtung Süden. Der Platz liegt direkt an einem Fluss, es gilt freie Platzwahl und die Sanitäranlagen waren sauber. So konnten die Kinder, bevor wir am nächsten Morgen weiterfuhren, noch kurz im Wasser plantschen und wir hatten Zeit, in Ruhe alles abzubauen und zusammenzupacken. Für eine Zwischenübernachtung würden wir ihn wieder wählen.

Jajce und der Pliva-Wasserfall

Unser erster richtiger Besichtigungsstopp war Jajce. Dort wollten wir vor allem den bekannten Pliva-Wasserfall sehen. Bis wir den richtigen Zugang zur Plattform gefunden hatten, dauerte es allerdings ein bisschen. Der Eintritt kam uns mit rund 20 Euro für unsere Familie nicht gerade günstig vor. Trotzdem würden wir den Wasserfall wieder besuchen, wenn wir schon in Jajce sind.

Vor allem unten auf der Plattform erlebt man den Wasserfall noch einmal ganz anders als von einem Aussichtspunkt weiter oben. Das Wasser rauschte mit enormer Kraft vor uns in die Tiefe und die feine Gischt sorgte an diesem richtig heißen Sommertag für eine willkommene Abkühlung. Gerade dieses Gefühl für die Kraft des Wassers hätten wir von weiter weg wahrscheinlich nicht gehabt.

Anschließend fuhren wir noch zu den Pliva-Wassermühlen und den Pliva-Seen. Besonders den Kindern gefiel es dort, zwischen den kleinen Mühlen herumzuklettern und sich immer wieder am Wasser abzukühlen. Für ein richtiges Bad im See blieb uns diesmal keine Zeit, denn wir wollten noch weiter zu unserem nächsten Übernachtungsplatz.

Übernachten direkt am Ramsko Jezero

Am Ramsko Jezero entschieden wir uns spontan für das Kamp Markešić – und genau solche Plätze waren später einer der Gründe, warum uns das Landesinnere auf dieser Reise so gut gefiel.

Der Campingplatz ist auf mehreren Ebenen angelegt und wir bekamen einen Platz ganz unten direkt am Wasser. Es war wenig los und der See hatte für uns eine angenehme Badetemperatur. Nach einem Tag mit mehreren Stopps war es genau das, was wir brauchten: ankommen, nichts mehr besichtigen müssen und einfach den Abend am See genießen.

Rückblickend war der Ramsko Jezero einer der Stopps, auf die wir uns schon vor der Reise gefreut hatten. Welcher Campingplatz es werden würde, hatten wir allerdings nicht geplant – und mit dem Kamp Markešić hatten wir richtig Glück. Die ruhige Lage direkt am Wasser, die entspannte Atmosphäre und die Möglichkeit, jederzeit in den See zu springen, machten den Aufenthalt für uns zu einem richtig schönen Start in unseren Balkan-Roadtrip.

Mostar und Stolac: Stadtbummel bei Hitze und Camping am Fluss

Am nächsten Vormittag verließen wir den Ramsko Jezero und fuhren weiter Richtung Süden. Einen Zwischenstopp in Mostar hatten wir zwar eingeplant, bei den Temperaturen an diesem Tag waren wir uns dann aber plötzlich gar nicht mehr so sicher. Es war richtig heiß und die Vorstellung, in der Mittagshitze durch eine Stadt zu laufen, war zunächst nicht besonders verlockend. Am Ende entschieden wir uns trotzdem dafür – und waren froh darüber.

Natürlich wollten wir vor allem die berühmte Brücke von Mostar sehen. Eine besonders schöne Perspektive darauf hatten wir im Cafe Terrace Pasha, das mit seinem Blick auf die Brücke wirbt. Und der war tatsächlich richtig gut. Von unserem Platz aus konnten wir sogar beobachten, wie von der Brücke beziehungsweise dem Sprungbereich ins Wasser gesprungen wurde.

Auch die Altstadt mit ihren engen Gassen gefiel uns richtig gut. Wegen der großen Hitze hielten wir unseren Besuch allerdings eher kurz. Wenn wir noch einmal nach Mostar kommen, würden wir die Stadt gerne am späteren Nachmittag oder Abend erleben, wenn die Temperaturen angenehmer sind und man sich mehr Zeit für die Altstadt nehmen kann.

Zwei Nächte bei Stolac – Camping direkt am Fluss

Nach unserem Stadtstopp ging es weiter Richtung Stolac, wo wir für zwei Nächte auf dem Campingplatz Heaven in Nature blieben. Den Tipp für diesen Platz hatten wir übrigens bei Nunu reist entdeckt – und er passte genau zu dem, was wir auf dieser Reise suchten.

Der Campingplatz liegt direkt am Fluss und die Kulisse fanden wir sehr schön. Es gibt ein Restaurant und gemütliche Sitzmöglichkeiten direkt am Wasser – für uns genau die richtige Abwechslung nach dem heißen Zwischenstopp in Mostar.

Nach zwei Nächten bei Stolac packten wir wieder zusammen und machten uns auf den Weg Richtung Montenegro. Bevor wir die Gegend verließen, schauten wir uns noch den Wasserfall Pjene an, der nur ein paar Gehminuten entfernt vom Campinglatz Heaven in Nature liegt. Im Nachhinein hätten wir dort eigentlich schon während unseres Aufenthalts hinspazieren sollen, statt den Besuch erst bei der Weiterfahrt einzuplanen. Die Umgebung ist richtig idyllisch und der Wasserfall wäre ein schönes Ziel für einen kleinen Ausflug direkt vom Campingplatz gewesen.

Danach ging es für uns weiter über die Grenze nach Montenegro – und zu einem Ort, an dem wir rückblickend gerne länger geblieben wären.

Montenegro: Eine Nacht am Slansko Jezero bei Nikšić

Nach der Grenze zu Montenegro führte uns unsere Route zunächst in die Nähe von Nikšić. Dort hatten wir mit den Salt Lake Villas eine unserer wenigen festen Unterkünfte gebucht. Nach mehreren Nächten im VW Bus freuten wir uns ehrlich gesagt auch auf ein bisschen mehr Komfort. So gerne wir campen – zwei bis drei Wochen ausschließlich im Bus wären uns dann doch zu viel. Zwischendurch genießen wir es, wieder einmal richtig viel Platz zu haben, ausgiebig zu duschen und uns ein bisschen zu „kultivieren“.

Schon die Lage der Unterkunft überraschte uns. Die Salt Lake Villas liegen direkt am Slano-See, einem großen See westlich von Nikšić. Rundherum war bei unserem Aufenthalt kaum etwas los und auch andere Unterkünfte nahmen wir in unmittelbarer Umgebung nicht wirklich wahr. Genau diese Ruhe machte den Ort für uns so besonders.

Von unserer Unterkunft hatten wir einen wunderschönen Blick über den See. Der Slansko Jezero eignet sich richtig gut zum Baden und wir konnten dort ganz entspannt mit dem SUP losfahren. Bei den Salt Lake Villas stehen Gästen außerdem SUPs und Kajaks zur Verfügung; auch Angeln gehört zu den möglichen Aktivitäten am See.

Im Nachhinein ärgerten wir uns fast ein bisschen, dass wir nur eine Nacht eingeplant hatten. Gerade nach den vorherigen Campingnächten hätten wir hier problemlos noch einen weiteren Tag verbringen können. Nicht, weil es eine lange Liste an Sehenswürdigkeiten abzuarbeiten gibt, sondern weil die Kombination aus See, Ruhe und Unterkunft für uns genau die richtige kleine Pause während des Roadtrips war.

Unsere Unterkunftsempfehlung für Montenegro: Salt Lake Villas in Nikšić

Von Montenegro nach Albanien: Über die Cijevna zum Shkodra-See

Nach unserer Nacht am Slano-See ging es für uns weiter Richtung Albanien. Einen ersten Zwischenstopp hatten wir bei den Niagara Falls an der Cijevna eingeplant. Der Name klingt spektakulär – bei unserem Besuch war vom Wasserfall allerdings nicht viel zu sehen. Er führte zu dieser Zeit praktisch kein Wasser. Wir machten deshalb keine lange Pause daraus, sondern nutzten den Stopp hauptsächlich für ein Mittagessen und fuhren anschließend weiter.

Entlang der Cijevna hielten wir danach noch an der Strandbar Cafe Bar Cemi direkt am Fluss. Die Lage mit dem klaren Wasser zwischen den Felsen fanden wir richtig schön. Da wir allerdings am Wochenende dort waren, war ziemlich viel los. Wir blieben deshalb nicht lange, sondern gingen mit den Kindern nur kurz ins Wasser und setzten unsere Fahrt anschließend fort. Unter der Woche und mit weniger Besuchern könnten wir uns gut vorstellen, hier länger zu bleiben.

Über den kleinen Grenzübergang nach Albanien

Für die Weiterfahrt zum Shkodra-See zeigte uns die Navigation zwei unterschiedliche Möglichkeiten an. Wir entschieden uns für den kleineren Grenzübergang Zatrijebačka Cijevna – Grabon und damit gegen die direktere Hauptverbindung Richtung Shkodra. Bei unserem Grenzübertritt war hier eher wenig los und wir kamen mit einer Wartezeit von ungefähr 20 Minuten nach Albanien.

Richtig schön wurde die Strecke allerdings erst nach der Grenze. Auf albanischer Seite führte uns die Straße durch eine beeindruckende Berglandschaft mit kurvigen Straßen und immer wieder richtig schönen Ausblicken. Mit dieser Landschaft hatten wir so gar nicht gerechnet und genau deshalb blieb uns die Fahrt besonders in Erinnerung. Für uns war sie definitiv eine der landschaftlich schönsten Strecken unseres gesamten Balkan-Roadtrips.

Nach und nach ließen wir die Berge hinter uns und fuhren weiter Richtung Shkodra-See. Dort lag mit dem Lake Shkodra Resort unser erstes Übernachtungsziel in Albanien. Wir blieben zwei Nächte direkt am See und waren gespannt, was uns in dem Land erwarten würde, in dem wir den größten Teil unseres Balkan-Roadtrips verbringen sollten.

Unser Start in Albanien am Shkodra-See

Nach der landschaftlich richtig schönen Fahrt über die Grenze erreichten wir unser erstes Ziel in Albanien: das Lake Shkodra Resort direkt am Shkodra-See. Hier blieben wir zwei Nächte – und hatten damit genügend Zeit, erst einmal anzukommen und den See zu genießen.

Wir standen mit unseren VW Bussen auf dem Campingplatz, es gibt dort aber auch andere Übernachtungsmöglichkeiten wie Chalets und Glamping-Zelte, die bei unserem Besuch ebenfalls richtig nett aussahen. Für Familien, die einen Roadtrip durch Albanien machen, aber nicht unbedingt campen möchten, fanden wir das eine schöne Alternative.

Besonders überrascht hat uns der Shkodra-See selbst. Das Wasser war bei unserem Besuch im Juli richtig angenehm warm und natürlich waren wir wieder viel im und am Wasser. Nach den Fahrtagen zuvor tat es gut, zwei Nächte am selben Ort zu bleiben und nicht gleich am nächsten Morgen wieder alles zusammenpacken zu müssen.

Auch das Restaurant direkt im Resort können wir aus eigener Erfahrung empfehlen. Wir haben dort richtig gut gegessen und auch Frühstück wird angeboten. Gerade beim Campen genießen wir solche Plätze besonders, weil wir nicht jedes Essen selbst vorbereiten müssen und trotzdem direkt bei unserem Stellplatz bleiben können.

Insgesamt hat uns das Lake Shkodra Resort richtig gut gefallen. Die Kombination aus Camping, warmem See, Restaurant und der entspannten Atmosphäre funktionierte für uns mit den Kindern perfekt. Es war damit ein ziemlich gelungener Einstieg in Albanien – bevor wir uns anschließend auf den Weg Richtung Vlora und albanische Küste machten.

Unsere Camping- und Unterkunftsempfehlung für den Lake Shkodra (Skutarisee): Lake Shkodra Resort

Von Shkodra nach Vlora: Unser erster Eindruck von Albaniens Küste

Nach zwei entspannten Nächten am Shkodra-See ging es für uns weiter Richtung Süden. Eigentlich hatten wir überlegt, auf dem Weg nach Vlora irgendwo an der Küste rund um Durrës einen Badestopp einzulegen. Beim Durchfahren sprach uns die Gegend allerdings überhaupt nicht an. Viele heruntergekommene Häuser neben großen Wohn- und Hotelkomplexen entsprachen einfach nicht dem, was wir auf dieser Reise suchten. Deshalb verwarfen wir die Idee mit dem Zwischenstopp und fuhren direkt weiter nach Vlora.

In Vlora wartete eine der wenigen Unterkünfte auf uns, die wir bereits vor dem Roadtrip reserviert hatten: das Hotel Sea & Sand. Die Fotos und sehr guten Bewertungen hatten uns überzeugt und nach den Campingnächten freuten wir uns auf zwei Nächte im Hotel. Umso größer war unsere Enttäuschung vor Ort.

Das Hauptgebäude mit Bar und Restaurant war modern und entsprach durchaus dem Eindruck, den wir vorab bekommen hatten. Unsere Zimmer befanden sich allerdings in einem älteren Nebengebäude und wirkten auf uns deutlich weniger modern als erwartet. Richtig enttäuscht waren wir aber vom Strand. Schon nach kurzer Zeit fanden unsere Kinder sowohl am Strand als auch im Wasser Glasscherben. Damit war für uns klar, dass wir dort nicht entspannt mit den Kindern baden wollten.

Gerade weil wir uns auf diese zwei vorab gebuchten Nächte besonders gefreut hatten, war das für uns einer der enttäuschendsten Stopps der Reise. Gleichzeitig war es eine Erfahrung, die uns wieder einmal darin bestätigte, warum wir auf Roadtrips so gerne möglichst wenig vorbuchen: Gefällt es uns irgendwo nicht, möchten wir lieber spontan weiterfahren können.

Unser erster Eindruck von der albanischen Küste konnte damit jedenfalls nicht mit dem Landesinneren mithalten. Zum Glück sollte sich unsere Reise durch Albanien danach noch einmal deutlich verändern.

Camping an Albaniens Küste: Am Fluss und nur wenige Minuten vom Meer

Nach nur einer Nacht in Vlora hatten wir genug und beschlossen, früher als geplant weiterzufahren. Die zweite Nacht hatten wir allerdings bereits bezahlt. Nach längerem Diskutieren wurde uns vom Hotel zwar zugesichert, dass wir das Geld dafür zurückbekommen würden – die Rückerstattung haben wir letztendlich aber leider nie erhalten. Rückblickend waren wir dennoch froh über diese Entscheidung, denn schon die Fahrt zu unserem nächsten Ziel zeigte uns eine ganz andere Seite der albanischen Küste. Die Strecke führte uns über die Berge und anschließend am Fluss entlang – landschaftlich deutlich mehr nach unserem Geschmack.

Unser nächster Stopp war Camping Parknight, ein Campingplatz direkt am Fluss und nur wenige hundert Meter vom Meer entfernt. Die Lage fanden wir richtig schön: Wir hatten die Natur rundherum, konnten aber gleichzeitig in kurzer Zeit zum Strand gehen. Nach Vlora fühlten wir uns hier sofort wohler.

Auch der Strand und die Umgebung am Meer gefielen uns deutlich besser. In der Nähe gab es mehrere Restaurants und abends wurde sogar ein Kinderkino mit Leinwand angeboten – für unsere Kinder natürlich ein Highlight. Solche Kleinigkeiten machen einen Campingplatz für uns als Familie oft besonders angenehm.

Ganz perfekt war der Platz allerdings nicht. Während uns Lage und Atmosphäre richtig gut gefielen, waren die Sanitäranlagen bei unserem Aufenthalt leider sehr dreckig und ungepflegt. Das war für uns definitiv der größte Minuspunkt des Campingplatzes.

Wir verbrachten eine Nacht auf dem Campingplatz, blieben am nächsten Tag aber noch bis zum Nachmittag. So konnten wir den Tag noch entspannt am Fluss und Meer verbringen, bevor wir wieder zusammenpackten und weiterfuhren. Trotz der Sanitäranlagen gefiel uns der Aufenthalt insgesamt gut – vor allem die Lage und die entspannte Atmosphäre machten für uns einiges wett.

Am Nachmittag zog es uns schließlich wieder weiter. Wir wollten nun mehr vom albanischen Landesinneren entdecken – und genau diese Entscheidung stellte sich im Nachhinein als eine der besten unseres gesamten Roadtrips heraus.

Gjirokastra und die Vjosa: Jetzt begann unser Albanien-Highlight

Nachdem wir den Vormittag noch am Meer verbracht hatten, packten wir am Nachmittag zusammen und machten uns auf den Weg ins albanische Landesinnere. Zunächst führte unsere Route noch weiter Richtung Süden nach Saranda. Eigentlich wollten wir dort zumindest für ein Eis anhalten, doch schon beim Durchfahren merkten wir, dass die Stadt nicht so recht zu uns passte. Die vielen großen Gebäude und die dichte Bebauung waren einfach nicht das, wonach wir auf dieser Reise suchten. Also fuhren wir weiter.

Ganz anders war unser erster Eindruck von Gjirokastra. Die historische Altstadt mit ihren engen Gassen, alten Häusern und den vielen kleinen Bars und Restaurants gefiel uns sofort. Wir schlenderten durch die Gassen und gingen dort auch gleich zu Abend essen. Viel Zeit hatten wir leider nicht eingeplant – im Nachhinein hätten wir Gjirokastra gerne etwas ausführlicher erkundet.

Camping direkt an der Vjosa

Nach dem Abendessen fuhren wir weiter zum Camping Vjosa Paradise, direkt am gleichnamigen Fluss. Als wir dort ankamen, waren wir tatsächlich die einzigen Gäste auf dem gesamten Campingplatz. Nach den touristischeren Orten an der Küste war diese Ruhe genau das, wonach wir gesucht hatten. Erst später am Abend kamen noch zwei deutsche Wanderer dazu – viel voller wurde es an diesem Abend also nicht mehr. Die entspannte Atmosphäre direkt an der Vjosa gefiel uns vom ersten Moment an.

Der Campingplatz besteht aus einer großen Wiesenfläche direkt am Fluss und wird von einer sehr netten Familie geführt. Besonders positiv in Erinnerung geblieben sind uns auch die richtig sauberen Sanitäranlagen – nach unserem vorherigen Campingplatz wussten wir das gleich doppelt zu schätzen. Außerdem gibt es eine kleine Bar und Kanus, die wir uns während unseres Aufenthalts kostenlos ausleihen konnten.

Vor allem die Lage an der Vjosa machte den Platz für uns besonders. Statt Hotelanlagen und dichter Bebauung hatten wir wieder Wasser, Berge und viel Natur rund um uns. Genau hier merkten wir, dass uns das Landesinnere Albaniens wesentlich besser gefiel als die Küste, die wir bis dahin erlebt hatten.

Berat mit Kindern: Verwinkelte Gassen und ganz viel Charme

Nach unserer ruhigen Nacht direkt an der Vjosa hatten wir es am nächsten Morgen überhaupt nicht eilig weiterzufahren. Wir verbrachten noch den gesamten Vormittag am Campingplatz, liehen uns die Kanus aus und drehten eine Runde auf dem Fluss. Währenddessen konnten die Kinder direkt an der Vjosa spielen, plantschen und das Wasser genießen.

Erst später packten wir wieder zusammen und machten uns auf den Weg nach Berat. Diesmal tauschten wir den VW Bus wieder gegen eine feste Unterkunft und entschieden uns spontan für die Villa Starova, nur wenige hundert Meter von der Altstadt entfernt. Die Lage war für uns perfekt, denn wir konnten den Bus stehen lassen und Berat ganz gemütlich zu Fuß erkunden.

Schon beim ersten Spaziergang gefiel uns die Stadt richtig gut. Besonders die verwinkelten Gassen der Altstadt hatten genau den Charme, den wir an den größeren Orten entlang der Küste vermisst hatten. Statt moderner Hotelkomplexe fanden wir hier alte Häuser, schmale Gassen und immer wieder kleine Restaurants und Lokale. Wir ließen uns einfach treiben und schauten, wo wir landeten.

Auch kulinarisch blieb uns Berat positiv in Erinnerung. Es gibt viele gemütliche Restaurants und wir haben dort richtig gut gegessen. Gerade nach den vielen Natur- und Campingstopps war es schön, wieder einmal mitten in einer Stadt zu sein, abends essen zu gehen und anschließend nur wenige Minuten zu unserer Unterkunft zurücklaufen zu müssen.

Lange blieben wir allerdings nicht, denn am nächsten Tag stand ein Ziel auf unserer Route, bei dem wir vorher ziemlich lange überlegt hatten, ob sich die zusätzliche Fahrerei wirklich auszahlen würde: der Osum Canyon. Dass wir uns letztendlich dafür entschieden haben, war eine der besten Entscheidungen des gesamten Roadtrips.

Unsere Unterkunftsempfehlung für Berat: Villa Starova

Osum Canyon: Unser absolutes Highlight in Albanien

Nach unserer Nacht in Berat stand eine Entscheidung an, bei der wir zunächst ziemlich unsicher waren: Fahren wir wirklich noch zum Osum Canyon? Der Abstecher bedeutete einiges an zusätzlicher Fahrzeit und vor allem mussten wir anschließend einen großen Teil derselben Strecke wieder zurückfahren. Kurzzeitig überlegten wir deshalb sogar, den Canyon auszulassen.

Zum Glück haben wir es nicht gemacht. Denn rückblickend war der Osum Canyon unser absolutes Highlight des gesamten Balkan-Roadtrips. Schon die Landschaft auf dem Weg dorthin wurde immer beeindruckender und spätestens als wir am Fluss ankamen, wussten wir, dass sich die zusätzliche Fahrerei gelohnt hatte.

Hier wagten wir auch etwas, das wir auf dieser Reise bis dahin noch nicht gemacht hatten: Wir übernachteten zum ersten Mal frei mit unserem VW Bus direkt am Fluss beim Canyon. Tagsüber war rund um den Fluss noch einiges los, doch gegen Abend verschwanden nach und nach die Tagesgäste. Schließlich standen nur noch wir und zwei oder drei andere Camper dort. Diese Ruhe am Abend und die beeindruckende Landschaft rundherum machten den Platz für uns ganz besonders.

Direkt am Wasser gab es bei unserem Besuch außerdem eine richtig gemütliche Strandbar mit entspannter Musik sowie ein Restaurant. Dadurch fühlte sich der Platz trotz der Lage mitten in der Natur nicht völlig abgeschieden an. Wir konnten einfach am Fluss bleiben, etwas trinken, baden und den Abend genießen.

Natürlich hatten wir auch hier unser SUP dabei. Damit konnten wir ein Stück in den Canyon hineinpaddeln – und genau das war eines dieser Erlebnisse, für die wir unser SUP auf solchen Roadtrips so gerne dabeihaben. Zwischen den hohen Felswänden auf dem Wasser unterwegs zu sein, war noch einmal etwas ganz anderes, als den Canyon nur von der Straße oder einem Aussichtspunkt aus zu sehen.

Im Canyon entdeckten wir sogar ein weiteres Restaurant, das direkt am Wasser liegt und mit dem SUP erreichbar war. Allein die Kombination aus Canyon, Fluss, Baden, Paddeln und der Übernachtung direkt am Wasser machte diesen Stopp für uns schwer zu toppen.

Wenn wir diese Reise noch einmal machen würden, wäre der Osum Canyon einer der wenigen Stopps, die wir genauso wieder einplanen würden.

Zurück Richtung Norden: Über die Küste zum Agora Farmhouse

Nach unserer besonderen Nacht am Osum Canyon hieß es wieder zusammenpacken. Da es vom Canyon aus keine wirkliche Rundroute für uns gab, mussten wir zunächst einen Teil der Strecke zurückfahren. Unser nächstes Ziel lag wieder deutlich weiter nördlich: das Agora Farmhouse, wo wir noch einmal direkt am Wasser campen wollten.

Unterwegs machten wir einen kurzen Zwischenstopp beim Camping Solara Karpen. Wir wollten uns den damals noch recht neuen Campingplatz einfach einmal anschauen und blieben auf ein Getränk. Unser erster Eindruck war recht gut: Die Anlage wirkte gepflegt und der Strand liegt direkt davor. Übernachtet haben wir dort allerdings nicht, deshalb können wir natürlich nicht beurteilen, wie es sich dort tatsächlich campt.

Camping direkt am See im Agora Farmhouse

Am Agora Farmhouse angekommen, konnten wir unsere VW Busse direkt am See abstellen. Neben den Campingmöglichkeiten gibt es dort auch Chalets, ein Restaurant gehört ebenfalls zur Anlage. Wir gingen am Abend dort essen und am nächsten Morgen frühstücken – und waren mit beidem richtig zufrieden.

Ein wichtiger Grund, warum wir uns für diesen Stopp entschieden hatten, war allerdings ein anderer: Von hier aus hatten wir eine Bootstour zum Shala River gebucht. Die Tour wurde direkt über das Agora Farmhouse für uns organisiert und wir freuten uns schon richtig darauf.

Am nächsten Tag machte uns leider das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Es regnete und es waren Gewitter angekündigt, weshalb wir die Bootstour nicht machten. Darüber waren wir wirklich enttäuscht – der Shala River wäre eines der Erlebnisse gewesen, auf die wir uns besonders gefreut hatten. Stattdessen entschieden wir uns, Albanien früher als gedacht zu verlassen und wieder Richtung Montenegro zu fahren.

Unsere Camping- und Unterkunftsempfehlung für den Komansee: Agora Farmhouse

Kotor mit Kindern: Traumhafte Ausblicke und eine wunderschöne Altstadt

Unser nächstes Ziel war Kotor – und schon die Anfahrt dorthin wurde zu einem Erlebnis. Wir kamen über die Berge und fuhren anschließend hinunter Richtung Bucht von Kotor. Die Aussicht von dieser Strecke war wirklich beeindruckend. Immer wieder öffnete sich der Blick auf die Bucht tief unter uns und entlang der Straße gab es mehrere Möglichkeiten für einen Zwischenstopp. Auch wir hielten bei einem Café mit genialer Aussicht und genossen das Panorama erst einmal in Ruhe.

So schön die Strecke landschaftlich war, so mühsam war sie an diesem Tag allerdings auch. Es herrschte sehr viel Verkehr und zwischendurch wurde die Straße sogar für ungefähr eine Stunde gesperrt. Dadurch zog sich die Fahrt deutlich länger als erwartet. Mit zwei Kindern im Auto war das irgendwann weniger romantisch, als es die Aussicht vermuten ließ.

Kotor gefiel uns auf Anhieb

Unten angekommen fanden wir einen Parkplatz und gingen von dort zu Fuß in die Altstadt von Kotor. Und die gefiel uns richtig gut. Die engen Gassen, alten Steinhäuser und kleinen Plätze hatten viel Atmosphäre und wir ließen uns erst einmal durch die Stadt treiben. Anschließend gingen wir noch gemütlich essen.

Eigentlich hätten wir den Tag gerne ganz entspannt in Kotor ausklingen lassen und dort auch übernachtet. Genau hier zeigte sich aber wieder der Nachteil unserer spontanen Reiseweise in der Hauptsaison: Die Campingplätze, die für uns infrage kamen, waren voll. Auch bei den kurzfristig verfügbaren Unterkünften fanden wir nichts Passendes.

Das fanden wir richtig schade, denn Kotor hätten wir gerne noch länger erlebt. Im Nachhinein würden wir hier in der Hauptreisezeit tatsächlich früher nach einem Camping- oder Schlafplatz suchen – oder ausnahmsweise sogar etwas vorreservieren.

Uns blieb deshalb nichts anderes übrig, als am Abend weiter Richtung Kroatien zu fahren. An der Grenze mussten wir noch einmal ungefähr 45 Minuten warten. Die Zeit nutzten wir zumindest sinnvoll und suchten währenddessen am Handy nach einem Platz für die Nacht.

Schließlich fanden wir mit dem Camperstop Vineyard kurz nach der kroatischen Grenze eine Möglichkeit für unsere Zwischenübernachtung. Dort kamen wir erst spät am Abend an. Für eine Nacht und als spontaner Stopp war der Platz für uns vollkommen in Ordnung – am nächsten Morgen wollten wir ohnehin gleich wieder weiter Richtung Norden.

Durch Kroatien: Von der Küste zur Zrmanja

Nach unserer späten Ankunft beim Camping Vineyard machten wir uns am nächsten Morgen gleich wieder auf den Weg Richtung Norden. Unser nächster Stopp war Camping Pod Maslinom an der kroatischen Küste. Der Campingplatz ist terrassenförmig angelegt und durch die vielen Bäume fanden wir dort angenehm viel Schatten – im Hochsommer definitiv ein Pluspunkt.

Auch die ruhige Atmosphäre gefiel uns. Zum Meer führt ein Weg durch den Pinienwald einige hundert Meter relativ steil bergab. Das störte uns aber nicht wirklich – auch mit den Kindern war der Weg für uns gut machbar. Die Sanitäranlagen waren ebenfalls schön und gepflegt. Insgesamt war Pod Maslinom für uns ein angenehmer Stopp an der Küste, auch wenn wir nur eine Nacht blieben.

Camping direkt an der Zrmanja – genau unser Geschmack

Danach ging es für uns wieder weg vom Meer und zu einem Ort, der wesentlich mehr unserem Reisestil entsprach: Camping Muškovci an der Zrmanja. Schon kurz nach unserer Ankunft waren wir von der Umgebung begeistert. Der Fluss mit seinen verschiedenen Wasserflächen und die entspannte Atmosphäre gefielen uns richtig gut. In der näheren Umgebung gibt es außerdem mehrere Möglichkeiten zum Essen und Trinken.

Beim Camping konnten wir zwischen unterschiedlichen Stellmöglichkeiten wählen. Es gibt einen Bereich für Camper mit Stromanschluss, dort stehen die Fahrzeuge allerdings relativ eng nebeneinander. Wir entschieden uns deshalb für die lange Wiese beim Restaurant. Dort hatten wir zwar keinen Strom, dafür standen wir direkt an der Zrmanja – für uns eindeutig die bessere Wahl.

Tagsüber kommen auch Tagesgäste zum Baden an den Fluss und entsprechend war etwas mehr los. Am Abend änderte sich die Stimmung aber komplett. Als die meisten Badegäste wieder weg waren, wurde es richtig ruhig und gemütlich. Genau diese Abende direkt am Wasser waren es, die wir an unserem Roadtrip besonders liebten.

Und natürlich kam auch hier unser SUP wieder zum Einsatz. Wir konnten direkt von unserem Stellplatz aus lospaddeln und die Zrmanja vom Wasser aus erkunden. Camping Muškovci war für uns deshalb noch einmal ein richtiges Highlight auf der Rückreise. Wenn wir wieder in dieser Gegend unterwegs sind, würden wir diesen Platz definitiv noch einmal einplanen.

Wenn ihr solche Naturplätze genauso liebt wie wir, könnte euch auch das Soča-Tal mit Kindern gefallen – dort waren glasklares Wasser, Baden und Natur ebenfalls der Mittelpunkt unserer Reise.

Am nächsten Tag wartete dann bereits der letzte besondere Stopp unseres Roadtrips auf uns. Nach all den Campingnächten gönnten wir uns zum Abschluss noch einmal etwas ganz anderes: eine Glamping-Lodge in der Unterkunft Chocolate Village bei Maribor.

Chocolate Village bei Maribor: Ein besonderer Abschluss unseres Roadtrips

Nach unserer Nacht an der Zrmanja machten wir uns auf den Weg zu unserem letzten Stopp. Nach all den Campingplätzen wollten wir uns zum Abschluss noch einmal etwas Besonderes gönnen und hatten eine Glamping-Lodge in der Chocolate Village bei Maribor gebucht. Schon bei der Ankunft wussten wir, dass das eine ziemlich gute Entscheidung gewesen war.

Unsere Lodge war modern eingerichtet und die gesamte Anlage gefiel uns auf Anhieb. Es gibt einen Pool, ein Wellnesshäuschen, das man separat buchen kann, und direkt neben der Anlage fließt die Drau vorbei. Auch Restaurants und Cafés befinden sich gleich in der Nähe – wir mussten also nach der Ankunft nirgendwo mehr hinfahren.

Am besten zeigte sich aber an der Reaktion unserer Kinder, wie gut ihnen der Platz gefiel: Kaum waren wir angekommen, fragten sie schon, ob wir hier nicht länger bleiben könnten. Nach so vielen unterschiedlichen Stationen und Erlebnissen auf unserem Roadtrip war das wahrscheinlich das beste Kompliment, das sie unserem letzten Stopp machen konnten.

Auch wir hätten problemlos noch eine weitere Nacht drangehängt. Nach mehr als zwei Wochen unterwegs genossen wir es, den VW Bus einmal stehen zu lassen, in einer gemütlichen Lodge zu schlafen und einfach die Anlage zu genießen. Besonders cool fanden wir auch den Pool – für die Kinder natürlich noch einmal ein Highlight zum Abschluss.

Am nächsten Morgen wartete noch eine kleine Besonderheit auf uns: Das Frühstück wurde direkt zu unserer Lodge gebracht. Wir konnten zwischen vier verschiedenen Frühstücksvarianten wählen und fanden sowohl die Idee als auch das Frühstück selbst richtig gut. So konnten wir unseren letzten Morgen ganz gemütlich beginnen, bevor es endgültig Richtung Heimat ging.

Direkt neben der Chocolate Village befindet sich außerdem ein Camper-Stellplatz beim Drava Center. Für uns war diesmal aber klar, dass die Lodge genau die richtige Entscheidung gewesen war. Nach all den Campingnächten tat dieser kleine Luxus zum Abschluss richtig gut. Den Stellplatz beim Drava Center und weitere Plätze, die wir auf unseren Reisen getestet haben, findet ihr in unserem Beitrag über Campingplätze in Slowenien.

Das Chocolate Village war für uns ein perfekter Abschluss unseres 17-tägigen Balkan-Roadtrips. Und nachdem die Kinder schon kurz nach der Ankunft nach einer Verlängerung gefragt hatten, waren wir uns ziemlich schnell einig: Hier würden wir definitiv wiederkommen – und beim nächsten Mal vielleicht tatsächlich etwas länger bleiben.

Unsere Unterkunftsempfehlung nahe Maribor: Glamping-Resort Chocolate Village by the River

Wenn ihr Slowenien nicht nur als Zwischenstopp einplanen möchtet, findet ihr in unserem großen Beitrag Slowenien mit Kindern unsere komplette Route und viele weitere Erfahrungen aus dem Land.

Unsere Highlights auf dem Balkan-Roadtrip mit Kindern

Nach 17 Tagen, fünf Ländern und sehr unterschiedlichen Stopps gibt es einige Orte, die uns besonders in Erinnerung geblieben sind. Auffällig war für uns vor allem eines: Unsere größten Highlights lagen fast alle abseits der klassischen Küstenorte. Seen, Flüsse, kleine Campingplätze und das albanische Landesinnere haben uns auf dieser Reise deutlich mehr begeistert als die touristischeren Orte am Meer.

HighlightZeitbedarfWarum es uns gefallen hat
Ramsko Jezero1-2 TageRuhiger Campingplatz direkt am See, angenehm zum Baden und perfekt fürs SUP
Slano Jezero1-2 TageRuhe, schöner Blick auf den See und für uns ein richtig entspannter Zwischenstopp
Gjirokastraca. halber TagViel Charme, schöne Altstadt und gemütliche Restaurants – wir hätten gerne mehr Zeit gehabt
Berathalber bis ganzer TagVerwinkelte Gassen, wunderschöne Altstadt und gemütliche Restaurants – unser städtisches Highlight
Osum Canyonmind. halber Tag, besser 1 NachtUnser absolutes Highlight – beeindruckende Landschaft, direkt am Fluss übernachten und mit dem SUP in den Canyon paddeln
Vjosamind. halber Tag, besser 1 NachtCamping direkt am Fluss, Kanu fahren, baden und bei unserem Besuch herrlich ruhig
Zrmanjamind. halber Tag, besser 1 NachtBaden, SUP fahren und direkt am Fluss campen – genau die Art von Stopp, die wir lieben
Chocolate Villagemind. 1 NachtBesonderer Abschluss unseres Roadtrips mit Pool und Glamping – unsere Kinder wollten sofort länger bleiben

Wenn wir uns auf drei persönliche Favoriten festlegen müssten, wären es der Osum Canyon, die Zrmanja und Berat. Der Osum Canyon war für uns das absolute Highlight der gesamten Reise – vor allem die Übernachtung direkt am Fluss und das Paddeln mit dem SUP in den Canyon werden wir so schnell nicht vergessen. An der Zrmanja gefiel uns besonders die entspannte Atmosphäre direkt am Wasser und unser Stellplatz unmittelbar am Fluss. Berat war dagegen unser städtisches Highlight: Die verwinkelten Gassen, die besondere Atmosphäre der Altstadt und die gemütlichen Restaurants haben uns richtig gut gefallen.


Wenn ihr wie wir lieber naturnah und etwas abseits der großen Touristenorte unterwegs seid, würden wir für einen Balkan-Roadtrip bewusst genügend Zeit für das Landesinnere einplanen. Genau dort haben wir einige unserer schönsten Plätze entdeckt.

Camping auf dem Balkan mit Kindern: Unsere Erfahrungen

Ein großer Teil unseres Balkan-Roadtrips mit Kindern war für uns gleichzeitig ein Camping-Roadtrip. Wir waren mit unserem VW Bus unterwegs und wechselten zwischen Campingplätzen und festen Unterkünften. Genau diese Mischung hat sich für uns bewährt: Wir lieben die Freiheit beim Campen, genießen es zwischendurch aber genauso, für eine Nacht in einem richtigen Bett zu schlafen, ausgiebig zu duschen und etwas mehr Platz zu haben.

Die meisten Campingplätze hatten wir nicht vorreserviert. Dadurch konnten wir unsere Route unterwegs flexibel verändern und spontan entscheiden, wie lange wir an einem Ort bleiben wollten. Gerade im Landesinneren funktionierte das bei unserer Reise erstaunlich gut. Teilweise standen wir auf wunderschönen Plätzen direkt an einem See oder Fluss und es war trotzdem kaum etwas los.

An der Küste sah das etwas anders aus. Besonders rund um Kotor merkten wir, dass spontane Stellplatzsuche in der Hauptsaison auch nach hinten losgehen kann. Dort fanden wir keinen passenden freien Campingplatz mehr und mussten schließlich weiter Richtung Kroatien fahren. Wenn wir noch einmal im Hochsommer unterwegs wären, würden wir deshalb bei besonders beliebten Orten zumindest frühzeitig am selben Tag nach einem Stellplatz suchen oder vorab anfragen.

Von richtig schön bis ziemlich ungepflegt

Auch beim Standard der Campingplätze gab es deutliche Unterschiede. Einige Sanitäranlagen waren überraschend modern und sehr sauber, bei anderen mussten wir unsere Ansprüche deutlich herunterschrauben. Besonders negativ blieben uns die ungepflegten Sanitäranlagen bei Camping Parknight in Erinnerung. Dafür erlebten wir beispielsweise beim Camping Vjosa genau das Gegenteil.

Was uns viel wichtiger war als luxuriöse Ausstattung, war aber meistens die Lage. Einige unserer schönsten Übernachtungsplätze lagen direkt an Flüssen oder Seen. Morgens die Bustür aufzumachen und direkt aufs Wasser zu schauen, war für uns mehr wert als ein perfekt ausgestatteter großer Campingplatz.

Würden wir wieder spontan campen?

Ja, definitiv. Gerade die Spontanität gehörte für uns zu den schönsten Seiten dieser Reise. Wir mussten morgens oft noch nicht wissen, wo wir am Abend schlafen würden, und konnten unsere Pläne verändern, wenn uns ein Ort besonders gut gefiel oder eben gar nicht zusagte.

Ganz ohne Planung würden wir beim nächsten Mal trotzdem nicht überall losfahren. Für sehr touristische Regionen in der Hauptsaison würden wir uns vorher ansehen, welche Campingmöglichkeiten es gibt und wie ausgelastet sie sind. Abseits davon würden wir uns die Freiheit, spontan zu entscheiden, aber unbedingt erhalten.

Und noch etwas haben wir für uns bestätigt: 17 Tage ausschließlich im VW Bus wären uns persönlich zu viel. Die festen Unterkünfte zwischendurch waren keine Notlösung, sondern ganz bewusst Teil unserer Reise. Danach freuten wir uns meistens wieder umso mehr auf die nächste Nacht beim Campen.

Noch mehr praktische Tipps rund um Stellplatzsuche, Ausstattung und unseren Campingalltag findet ihr in unserem ausführlichen Beitrag Camping mit Kindern – unsere Erfahrungen und Tipps.

Autofahren auf dem Balkan: Unsere Erfahrungen mit Straßen und Grenzübergängen

Vor unserem Balkan-Roadtrip mit Kindern waren wir gespannt, was uns auf den Straßen in Bosnien und Herzegowina, Montenegro und Albanien erwarten würde. Rückblickend können wir sagen: Das Autofahren war insgesamt wesentlich unkomplizierter, als wir vorher gedacht hatten. Die Straßen waren größtenteils besser als erwartet und wir fühlten uns während der gesamten Reise sicher.

Natürlich waren nicht alle Strecken gleich. Gerade im Landesinneren fuhren wir immer wieder über kleinere und kurvige Straßen, auf denen wir langsamer vorankamen. Dafür waren genau diese Strecken landschaftlich oft besonders schön. Ein gutes Beispiel war unsere Fahrt über den kleineren Grenzübergang Zatrijebačka Cijevna – Grabon nach Albanien. Sie dauerte zwar länger als die direktere Verbindung, gehörte für uns aber gerade wegen der Berglandschaft zu den schönsten Fahrstrecken der Reise.

Wie anstrengend waren die Fahrten mit Kindern?

Unsere Tagesetappen versuchten wir so zu planen, dass wir nicht stundenlang ohne Unterbrechung im Bus saßen. Viele Stopps ergaben sich ohnehin ganz automatisch: ein Wasserfall, eine Stadt, ein Fluss zum Baden oder einfach ein Platz, an dem wir etwas essen konnten.

Trotzdem gab es natürlich Tage, an denen sich die Fahrerei zog. Besonders die Fahrt Richtung Kotor blieb uns in Erinnerung. Dort war sehr viel Verkehr und die Straße wurde zwischendurch sogar für längere Zeit gesperrt. Aus einer landschaftlich wunderschönen Strecke wurde dadurch irgendwann doch eine ziemlich mühsame Fahrt.

Gerade mit Kindern würden wir deshalb bei einem Balkan-Roadtrip nicht zu knapp kalkulieren. Kilometerangaben sagen auf manchen Strecken wenig darüber aus, wie lange man tatsächlich unterwegs ist. Wir fanden es angenehmer, weniger Strecke für einen Tag einzuplanen und dafür spontan noch irgendwo stehen bleiben zu können.

Wie waren unsere Erfahrungen an den Grenzen?

Bei den Grenzübergängen solltet ihr auf einem Balkan-Roadtrip grundsätzlich etwas Zeit einplanen. Wir hatten während unserer Reise meistens Glück und kamen relativ schnell durch. Trotzdem merkten wir, dass es auch dann dauern kann, wenn eigentlich nur wenige Fahrzeuge vor einem stehen. Die Abfertigung läuft nicht immer so schnell, wie man es vielleicht von anderen europäischen Grenzen gewohnt ist.

Unsere längste Wartezeit hatten wir bei der Weiterfahrt von Montenegro nach Kroatien. Dort standen wir ungefähr 45 Minuten an der Grenze. Insgesamt empfanden wir die Grenzübertritte aber nicht als problematisch – wir würden nur vermeiden, die Fahrzeiten zu knapp zu kalkulieren.

Würden wir wieder mit dem eigenen Fahrzeug fahren?

Auf jeden Fall. Gerade für diese Art von Reise war unser VW Bus für uns ideal. Wir konnten unsere Route spontan verändern, Campingplätze ansteuern, Lebensmittel und Badesachen immer dabeihaben und natürlich auch unser SUP mitnehmen.

Vor allem im Landesinneren hätten wir viele unserer schönsten Plätze ohne eigenes Fahrzeug wahrscheinlich gar nicht oder nur deutlich umständlicher erreicht. Für uns gehört deshalb gerade die Freiheit, unterwegs jederzeit anhalten oder die Route ändern zu können, ganz wesentlich zu einem Balkan-Roadtrip dazu.

Wie wir unseren VW T6.1 Multivan zum familienfreundlichen Camper umgebaut haben, zeigen wir euch in einem eigenen Beitrag.


Einreisebestimmungen, notwendige Fahrzeugdokumente, Versicherungsschutz, Maut und Verkehrsregeln können sich ändern. Vor der Reise würden wir deshalb die aktuell geltenden Bestimmungen für jedes Land noch einmal überprüfen.

Was kostet ein Balkan Roadtrip mit Kindern?

Auch beim Preisniveau hat uns der Balkan positiv überrascht. Für uns war die Reise insgesamt vergleichsweise günstig, vor allem wenn wir bedenken, dass wir 17 Tage unterwegs waren und zu viert gereist sind.

Für unseren kompletten 17-tägigen Balkan Roadtrip mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern haben wir insgesamt rund 3.500 Euro ausgegeben. Darin waren nicht nur Campingplätze und Unterkünfte enthalten, sondern wirklich alle Ausgaben der Reise – also auch Tanken, Maut, Einkäufe, Restaurantbesuche, Eintritte und sonstige Ausgaben unterwegs.

Umgerechnet waren das rund 206 Euro pro Tag für uns als vierköpfige Familie. Dabei muss man natürlich berücksichtigen, dass wir mit dem eigenen VW Bus unterwegs waren, häufig gecampt, zwischendurch aber auch in Hotels, Apartments und besonderen Unterkünften übernachtet haben.

So viel kosteten unsere Campingplätze

Besonders günstig fanden wir das Camping. Für einen Stellplatz mit unserem VW Bus und zwei Erwachsenen und zwei Kindern zahlten wir meist zwischen 15 und 35 Euro pro Nacht. Angesichts der teilweise richtig schönen Lagen direkt an Flüssen oder Seen fanden wir das Preis-Leistungs-Verhältnis richtig gut.

Natürlich waren die Preise nicht überall gleich. Im Landesinneren kamen wir häufig besonders günstig weg, während touristischere Regionen und die Küste teilweise teurer waren. Insgesamt empfanden wir Camping auf dieser Reise aber als sehr preiswert.

Bezahlen und Preise auf dem Balkan

Da unsere Reise durch mehrere Länder führte, wechselte auch die Währung:

LandWährung
SlowenienEuro
KroatienEuro
Bosnien und HerzegowinaKonvertible Mark (BAM)
MontenegroEuro
AlbanienAlbanischer Lek (ALL)

Überrascht hat uns aber, wie oft wir unterwegs mit Euro bezahlen konnten – auch in Ländern, in denen der Euro nicht die offizielle Währung ist. Was wir allerdings unterschätzt hatten, war das Thema Bargeld: Wir hatten viel zu wenig Euro in bar dabei.

Gerade auf kleineren Campingplätzen, in einfachen Restaurants oder Bars war Kartenzahlung nicht immer möglich. Und auch dort, wo wir mit Karte zahlen oder Bargeld abheben konnten, wurden uns teilweise relativ hohe Gebühren bzw. Aufschläge angezeigt oder verrechnet. Gerade beim Geldabheben am Automaten konnte das schnell teuer werden.

Beim nächsten Balkan-Roadtrip würden wir deshalb definitiv mehr Euro-Bargeld von zu Hause mitnehmen. Damit kamen wir auf unserer Route so gut wie überall zurecht und hätten uns einige zusätzliche Gebühren erspart.

Unsere Kosten auf einen Blick: Für 17 Tage Balkan-Roadtrip mit zwei Erwachsenen, zwei Kindern und unserem VW Bus haben wir insgesamt rund 3.500 Euro ausgegeben. Campingplätze kosteten uns meist nur 15–35 Euro pro Nacht. Für uns war der Balkan damit ein günstiges Reiseziel für Familien.

Was würden wir bei unserem Balkan-Roadtrip anders machen?

Auch wenn wir unsere Route jederzeit wieder ähnlich fahren würden, haben wir unterwegs ein paar Dinge gelernt, die wir bei einem nächsten Balkan Roadtrip mit Kindern anders machen würden.

  • Mehr Euro-Bargeld mitnehmen: Wir hatten davon eindeutig zu wenig dabei. Gerade auf kleinen Campingplätzen und in einfachen Lokalen war Kartenzahlung nicht immer möglich.
  • In Kotor früher nach einem Schlafplatz suchen: Unsere spontane Reiseweise funktionierte fast überall richtig gut. In sehr touristischen Regionen würden wir in der Hauptsaison aber nicht mehr bis zum Abend mit der Stellplatzsuche warten.
  • Für Gjirokastra mehr Zeit einplanen: Die Altstadt gefiel uns richtig gut, wir hatten für unseren Besuch aber eigentlich zu wenig Zeit.
  • Den Osum Canyon auf keinen Fall streichen: Wegen der zusätzlichen Fahrerei hatten wir kurz überlegt, ihn auszulassen. Zum Glück haben wir es nicht getan – er wurde unser absolutes Highlight.
  • Mehr Zeit fürs Landesinnere einplanen: Vor allem die Flüsse, Seen, kleineren Städte und naturnahen Campingplätze haben uns besonders gut gefallen. Davon würden wir bei einer nächsten Reise gerne noch mehr entdecken.
  • Eine Bootstour rund um Himarë einplanen: Die albanische Küste hat uns insgesamt weniger begeistert als das Landesinnere. Im Nachhinein würden wir ihr aber rund um Himarë noch eine Chance geben und dort eine Bootstour machen. Entlang dieses Küstenabschnitts gibt es zahlreiche kleine Buchten und Strände, die teilweise vom Wasser aus besonders gut erreichbar sind. Genau diese ruhigeren Plätze abseits der dichter bebauten Küstenorte hätten wahrscheinlich viel besser zu unserem Reisestil gepasst.

Was wir dagegen genauso wieder machen würden, ist die Mischung aus Camping und festen Unterkünften. Nach einigen Nächten im VW Bus freuten wir uns immer wieder über ein richtiges Bett und etwas mehr Komfort – und danach genauso wieder auf die nächste Nacht direkt am Wasser.

Häufige Fragen zu einem Balkan-Roadtrip mit Kindern

Ist ein Balkan-Roadtrip mit Kindern empfehlenswert?

Ja, für uns definitiv. Die Mischung aus Natur, Städten, Flüssen, Seen und Meer machte die Reise auch für unsere Kinder abwechslungsreich. Besonders gut funktionierten für uns die vielen Stopps am Wasser und die Möglichkeit, mit dem VW Bus spontan weiterzufahren oder länger zu bleiben.

Wie lange sollte man für einen Balkan-Roadtrip einplanen?

Wir waren 17 Tage unterwegs und konnten in dieser Zeit Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Albanien sowie Stopps in Kroatien und Slowenien miteinander verbinden. Für unsere Route war das gut machbar, an einigen Orten wären wir im Nachhinein aber gerne länger geblieben. Mit drei Wochen hätten wir die Reise noch entspannter gestalten können.

Welche Länder haben wir auf unserem Balkan-Roadtrip besucht?

Unsere Reise führte uns von Österreich durch Bosnien und Herzegowina und Montenegro nach Albanien. Auf dem Rückweg ging es wieder über Montenegro und anschließend durch Kroatien und Slowenien nach Hause.

Muss man Campingplätze auf dem Balkan vorreservieren?

Wir haben den Großteil unserer Campingplätze spontan angefahren und damit meistens gute Erfahrungen gemacht. Im Landesinneren war das bei uns selbst in der Hauptreisezeit problemlos möglich. An stark besuchten Orten kann es anders aussehen: Rund um Kotor fanden wir keinen passenden freien Platz mehr. Dort würden wir beim nächsten Mal früher suchen oder vorab anfragen.

Was kostet ein Balkan-Roadtrip mit Kindern?

Für unsere 17-tägige Reise mit zwei Erwachsenen, zwei Kindern und unserem VW Bus haben wir insgesamt rund 3.500 Euro ausgegeben. Darin waren sämtliche Reisekosten wie Übernachtungen, Campingplätze, Tanken, Maut, Einkäufe, Restaurantbesuche und Eintritte enthalten. Unsere Campingplätze kosteten meist nur etwa 15 bis 35 Euro pro Nacht für uns vier inklusive VW Bus.

Kann man auf dem Balkan mit Euro bezahlen?

Unsere persönliche Erfahrung war überraschend unkompliziert: Wir konnten so gut wie überall mit Euro bezahlen. Allerdings hatten wir selbst zu wenig Euro-Bargeld mitgenommen. Gerade kleinere Campingplätze und Lokale akzeptierten nicht immer Kartenzahlung. Beim nächsten Mal würden wir deshalb deutlich mehr Bargeld in Euro dabeihaben.

Ist Autofahren auf dem Balkan schwierig?

Wir empfanden das Autofahren insgesamt als unkomplizierter als erwartet und die Straßen größtenteils als besser, als wir vor der Reise angenommen hatten. Auf kleineren Bergstraßen kommt man natürlich langsamer voran. Auch an den Grenzübergängen sollte man Zeit einplanen – selbst wenige Fahrzeuge vor einem bedeuten nicht automatisch, dass es schnell geht.

Was waren unsere schönsten Stopps auf dem Balkan-Roadtrip?

Unsere persönlichen Top 3 waren der Osum Canyon in Albanien, die Zrmanja in Kroatien und Berat in Albanien. Der Osum Canyon war dabei unser absolutes Highlight: direkt am Fluss übernachten und mit dem SUP zwischen den Felswänden paddeln war für uns eines der schönsten Erlebnisse der gesamten Reise.

Hat uns die albanische Küste oder das Landesinnere besser gefallen?

Ganz klar das Landesinnere. Orte wie Berat und Gjirokastra sowie die Vjosa und der Osum Canyon entsprachen viel mehr unserem Reisestil als die stärker bebauten Küstenorte, die wir erlebt haben. Die Küste würden wir trotzdem nicht abschreiben: Bei einer nächsten Reise würden wir rund um Himarë eine Bootstour zu den kleineren Buchten einplanen.

Unser Fazit zum Balkan-Roadtrip mit Kindern

Unser Balkan-Roadtrip mit Kindern hat uns richtig gut gefallen. Vor allem die Abwechslung zwischen Bergen, Flüssen, Seen, kleinen Städten und Küste machte die 17 Tage besonders. Dazu kamen viele Orte, die deutlich weniger touristisch waren, als wir erwartet hatten – und genau dort fühlten wir uns meistens am wohlsten.

Besonders das Landesinnere hat uns überrascht. Der Osum Canyon, die Zrmanja, Berat, die Vjosa oder der Ramsko Jezero sind Orte, an die wir uns noch lange erinnern werden. Auch das spontane Reisen mit unserem VW Bus würden wir wieder genauso machen. Nicht jeder Stopp war perfekt und manches würden wir heute anders planen – aber genau das gehört für uns zu einem Roadtrip dazu.

Würden wir diese Route noch einmal genauso fahren? Nein. Aber nicht, weil sie uns nicht gefallen hätte – ganz im Gegenteil. Wir sind einfach nicht die Familie, die immer wieder dieselbe Reise macht. Dafür gibt es noch viel zu viele Länder, Landschaften und Orte, die wir gemeinsam entdecken möchten.

Sehenswert finden wir diese Balkan-Route trotzdem absolut. Gerade Familien, die gerne mit dem Camper unterwegs sind, Natur und Wasser lieben und auch einmal abseits der klassischen Urlaubsdestinationen reisen möchten, können wir einen solchen Roadtrip wirklich empfehlen.

Und wenn es uns irgendwann wieder auf den Balkan verschlägt, würden wir vermutlich nicht dieselbe Runde fahren. Stattdessen würden wir dort anknüpfen, wo nach diesen 17 Tagen noch einiges auf unserer Liste geblieben ist – und wieder neue Ecken entdecken.

Das könnte euch auch interessieren:

Ähnliche Beiträge