Bosnien mit Kindern: Unsere Erfahrungen & schönsten Stopps

Familie mit Blick auf die Stari Most während unseres Besuchs in Mostar

Bosnien und Herzegowina war für uns zunächst vor allem der Beginn unseres großen Balkan-Roadtrips. Vier Nächte hatten wir eingeplant, bevor es weiter nach Montenegro gehen sollte. Rückblickend hätten es aber ruhig ein paar mehr sein dürfen.

Denn Bosnien hat uns deutlich besser gefallen, als wir vor der Reise erwartet hatten. Wir fanden wunderschöne Seen, Wasserfälle mitten in einer Stadt, kleine ruhige Campingplätze direkt am Wasser und mit Mostar eine Altstadt, die wir gerne noch einmal zu einer anderen Tageszeit erleben würden.

Unsere Kinder waren bei der Reise fünf und sieben Jahre alt. Gerade die Mischung aus kurzen Besichtigungen und viel Zeit am Wasser hat für uns als Familie gut funktioniert.

Dieser Beitrag ist Teil unseres Balkan-Roadtrips mit Kindern, bei dem wir 17 Tage mit dem VW Bus durch fünf Länder unterwegs waren.

Bosnien mit Kindern auf einen Blick

Reisedauer: 4 Nächte
Reisezeit: Juli
Kinder: 5 & 7 Jahre
Reiseart: Roadtrip mit dem VW Bus
Unsere Stopps: Jajce, Pliva-Seen, Ramsko Jezero, Mostar & Stolac
Unsere Highlights: Jajce, Ramsko Jezero & Mostar
Straßen: überraschend gut
Preisniveau: für uns sehr günstig
Kartenzahlung: teilweise möglich, Bargeld trotzdem wichtig
Sommer mit Kindern: machbar, aber teilweise sehr heiß
Sicherheitsgefühl: wir fühlten uns überall sicher

Unser Fazit: nicht nur als Durchreiseland einplanen

Lohnt sich Bosnien mit Kindern?

Für uns ganz klar: Ja. Vor der Reise wussten wir ehrlich gesagt noch nicht so recht, was uns in Bosnien und Herzegowina erwarten würde. Gerade mit Kindern waren wir bei Straßen, Sauberkeit und Infrastruktur etwas gespannt. Viele unserer Bedenken waren schnell weg.

Die Straßen auf unserer Route waren überraschend gut und auch mit unserem VW Bus problemlos befahrbar. Die Menschen erlebten wir als freundlich und hilfsbereit und wir haben uns während der gesamten vier Tage sicher gefühlt.

Unterwegs waren wir mit unserem VW Multivan, den wir selbst zum kleinen Familiencamper ausgebaut haben. Wie unser Ausbau aussieht und was sich auf Reisen mit zwei Kindern bewährt hat, zeigen wir euch in unserem Beitrag VW Bus zum Camper ausbauen.

Besonders gut funktionierte für uns die Kombination aus Natur und kurzen Stadtstopps. Statt den Kindern stundenlange Besichtigungen zuzumuten, standen bei uns Wasserfälle, Seen, Baden, SUP-Fahren und zwischendurch Mostar auf dem Programm. Genau diese Mischung würden wir wieder so machen.

Welche Route sind wir durch Bosnien mit Kindern gefahren?

Insgesamt verbrachten wir vier Nächte in Bosnien und Herzegowina. Unsere Route sah so aus:

Österreich → Camping Jablan → Jajce → Pliva-Seen & Wassermühlen → Ramsko Jezero → Mostar → Stolac → Montenegro

Die erste Nacht am Campingplatz Jablan war dabei eigentlich nur eine Zwischenübernachtung. Wir waren am Abend in Österreich gestartet und kamen entsprechend spät an. Am nächsten Morgen fuhren wir direkt weiter Richtung Jajce. Danach folgte eine Nacht am Ramsko Jezero und schließlich zwei Nächte bei Stolac.

Ihr seid mit Camper oder Wohnmobil unterwegs? Unsere drei selbst getesteten Campingplätze in Bosnien mit Preisen, Ausstattung und unseren Erfahrungen mit Kindern haben wir in einem eigenen Beitrag zusammengefasst.

Lohnt sich Jajce mit Kindern?

Jajce würden wir bei einer Reise durch Bosnien mit Kindern definitiv einplanen. Allein die Tatsache, dass mitten in der Stadt ein großer Wasserfall hinunterrauscht, fanden wir ziemlich beeindruckend. Wir parkten auf einer Straße mit Parkplätzen direkt neben dem Fluss und gingen von dort zunächst ins Zentrum. Die Wege waren kurz und auch mit unseren Kindern völlig problemlos.

Bevor wir zum Wasserfall hinuntergingen, schauten wir ihn uns erst einmal von oben an, spazierten durch das Zentrum und holten uns ein Eis.

Wie kommt man zur unteren Plattform des Pliva-Wasserfalls?

Genau hier hatten wir selbst ein kleines Problem. Wir wussten zwar, dass es eine Plattform direkt unterhalb des Wasserfalls gibt, fanden den richtigen Weg aber zunächst nicht. Schließlich fragten wir Einheimische.

Der Zugang befindet sich im Bereich gegenüber bzw. bei der Tankstelle und dem Busbahnhof. Von dort führt der Weg nach unten zur kostenpflichtigen Plattform. Auch aktuelle Beschreibungen weisen darauf hin, dass der Eingang leicht übersehen werden kann.

Unser Tipp: Nicht ewig suchen wie wir, sondern gleich im Bereich der Tankstelle nach dem Abgang Ausschau halten.

Was kostet der Pliva-Wasserfall?

Aktuelle Besucherangaben aus dem Sommer 2026 nennen 10 KM beziehungsweise rund 5 € pro Person für die untere Plattform. Der Blick von oben ist kostenlos.

Bei unserem Besuch kamen wir für unsere Familie auf 20 €. Für einen relativ kurzen Besuch fanden wir das im Vergleich zum sonst günstigen Preisniveau Bosniens nicht gerade billig. Trotzdem würden wir wieder hinuntergehen. Denn unten spürt man den Wasserfall wesentlich intensiver. Die Gischt war an unserem heißen Sommertag eine richtig angenehme Abkühlung. Wir blieben dort gar nicht lange: Wasserfall anschauen, Fotos machen, ordentlich nass gespritzt werden – und wieder hinauf.

Ist der Pliva-Wasserfall mit Kinderwagen möglich?

Hier würden wir unterscheiden. Die oberen Bereiche und Aussichtspunkte sind deutlich unkomplizierter. Auf dem Weg hinunter zur Plattform gibt es dagegen Stufen und Gefälle. Deshalb würden wir für Babys oder Kleinkinder eher eine Trage als einen Kinderwagen mitnehmen. Mit unseren fünf- und siebenjährigen Kindern war der Besuch problemlos.

Sind die Pliva-Wassermühlen mit Kindern sehenswert?

Von Jajce fuhren wir weiter zu den bekannten kleinen Pliva-Wassermühlen – den Mlinčići. Und obwohl sie eigentlich nur ein weiterer kurzer Stopp auf unserer Route sein sollten, gefiel es unseren Kindern dort richtig gut. Zwischen den kleinen Holzmühlen fließt überall Wasser hindurch. Wir spazierten ungefähr eine Stunde durch das Gelände und die Kinder zogen die Schuhe aus und liefen durchs Wasser. Gerade an unserem heißen Julitag war das perfekt.

Parkplätze gab es bei unserem Besuch ausreichend. Aktuelle Besucherinformationen nennen 1 KM pro Stunde fürs Parken. Für die Wege rund um die Wassermühlen wird etwa eine Stunde als gute Besuchsdauer angegeben – ziemlich genau so lange waren auch wir dort. Ein Teil der Wege ist flach, bei einzelnen schmaleren Stegen kann ein Kinderwagen aber etwas unpraktisch sein.

Unser Tipp mit Kindern: Ersatzkleidung oder zumindest ein Handtuch griffbereit haben. Bei uns blieb es jedenfalls nicht beim Anschauen des Wassers.

Lohnen sich die Pliva-Seen mit Kindern?

Die Pliva-Seen schauten wir uns leider nur kurz an. Schon beim Vorbeifahren und Vorbeigehen fanden wir die Umgebung richtig idyllisch und hätten problemlos länger dort bleiben können. Rund um die Seen gibt es flache Spaziermöglichkeiten und Bereiche, die sich auch für Familien eignen.

Bei uns drängte allerdings etwas die Zeit. Nach Jajce und den Wassermühlen wollten wir endlich zu unserem Campingplatz am Ramsko Jezero und entschieden uns deshalb gegen einen längeren Aufenthalt.

Das würden wir heute anders machen: Für Jajce, die Wassermühlen und die Pliva-Seen würden wir einen ganzen Tag einplanen.

Warum hat uns der Ramsko Jezero mit Kindern so gut gefallen?

Der Ramsko Jezero war einer unserer Lieblingsstopps in Bosnien. Wir übernachteten am Kamp Markešić und standen nur wenige Meter vom Wasser entfernt. Nach einem heißen Tag mit mehreren Besichtigungen mussten wir nichts mehr machen. Badesachen raus und ab in den See.

Der Einstieg war bei unserem Platz schön flach und damit auch mit den Kindern angenehm. Etwas gewöhnungsbedürftig fanden wir lediglich den Untergrund. Rund um unseren Einstieg wuchs Gras und entsprechend fühlte sich auch der Boden unter den Füßen an.

Badeschuhe hätten wir hier im Nachhinein gerne dabeigehabt.

Natürlich hatten wir auch unser SUP mit. Dafür fanden wir den See richtig gut. Das ruhige Wasser und die Landschaft rundherum machten den Ramsko Jezero zu einem perfekten Ort, um einfach einmal ein paar Stunden nichts zu besichtigen. Und abends gab es noch einen wunderschönen Sonnenuntergang direkt am See. Genau solche Stopps sind der Grund, warum uns Roadtrips durchs Landesinnere so gut gefallen.

Lohnt sich Mostar mit Kindern?

Mostar würden wir wieder besuchen – allerdings nicht mehr mittags im Hochsommer. Bei uns hatte es deutlich über 30 Grad und wir kamen ausgerechnet zur heißesten Tageszeit in der Stadt an. Schon die Parkplatzsuche war mühsam. Wir fuhren zwei Runden durch die Stadt, bevor wir schließlich einen Platz fanden.

Die Altstadt selbst gefiel uns richtig gut. Enge Gassen, alte Steinhäuser und natürlich die berühmte Stari Most sorgen dafür, dass Mostar völlig anders wirkt als unsere Naturstopps zuvor. Lange hielten wir es bei der Hitze aber nicht aus. Wir setzten uns im Cafe Terrace Pasha auf ein Getränk und hatten von dort einen tollen Blick auf die Brücke. Sogar die Springer konnten wir beobachten. Danach spazierten wir noch etwas durch die Altstadt, machten uns aber schon bald wieder auf den Weg.

Wann würden wir Mostar mit Kindern besuchen?

Beim nächsten Mal ganz klar: später Nachmittag und Abend. Die Temperaturen wären angenehmer und wir könnten ohne Zeitdruck durch die Gassen schlendern und anschließend gemütlich essen gehen. Mostar würden wir also keinesfalls auslassen – nur anders planen.

Stolac und der Wasserfall Pjene mit Kindern

Nach Mostar fuhren wir weiter Richtung Stolac und blieben dort zwei Nächte. Am Campingplatz Heaven in Nature fanden wir genau das, was wir nach Mostar brauchten: viel Natur, einen Fluss und Ruhe. Fast hätten wir dabei allerdings einen kleinen Wasserfall direkt in der Umgebung verpasst.

Den Tipp für den Wasserfall Pjene hatten wir bei Nunu reist entdeckt. Trotzdem schafften wir es während unserer beiden Tage nicht hin und hielten erst bei unserer Abreise dort. Im Nachhinein ziemlich unnötig, denn der Wasserfall liegt nur wenige Gehminuten vom Campingplatz entfernt. Der Besuch kostet keinen Eintritt und auch Baden ist dort möglich. Gerade an heißen Tagen hätten wir diesen kleinen Ausflug problemlos während unseres Aufenthalts einbauen können.

Nach Stolac führte uns unser Roadtrip weiter nach Montenegro. Dort übernachteten wir direkt am Slano jezero und machten später noch Stopps an der Cijevna und in Kotor. Alle Details findet ihr in Montenegro mit Kindern – unsere Erfahrungen & Route.

Wie ist Autofahren in Bosnien mit Kindern?

Vor der Reise hatten wir deutlich schlechtere Straßen erwartet. Tatsächlich waren alle Straßen auf unserer Route mit unserem VW Bus gut befahrbar. Auch der Verkehr war größtenteils entspannt. Die einzige wirkliche Ausnahme war Mostar. Dort war viel los und besonders die Parkplatzsuche kostete uns Zeit und Nerven.

Natürlich fährt man auf einem Roadtrip durch Bosnien teilweise über Landstraßen und durch kleinere Orte. Wir hatten aber zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, mit unserem Bus auf ungeeigneten Straßen unterwegs zu sein.

Wie wir längere Fahrtage planen, welche Pausen sich bei uns bewährt haben und wie wir die Kinder unterwegs beschäftigen, findet ihr in unseren Tipps für lange Autofahrten mit Kindern.

Ist Bosnien teuer? Unsere Erfahrung mit Bargeld und Kartenzahlung

Bosnien haben wir insgesamt als sehr günstiges Reiseland erlebt. Wichtig ist allerdings das Thema Bezahlen. Die offizielle Währung ist die Konvertible Mark – BAM bzw. KM. Sie ist fest an den Euro gekoppelt; grob kann man mit 2 KM = 1 € rechnen.

Kartenzahlung war bei uns zwar immer wieder möglich, allerdings nicht überall sinnvoll beziehungsweise günstig. Vor allem bei Bargeldbehebungen können zusätzlich zur eigenen Bank auch lokale Automaten Gebühren verlangen. Bei einzelnen bosnischen Banken liegen diese für ausländische Karten aktuell bei rund 12–15 KM oder mehr.

Das österreichische Außenministerium empfiehlt ebenfalls, ausreichend Bargeld in Euro mitzunehmen und weist darauf hin, dass Kreditkarten vor allem in Städten akzeptiert werden. Wir selbst konnten vielerorts auch mit Euro bezahlen. Trotzdem würden wir nicht ausschließlich darauf vertrauen, denn die offizielle Währung bleibt die Konvertible Mark.

Was wir beim nächsten Mal machen würden: genügend Euro-Bargeld von zuhause mitnehmen und zusätzlich einen kleineren Betrag in BAM dabeihaben.

Was essen in Bosnien mit Kindern? Unser Favorit: Burek

Auch beim Essen hat uns Bosnien positiv überrascht. Überall, wo wir während unserer Reise essen waren, hat es uns richtig gut geschmeckt. Und auch mit den Kindern war es überhaupt kein Problem, etwas Passendes zu finden. Neben typisch bosnischen Gerichten findet man vor allem in Städten und touristischeren Orten auch viel internationale Küche. Wenn die Kinder also einmal keine Lust auf etwas Neues haben, gibt es meist unkomplizierte Alternativen. Bei uns war das allerdings kaum notwendig – unsere beiden haben auch bei der bosnischen Küche gerne mitgegessen.

Unser kulinarischer Favorit war schnell gefunden: Burek. Und zwar nicht nur bei uns Erwachsenen, sondern auch bei den Kindern. Burek besteht aus dünnem Teig und ist in Bosnien traditionell mit gewürztem Hackfleisch gefüllt. Was außerhalb Bosniens häufig ebenfalls als Burek mit Käse oder Spinat bezeichnet wird, hat hier übrigens eigene Namen. Eine Variante mit Käse heißt beispielsweise Sirnica, jene mit Spinat und Käse Zeljanica.

Für uns war Burek gerade auf einem Roadtrip ideal: günstig, sättigend, unkompliziert und richtig gut. Man bekommt ihn vielerorts in Bäckereien und kleinen Lokalen und kann ihn problemlos unterwegs essen. Vor allem aber war es eines dieser Gerichte, bei denen wir nicht überlegen mussten, ob die Kinder es wohl mögen werden – bei uns waren alle vier Burek-Fans.

Unser Tipp: Wenn ihr mit Kindern durch Bosnien reist, probiert euch ruhig durch die lokale Küche. Wir haben mit dem Essen durchwegs gute Erfahrungen gemacht und fanden es gleichzeitig angenehm, dass es bei Bedarf auch genügend bekannte und internationale Gerichte gibt.

Wie sicher ist Bosnien mit Kindern – und was sollte man wissen?

  • Wir fühlten uns während unserer gesamten Reise durch Bosnien sicher und erlebten die Menschen als sehr freundlich.
  • Auch das Thema Müll hatten wir vor der Reise schlimmer erwartet. Natürlich sahen wir unterwegs immer wieder Müll und insgesamt ist die Sauberkeit nicht überall mit Österreich vergleichbar. Extrem empfanden wir es aber nicht.
  • Ähnlich war es mit Sanitäranlagen: Sie entsprachen nicht immer dem Standard, den wir von zuhause gewohnt sind, waren für uns aber meistens vollkommen in Ordnung.
  • Streunende Hunde, über die man bei Balkanreisen ebenfalls immer wieder liest, waren auf unserer Route kein Thema.
  • Der größte Faktor mit Kindern war bei uns tatsächlich etwas anderes: die Hitze. Wir hatten im Juli mehrere Tage über 30 Grad. Deshalb würden wir Stadtbesichtigungen im Hochsommer möglichst auf Vormittag oder Abend legen.

Welche weiteren Wasserfälle würden wir beim nächsten Mal besuchen?

Wir haben in vier Tagen natürlich nur einen kleinen Teil Bosniens gesehen. Gerade weil unseren Kindern die Stopps am Wasser so gut gefallen haben, würden wir bei einer nächsten Reise weitere Wasserfälle einplanen.

Besonders interessant finden wir:

  • Kravica Wasserfall: Einer der bekanntesten Wasserfälle des Landes liegt bei Ljubuški und hätte sich von unserer Route durch Herzegowina grundsätzlich angeboten. Der Trebižat fällt hier über eine etwa 120 Meter breite Kante. Im Sommer wird die Gegend auch zum Abkühlen und Baden genutzt.
  • Koćuša Wasserfall: Ebenfalls am Trebižat und wesentlich weniger bekannt als Kravica. Der Wasserfall ist nur etwa fünf Meter hoch, dafür rund 50 Meter breit. Alte Wassermühlen gehören ebenfalls zur Umgebung.
  • Bliha Wasserfall: Bei Sanski Most stürzt die Bliha spektakulär in die Tiefe. Vom erschlossenen Zugang sind es laut Tourismusinformation ungefähr zehn Minuten zu Fuß durch den Wald. Für unsere Route wäre er allerdings ein größerer Umweg gewesen.
  • Den Skakavac bei Sarajevo würden wir eher für eine eigene längere Bosnienreise vormerken. Er liegt nördlich von Sarajevo und lässt sich mit einer Wanderung verbinden.

Für unsere damalige Route wäre Kravica wahrscheinlich die naheliegendste Ergänzung gewesen.

Was würden wir bei einer Bosnienreise mit Kindern anders machen?

Wir würden keinen unserer Stopps streichen. Aber wir würden mehr Zeit einplanen. Vier Nächte waren genug, um einen ersten Eindruck zu bekommen. Für uns fühlte sich Bosnien dadurch aber immer noch ein wenig wie ein Durchreiseland auf dem Weg Richtung Montenegro und Albanien an. Und genau das hat das Land eigentlich nicht verdient.

Jajce und die Pliva-Seen hätten einen ganzen Tag bekommen können. Und Mostar würden wir gerne am Abend noch einmal ganz anders erleben. Wenn wir heute nur drei Stopps für Familien auswählen müssten, wären es:

  1. Jajce mit Pliva-Wasserfall und Wassermühlen
  2. Ramsko Jezero zum Baden und SUP-Fahren
  3. Mostar – aber am späten Nachmittag oder Abend

Unsere Tipps für Bosnien mit Kindern

Nach unseren vier Nächten in Bosnien würden wir bei einer nächsten Reise ein paar Dinge anders beziehungsweise genauso wieder machen:

  • Mehr Zeit einplanen: Vier Nächte waren für uns definitiv zu kurz. Bosnien eignet sich viel zu gut für einen Familien-Roadtrip, um es nur als Durchreiseland zu sehen.
  • Städte im Sommer auf den Abend legen: Unser Besuch in Mostar bei über 30 Grad zur Mittagszeit war nicht ideal. Jajce und Mostar würden wir im Hochsommer möglichst am Vormittag oder späteren Nachmittag besuchen.
  • Badesachen griffbereit haben: Seen, Flüsse und Wasserfälle begleiteten uns durch Bosnien. Bei den heißen Temperaturen waren spontane Abkühlungen mit den Kindern besonders willkommen.
  • Badeschuhe einpacken: Vor allem am Ramsko Jezero hätten wir sie wegen des grasigen Untergrunds gerne dabeigehabt.
  • Nicht nur auf die Karte verlassen: Etwas Bargeld würden wir immer dabeihaben, besonders für kleinere Ausgaben, Parkplätze und abgelegenere Orte.
  • Für Jajce genügend Zeit lassen: Wir würden beim nächsten Mal einen ganzen Tag für Jajce, die Pliva-Wassermühlen und die Pliva-Seen reservieren.
  • Für kleine Kinder eine Trage mitnehmen: Besonders für den Weg zur unteren Plattform des Pliva-Wasserfalls ist sie praktischer als ein Kinderwagen.

FAQ: Bosnien mit Kindern

Ist Bosnien für einen Urlaub mit Kindern geeignet?

Nach unserer Erfahrung ja. Unsere Kinder waren fünf und sieben Jahre alt und die Kombination aus Seen, Wasserfällen, Baden und kurzen Stadtbesichtigungen funktionierte sehr gut.

Wie viele Tage sollte man für Bosnien mit Kindern einplanen?

Wir hatten vier Nächte und würden beim nächsten Mal länger bleiben. Für eine ähnliche Route würden wir eher fünf bis sieben Nächte einplanen.

Ist Jajce mit Kindern empfehlenswert?

Ja. Wasserfall, Altstadt, Pliva-Seen und Wassermühlen lassen sich gut kombinieren. Für uns war Jajce eines der Highlights Bosniens.

Ist der Pliva-Wasserfall kinderwagentauglich?

Die oberen Bereiche sind einfacher zugänglich. Für die untere Plattform gibt es Bereiche mit Gefälle beziehungsweise Stufen. Mit kleinen Kindern würden wir daher eher eine Trage verwenden.

Kann man am Ramsko Jezero mit Kindern baden?

Bei unserem Campingplatz gab es einen flachen Einstieg und unsere Kinder konnten problemlos ins Wasser. Wegen des grasigen Untergrunds würden wir Badeschuhe empfehlen.

Lohnt sich Mostar mit Kindern?

Ja, allerdings würden wir im Sommer nicht mehr mittags kommen. Bei über 30 Grad war die Altstadt für uns deutlich weniger entspannt als am späteren Nachmittag oder Abend.

Braucht man in Bosnien Bargeld?

Wir würden unbedingt Bargeld mitnehmen. Karten werden zwar häufig akzeptiert, aber längst nicht überall. Die offizielle Währung ist die Konvertible Mark.

Kann man in Bosnien mit Euro bezahlen?

Wir konnten während unserer Reise häufig mit Euro bezahlen. Darauf verlassen sollte man sich allerdings nicht – die offizielle Währung ist BAM/KM.

Wie sind die Straßen in Bosnien?

Auf unserer Route waren die Straßen wesentlich besser als erwartet. Mit unserem VW Bus konnten wir alle Strecken problemlos fahren.

Haben wir uns in Bosnien sicher gefühlt?

Ja. Wir hatten während unserer vier Tage kein unangenehmes Erlebnis und empfanden die Menschen als freundlich und hilfsbereit.

Unser Fazit: Würden wir wieder mit Kindern nach Bosnien reisen?

Definitiv. Bosnien und Herzegowina war für uns eigentlich als erster Abschnitt unseres Balkan-Roadtrips gedacht. Rückblickend hätten wir dem Land gerne mehr Zeit gegeben.

Besonders Jajce und der Ramsko Jezero passten perfekt zu unserer Art zu reisen: Wasser, Natur, wenig Programm und genügend Möglichkeiten für die Kinder, einfach zu spielen und zu baden. Mostar würden wir ebenfalls wieder besuchen – nur garantiert nicht mehr mitten in der Mittagshitze.

Wenn ihr mit Kindern gerne individuell reist, Natur mögt und nicht jeden Tag ein riesiges Besichtigungsprogramm braucht, können wir Bosnien sehr empfehlen. Und unser größter Tipp wäre gleichzeitig das, was wir selbst beim nächsten Mal ändern würden:

Nutzt Bosnien nicht nur zur Durchreise. Plant ein paar Tage mehr ein.

Auch die Straßen waren insgesamt besser, als wir vor der Reise erwartet hatten. Wir fühlten uns während der gesamten Reise sicher und erlebten die Menschen als freundlich und hilfsbereit. Gleichzeitig sollte man wissen, dass Kartenzahlung nicht überall selbstverständlich ist und Sauberkeit – sowohl bei manchen Sanitäranlagen als auch beim Thema Müll – nicht überall unseren gewohnten Standard erreicht hat.

Ihr plant eine längere Reise durch den Balkan? In unserer kompletten Route beim Balkan-Roadtrip mit Kindern zeigen wir euch unsere 17-tägige Reise durch fünf Länder mit allen Stopps, Fahrstrecken und Erfahrungen.

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