Der Osten und Südosten Siziliens hat uns mit seiner unglaublichen Mischung aus Vulkanlandschaften, Schluchten, traumhaften Buchten und wunderschönen Altstädten begeistert.
Das erwartet euch in diesem Beitrag:
- Unsere 7 schönsten Highlights in Ostsizilien mit Kindern
- Cavagrande del Cassibile – Naturpools & Abenteuer
- Alcantara-Schlucht – zwischen Felswänden und eiskaltem Wasser
- Calamosche – zu Fuß zur traumhaften Badebucht
- Ätna mit Kindern – unser Vulkan-Abenteuer
- Syrakus & Ortigia – am schönsten am Abend
- Ragusa Ibla – Barockstadt mit Kinderhighlight
- Cascate dell’Ossena – unser Geheimtipp
- Unsere Tipps für Ostsizilien mit kleinen Kindern
- FAQ: Ostsizilien mit Kindern
Ihr plant eine Rundreise durch Sizilien? Unsere komplette 10-tägige Route mit allen Stopps, Unterkünften und Erfahrungen findet ihr in unserem Beitrag Sizilien mit Kindern: Unser Roadtrip durch den Osten der Insel.
Spektakuläre Schluchten, ein aktiver Vulkan, versteckte Wasserfälle, traumhafte Badebuchten und wunderschöne Altstädte: Ostsizilien hat uns als Familie mit seiner Vielfalt vollkommen überrascht.
Wir waren mit unseren damals 3- und 5-jährigen Kindern zehn Tage im Osten und Südosten Siziliens unterwegs und haben dabei ganz unterschiedliche Orte entdeckt. Manche standen schon lange vor der Reise auf unserer Wunschliste, andere entdeckten wir eher zufällig – und genau daraus entstand eine Mischung, die für uns perfekt gepasst hat.
Wenn wir heute unsere persönlichen Highlights in Ostsizilien mit Kindern auswählen müssten, wären es diese sieben:
- Cavagrande del Cassibile
- Alcantara-Schlucht
- Calamosche-Bucht im Vendicari-Naturreservat
- Ätna
- Syrakus & Ortigia
- Ragusa Ibla
- Cascate dell’Ossena
Was uns besonders gefallen hat: Keines dieser Ziele gleicht dem anderen. An einem Tag wanderten wir hinunter zu glasklaren Naturpools, am nächsten lagen wir in einer kleinen Badebucht und wenig später standen wir mit unseren Kindern auf einem aktiven Vulkan.
In diesem Beitrag zeigen wir euch unsere schönsten Ausflugsziele im Osten Siziliens, erzählen, was unseren Kindern besonders gefallen hat und geben euch die Tipps weiter, die wir nach unserer Reise selbst gerne vorher gewusst hätten.


Ostsizilien mit Kindern: Unsere Highlights auf einen Blick
| Highlight | Warum es uns gefallen hat | Mit kleinen Kindern |
|---|---|---|
| Cavagrande del Cassibile | Schlucht, Naturpools & Abenteuer | Machbar, Trage empfehlenswert |
| Alcantara-Schlucht | Spektakuläre Felswände & eiskaltes Wasser | Sehr gut machbar |
| Calamosche | Wanderung & traumhafte Badebucht | Gut machbar, früh starten |
| Ätna | Seilbahn, 4×4 & Vulkanlandschaft | Auch mit kleinen Kindern ein Erlebnis |
| Syrakus & Ortigia | Gassen, Essen & italienisches Flair | Perfekt für einen Abend |
| Ragusa Ibla | Barockstadt & Bummelzug | Sehr familienfreundlich |
| Cascate dell’Ossena | Ruhiger Wasserfall abseits der Massen | Kurze Wanderung, gut machbar |
Cavagrande del Cassibile – unser beeindruckendstes Naturerlebnis
Wenn wir an unsere schönsten Naturerlebnisse auf Sizilien zurückdenken, landet Cavagrande del Cassibile ganz weit oben. Die tiefe Schlucht mit ihren natürlichen Wasserbecken sieht bereits von oben beeindruckend aus – richtig besonders wird es aber erst, wenn man den Weg hinunter zu den Laghetti selbst geht.
Unser Zugang: Cavagrande über Stallaini
Wir besuchten Cavagrande über den Eingang Stallaini und den Wanderweg Scala di Mastra Ronna. Dieser Zugang liegt auf der nördlichen Seite der Schlucht und ist deutlich weniger bekannt als der häufig beschriebene Einstieg über Scala Cruci bei Avola Antica.
Schon die Anreise war bei uns etwas abenteuerlicher als erwartet. Die letzten Kilometer führten teilweise über eine schlechte Schotterstraße mit größeren Steinen. Wir fuhren entsprechend langsam und fragten uns zwischendurch tatsächlich, ob wir noch richtig unterwegs waren. Am Ende erreichten wir aber den offiziellen Eingang Stallaini, wo es bei unserem Besuch ausreichend Möglichkeiten zum Parken gab.
📍 Unser Ausgangspunkt: Eingang Stallaini / Scala di Mastra Ronna, erreichbar über die SP73 und die Zufahrt Richtung Strozzi.

Mit Kindern hinunter zu den Naturpools
Vom Eingang Stallaini führt der Wanderweg Scala di Mastra Ronna hinunter in die Schlucht zum Cassibile und zu den Naturpools. Je weiter wir nach unten kamen, desto beeindruckender wurde die Landschaft. Für den Abstieg brauchten wir mit unseren Kindern ungefähr 30 bis 45 Minuten. Unsere beiden waren dabei überraschend motiviert und gingen den Weg hinunter selbst. Die Aussicht auf eine Abkühlung in den Naturpools war vermutlich zusätzliche Motivation.
Unten angekommen erwarteten uns glasklares Wasser, Felsen und eine wunderschöne Naturkulisse. Weil wir früh gestartet waren, war noch kaum jemand da. Unsere Kinder konnten im Wasser planschen, Steine sammeln und die Umgebung erkunden.
Für Hin- und Rückweg könnt ihr – je nachdem, wie weit ihr unten noch weitergeht – mit ungefähr 4 bis 5 Kilometern und rund 250 bis 300 Höhenmetern rechnen.


Der Rückweg ist mit kleinen Kindern deutlich anstrengender
Was beim Hinuntergehen noch relativ entspannt war, machte sich beim Rückweg deutlich bemerkbar: Jetzt ging es den gesamten Weg wieder bergauf.
Unser damals 5-Jähriger ging tatsächlich die komplette Strecke selbst. Unsere 3-Jährige brauchte zwischendurch Unterstützung und wir mussten sie ein Stück tragen. Mit einem kleinen Kind würden wir deshalb beim nächsten Mal auf jeden Fall eine Trage mitnehmen. Gerade beim steilen Rückweg kann sie Gold wert sein.
Für den Aufstieg solltet ihr mit Kindern ungefähr eine Stunde oder mehr einplanen und lieber zusätzliche Pausen einkalkulieren.
Unsere Tipps für Cavagrande mit Kindern
- möglichst früh am Morgen starten
- ausreichend Wasser mitnehmen
- feste Schuhe anziehen
- für kleinere Kinder eine Trage mitnehmen
- genügend Zeit für Pausen beim Aufstieg einplanen
- mit dem Mietwagen auf den letzten Kilometern vorsichtig fahren
- Badesachen nicht vergessen – die Naturpools sind viel zu verlockend
Eintritt: Erwachsene zahlen derzeit 2 Euro, Kinder unter 8 Jahren haben freien Eintritt. Für Familien gibt es außerdem ein Familienticket. Da sich Preise und Zugänge ändern können, würden wir den aktuellen Stand vor dem Besuch noch einmal prüfen.
Für uns war Cavagrande trotz des anstrengenderen Rückwegs eines der Highlights unserer gesamten Sizilien-Reise. Gerade diese Mischung aus kleiner Herausforderung, Natur und anschließendem Baden machte den Ausflug auch für unsere Kinder zu einem echten Abenteuer.

Alcantara-Schlucht – durch eiskaltes Wasser zwischen hohen Felswänden
Ein komplett anderes Naturerlebnis erwartete uns in der Alcantara-Schlucht. Hier hat sich der Fluss Alcantara seinen Weg durch beeindruckende Basaltwände gebahnt. Teilweise ragen die dunklen Felswände fast senkrecht neben einem auf – und mittendrin fließt das überraschend kalte Wasser des Alcantara.
Wir entschieden uns gegen den Lift und gingen zu Fuß hinunter zur Schlucht. Der Weg war mit unseren Kindern gut machbar. Unten angekommen hieß es dann erst einmal: Schuhe aus und ab ins Wasser.
Und das war wirklich erfrischend. Das Wasser des Alcantara ist selbst im Sommer sehr kalt und liegt laut verschiedenen Angaben ungefähr zwischen 10 und 15 Grad. Bei den sommerlichen Temperaturen empfanden wir die Abkühlung aber als richtig angenehm.
Unsere Kinder hatten jedenfalls keinerlei Berührungsängste. Wir spazierten gemeinsam ein Stück in die Schlucht hinein, kletterten über Steine und erkundeten das Flussbett. Insgesamt verbrachten wir ungefähr zwei Stunden dort – für uns genau richtig.



Unsere Tipps für die Alcantara-Schlucht mit Kindern
- Badesachen und Handtücher mitnehmen
- Badeschuhe sind im steinigen Flussbett praktisch
- mit kaltem Wasser rechnen – auch im Sommer
- für den Besuch ungefähr 2 Stunden einplanen
- wer nicht mit dem Lift fahren möchte, kann auch zu Fuß hinuntergehen
- bei höherem Wasserstand und stärkerer Strömung mit Kindern besonders vorsichtig sein
Gerade an einem heißen Sommertag fanden wir die Alcantara-Schlucht mit Kindern perfekt. Man ist in Bewegung, kann viel entdecken und bekommt gleichzeitig eine ordentliche Abkühlung.
Calamosche – zu Fuß zu einer unserer schönsten Buchten
Die Bucht von Calamosche liegt mitten im Naturreservat Vendicari und ist nicht direkt mit dem Auto erreichbar. Wer hier baden möchte, muss zuerst ein Stück zu Fuß gehen. Vom Parkplatz sind es etwa 1,2 Kilometer bis zur Bucht. Für die Strecke könnt ihr ungefähr 20 Minuten einplanen – mit Kindern und kleinen Pausen natürlich auch etwas länger. Der Weg selbst ist nicht schwierig. Was ihn im Sommer anstrengend macht, ist etwas anderes: Es gibt so gut wie keinen Schatten.
Deshalb würden wir mit Kindern unbedingt möglichst früh starten. Am Vormittag waren die Temperaturen für uns noch angenehm und unsere beiden Kinder gingen den gesamten Weg selbst. Die Vorfreude auf das Meer dürfte dabei allerdings auch eine ziemlich gute Motivation gewesen sein. Und die lohnt sich.
Am Ende des Weges liegt eine wunderschöne kleine Bucht zwischen zwei felsigen Landzungen. Das Wasser war bei unserem Besuch herrlich klar und für die Kinder ging es angenehm hinein. Besonders spannend fanden sie auch die Felsen an den Seiten der Bucht, auf denen sie herumklettern und die Umgebung erkunden konnten.

An der Bucht gibt es keine Infrastruktur
Das solltet ihr bei der Planung unbedingt berücksichtigen. Direkt an der Calamosche-Bucht gibt es keine Restaurants, Bars oder andere touristische Infrastruktur.
Wir würden deshalb ausreichend mitnehmen:
- Wasser
- Essen und Snacks
- Sonnenschutz
- Kopfbedeckung
- Badesachen und Handtücher
Vor allem genügend Wasser ist wichtig, weil ihr alles auch wieder zurücktragen müsst.
Der Rückweg war deutlich anstrengender
Während der Hinweg mit unseren Kindern überraschend problemlos funktionierte, sah die Sache am Nachmittag etwas anders aus. Die Sonne stand höher, es war deutlich heißer und die Motivation war nach einem langen Badetag natürlich nicht mehr ganz so groß. Also mussten wir kreativ werden.
Wir machten aus dem Rückweg ein kleines Spiel, suchten nach den wenigen Schattenstellen und hüpften beispielsweise von Schatten zu Schatten. So schafften unsere Kinder auch den Rückweg selbst. Genau deshalb würden wir Calamosche mit kleinen Kindern wieder möglichst früh am Tag besuchen.
Eintritt: Der Eintritt in das Naturreservat Vendicari kostet derzeit 3,50 Euro für Erwachsene. Kinder unter 8 Jahren haben freien Eintritt, außerdem gibt es ein Familienticket um 7 Euro. Die Preise können sich ändern, deshalb am besten vor eurem Besuch nochmals den aktuellen Stand prüfen.
Für uns war Calamosche die perfekte Kombination aus kleiner Wanderung und Strandtag – und gerade weil man die Bucht nicht einfach mit dem Auto erreicht, fühlte sie sich noch einmal besonderer an.


Welcher Strand hat uns mit Kindern am besten gefallen?
Calamosche war nicht der einzige Strand, den wir auf unserer Reise besucht haben. Jeder unserer Strandstopps hatte für uns etwas Besonderes.
Fontane Bianche fanden wir mit kleinen Kindern wahrscheinlich am unkompliziertesten. Der Strand ist ohne Wanderung erreichbar, das Wasser traumhaft schön und man kann hier sehr entspannt einen Badetag verbringen. Dafür ist natürlich auch deutlich mehr los.

Santa Maria del Focallo hatte wiederum ein ganz anderes Flair. Besonders die Sanddünen hinter dem langen Strand haben uns dort gefallen.

Und Calamosche? Die Bucht war für uns vor allem wegen der Kombination aus Naturreservat, Wanderung, Felsen und Meer besonders.
Wenn wir uns entscheiden müssten, welcher Strand mit kleinen Kindern am einfachsten ist, würden wir Fontane Bianche wählen. Wenn es um das besondere Gesamterlebnis geht, gehört Calamosche für uns aber definitiv zu den Highlights.
Ätna mit Kindern – auf einem aktiven Vulkan
Ein Ausflug, den wir auf dieser Reise auf keinen Fall missen möchten, ist der Ätna. Schon die Vorstellung, mit unseren damals 3- und 5-jährigen Kindern auf einem aktiven Vulkan unterwegs zu sein, war etwas Besonderes. Mit der Seilbahn ging es zunächst auf etwa 2.500 Meter, anschließend mit einem 4×4-Geländefahrzeug noch weiter hinauf. Den letzten Teil erkundeten wir gemeinsam mit einem Vulkan-Guide zu Fuß.
Für unsere Kinder war eigentlich die gesamte Tour ein Abenteuer: Seilbahn fahren, im Geländefahrzeug sitzen, Vulkansteine sammeln und sogar noch Schnee entdecken. Besonders beeindruckend fanden wir, dass man die Aktivität des Vulkans teilweise tatsächlich spüren konnte. An manchen Stellen war der Boden noch warm. Erst kurze Zeit vor unserem Besuch hatte es zudem wieder einen Ausbruch gegeben.
Die kurze Wanderung war für unsere Kinder gut machbar. Was wir allerdings unterschätzt hatten, waren Wind und Kälte in dieser Höhe. Obwohl unten sommerliche Temperaturen herrschten, waren wir oben sehr froh über Pullover und Hauben. Wenn wir die Tour noch einmal machen würden, käme zusätzlich eine gute Windjacke mit.


Alles zum Ablauf, zur Tour 3000, zu aktuellen Preisen, Kleidung und unseren Erfahrungen findet ihr in unserem ausführlichen Beitrag Ätna mit Kindern: Unsere Erfahrungen mit Seilbahn, 4×4 & Tour auf fast 3.000 Meter.
Syrakus & Ortigia – am Abend besonders schön
Nach all den Naturerlebnissen durfte auf unserer Reise natürlich auch ein bisschen sizilianisches Stadtleben nicht fehlen. Besonders gut gefallen hat uns Ortigia, die historische Altstadt von Syrakus. Wir hatten hier gar kein großes Sightseeing-Programm geplant – und genau das war mit unseren Kindern perfekt.
Wir schlenderten einfach durch die engen Gassen, ließen uns treiben und genossen die Atmosphäre. Keine Liste an Sehenswürdigkeiten, die wir unbedingt abhaken mussten, kein Zeitdruck. Später suchten wir uns ein Restaurant und ließen den Tag bei einem gemütlichen Abendessen ausklingen.


Unser Tipp: Syrakus mit Kindern am Abend besuchen
Gerade im Sommer würden wir Ortigia mit kleinen Kindern nicht unbedingt für die heißesten Stunden des Tages einplanen. Am Abend fanden wir es wesentlich angenehmer. Die Temperaturen waren erträglicher, in den Gassen war viel los und überall herrschte dieses typische süditalienische Abendgefühl, das wir so gerne mögen.
Für uns braucht es in Syrakus mit Kindern deshalb gar kein großes Programm. Einfach durch Ortigia schlendern, ein Eis essen, die Plätze und Gassen entdecken und anschließend gemütlich essen gehen – genauso würden wir es wieder machen.
Ragusa Ibla – Barockgassen und ein Bummelzug für die Kinder
Auch Ragusa Ibla gehörte für uns zu den schönsten Städten unserer Reise. Der historische Stadtteil mit seinen barocken Gebäuden, kleinen Gassen und der imposanten Kulisse ist wunderschön zum Herumschlendern. Ragusa Ibla gehört außerdem gemeinsam mit weiteren spätbarocken Städten des Val di Noto zum UNESCO-Welterbe. Unsere Kinder hatten allerdings einen ganz anderen Favoriten.

Das Kinderhighlight: der Trenino Barocco
Als wir den kleinen Trenino Barocco entdeckten, war natürlich sofort klar, dass wir mitfahren mussten. Der kleine Bummelzug fährt durch Ragusa Ibla und war für unsere damals 3- und 5-jährigen Kinder ein echtes Highlight. Gleichzeitig konnten wir Erwachsenen uns entspannt zurücklehnen und während der Fahrt noch einmal einen anderen Blick auf die Stadt werfen.
Der Trenino startet an der Piazza Duomo und führt durch den historischen Teil von Ragusa Ibla. Den aktuellen Preis würden wir direkt vor Ort prüfen, da sich die Tarife ändern können.
Auch Ragusa würden wir im Sommer eher für den späteren Nachmittag oder Abend einplanen. Dann lässt es sich mit Kindern wesentlich angenehmer durch die Gassen schlendern als in der größten Mittagshitze.



Cascate dell’Ossena – unser Geheimtipp in Ostsizilien
Manche Orte bleiben besonders in Erinnerung, obwohl – oder gerade weil – man vorher kaum etwas über sie wusste. Genau so ging es uns mit den Cascate dell’Ossena. Die Wasserfälle waren für uns ein echter Geheimtipp und eines dieser Erlebnisse, bei denen bereits die Anfahrt Teil des Abenteuers war.
Je weiter wir fuhren, desto unsicherer wurden wir, ob hier tatsächlich noch ein Ausflugsziel kommen würde. Die Strecke fühlte sich irgendwann so abgelegen an, dass wir uns mehrfach fragten, ob wir überhaupt richtig sind. Aber tatsächlich: Irgendwann konnten wir von der Straße aus bereits hinunter zum Wasserfall schauen. Wir stellten unser Auto am Straßenrand ab und machten uns zu Fuß auf den Weg.
Kurze Wanderung, großes Abenteuer
Für den Weg hinunter brauchten wir ungefähr 15 Minuten. Der Rückweg bergauf dauert natürlich etwas länger, war für uns mit den Kindern aber gut machbar. Unten angekommen waren wir zunächst nahezu alleine. Erst später kamen noch ein paar Einheimische dazu. Nach bekannteren Orten wie dem Ätna oder Calamosche war das ein schöner Kontrast.
Unsere Kinder brauchten ohnehin kein großes Programm. Sie spielten im Bach, kletterten über Steine und erkundeten den Wasserfall und die Umgebung. Genau solche Orte sind auf unseren Reisen oft diejenigen, an denen wir am Ende viel länger bleiben als ursprünglich geplant.



Unsere Tipps für die Cascate dell’Ossena mit Kindern
- bei der Anfahrt nicht zu früh aufgeben
- langsam und vorsichtig fahren
- für den Abstieg ungefähr 15 Minuten einplanen
- feste Schuhe oder zumindest Schuhe mit gutem Halt tragen
- Badesachen beziehungsweise Wechselkleidung für die Kinder mitnehmen
- rund um den Bach auf rutschige Steine achten
Wer in Ostsizilien mit Kindern einen ruhigeren Ort abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten sucht, sollte sich die Cascate dell’Ossena merken. Für uns war gerade die Tatsache, dass wir dort fast alleine waren und die Kinder einfach am Wasser spielen und entdecken konnten, das Besondere.
Welche Highlights in Ostsizilien würden wir wieder besuchen?
Die einfache Antwort: alle sieben.
Natürlich waren die Erlebnisse ganz unterschiedlich. Cavagrande war körperlich anspruchsvoller, Calamosche erforderte erst einmal einen Fußmarsch und beim Ätna mussten wir mit Wind und Kälte zurechtkommen. Trotzdem würden wir keines dieser Ziele aus unserer Route streichen.
Gerade die Abwechslung hat unsere Reise für uns so besonders gemacht: Naturpools und Schluchten, Meer und Strände, ein aktiver Vulkan, kleine Abenteuer abseits der bekannten Wege und dazwischen wunderschöne sizilianische Städte.
Wenn wir dieselbe Reise noch einmal planen würden, würden wir die Route deshalb tatsächlich genauso wieder fahren. Wie wir unsere zehn Tage auf Sizilien aufgeteilt haben, welche Unterkünfte wir gewählt haben und in welcher Reihenfolge wir die einzelnen Orte besucht haben, zeigen wir euch in unserem ausführlichen Beitrag Sizilien mit Kindern: Unser 10-tägiger Roadtrip durch den Osten der Insel.

Unsere Tipps für Ostsizilien mit Kindern
Nach zehn Tagen im Osten und Südosten Siziliens würden wir unsere Route tatsächlich genauso wieder planen. Ein paar Dinge haben sich für uns mit kleinen Kindern aber besonders bewährt:
Früh in den Tag starten
Vor allem für Cavagrande, Calamosche und andere Naturziele würden wir möglichst früh losfahren. Am Morgen waren die Temperaturen deutlich angenehmer und teilweise hatten wir die schönsten Orte noch fast für uns alleine. Gerade bei Calamosche merkten wir beim Rückweg am Nachmittag, wie viel anstrengender selbst eine eigentlich einfache Strecke in der Hitze werden kann.
Städte lieber auf den Abend legen
Bei Syrakus und Ragusa würden wir es genau umgekehrt machen. Statt in der Mittagshitze durch die Gassen zu laufen, fanden wir es am späten Nachmittag und Abend viel angenehmer. Dann konnten wir entspannt durch die Altstädte schlendern, etwas essen und die besondere Atmosphäre genießen – ohne ein großes Sightseeing-Programm daraus machen zu müssen.
Nicht jeden Tag zu viel vornehmen
Unsere Highlights liegen teilweise recht weit auseinander und manche Ausflüge sind mit Kindern anstrengender, als es die reine Gehzeit vermuten lässt. Wir würden deshalb nicht versuchen, möglichst viele Sehenswürdigkeiten an einem Tag unterzubringen. Ein größeres Ausflugsziel kombiniert mit genügend Zeit zum Baden, Spielen oder einfach Nichtstun hat für uns wesentlich besser funktioniert.
Mietwagen würden wir wieder nehmen
Für genau diese Art von Reise war ein Mietwagen für uns ideal. Viele unserer liebsten Orte hätten wir sonst nur umständlich erreicht – bei den Cascate dell’Ossena oder Cavagrande wäre es ohne eigenes Auto beispielsweise deutlich schwieriger geworden. Bei abgelegeneren Naturzielen solltet ihr allerdings damit rechnen, dass die letzten Kilometer nicht immer über perfekt ausgebaute Straßen führen.
Welches Highlight passt zu eurer Familie?
Für das größte Abenteuer: Ätna
Für Natur & Wandern: Cavagrande del Cassibile
Für eine Abkühlung an heißen Tagen: Alcantara-Schlucht
Für Strand & Natur: Calamosche
Für einen entspannten Abend: Syrakus & Ortigia
Für Stadtbesichtigung mit Kinderbonus: Ragusa Ibla
Für einen ruhigen Geheimtipp: Cascate dell’Ossena
Unser Tipp mit kleinen Kindern:
Wenn ihr möglichst unkompliziert unterwegs sein möchtet, sind Syrakus, Ragusa oder die Alcantara-Schlucht eine gute Wahl. Cavagrande ist dagegen deutlich anstrengender – vor allem der Aufstieg. Mit kleineren Kindern würden wir hier unbedingt eine Trage mitnehmen. Für uns hat sich der Ausflug trotzdem absolut gelohnt.
FAQ: Ostsizilien mit Kindern
Wie viele Tage sollte man für Ostsizilien mit Kindern einplanen?
Wir waren zehn Tage im Osten und Südosten Siziliens unterwegs und fanden diese Reisedauer für unsere Route sehr passend. So konnten wir Naturausflüge, Städte und Strandtage miteinander kombinieren, ohne jeden Tag von einem Programmpunkt zum nächsten hetzen zu müssen.
Wer nur die wichtigsten Highlights besuchen möchte, kann natürlich auch in einer Woche einiges sehen. Mit kleinen Kindern würden wir aber lieber weniger einplanen und dafür genügend Zeit für Pausen und spontane Badestopps lassen.
Braucht man für Ostsizilien mit Kindern einen Mietwagen?
Für unsere Reise würden wir ganz klar wieder einen Mietwagen nehmen. Gerade Naturziele wie Cavagrande oder die Cascate dell’Ossena sind damit wesentlich unkomplizierter erreichbar. Außerdem waren wir mit den Kindern flexibel und konnten unsere Tagesplanung an Wetter, Temperaturen und Stimmung anpassen.
Welche Highlights in Ostsizilien sind mit kleinen Kindern besonders einfach?
Besonders unkompliziert fanden wir Syrakus und Ortigia, Ragusa Ibla und die Alcantara-Schlucht. Auch unsere Tour auf den Ätna war mit unseren damals 3- und 5-jährigen Kindern überraschend gut machbar. Mehr Kondition braucht ihr für Cavagrande. Calamosche ist zwar nicht schwierig zu erreichen, der schattenlose Fußweg kann bei sommerlicher Hitze mit kleinen Kindern aber anstrengend werden.
Welche Trage eignet sich für die Ausflüge?
Eine Trage brauchten wir bei den meisten unserer Highlights nicht. Für Cavagrande hätten wir sie rückblickend aber sehr gerne dabeigehabt, da unsere damals 3-Jährige beim Aufstieg irgendwann nicht mehr selbst gehen wollte. Ein Kinderwagen ist für solche Naturausflüge keine gute Alternative. Wenn ihr mit einem kleineren Kind reist, würden wir daher eine geeignete Kindertrage oder Kraxe mitnehmen.
Was sollte man bei Ausflügen in Ostsizilien mit Kindern immer dabeihaben?
Im Sommer waren für uns vor allem ausreichend Wasser, Sonnenschutz und Kopfbedeckungen wichtig. Bei Naturausflügen würden wir außerdem feste Schuhe, Badesachen und kleine Snacks einpacken. Beim Ätna sieht die Sache anders aus: Dort braucht ihr auch im Sommer warme Kleidung. Bei unserem Besuch waren wir über Pullover und Hauben sehr froh – eine Windjacke würden wir beim nächsten Mal zusätzlich mitnehmen.
Kann man Ostsizilien im Sommer mit Kindern bereisen?
Für uns hat es gut funktioniert, allerdings haben wir unsere Tage an die Temperaturen angepasst. Wanderungen und Naturausflüge machten wir möglichst früh, während wir Städte lieber für den späteren Nachmittag oder Abend einplanten. Die größte Mittagshitze würden wir mit kleinen Kindern nach Möglichkeit für Strand, Pool, eine Pause oder eine längere Autofahrt nutzen.
Welcher Strand in Ostsizilien eignet sich besonders für kleine Kinder?
Von den Stränden, die wir besucht haben, fanden wir Fontane Bianche mit kleinen Kindern am unkompliziertesten. Man muss nicht erst dorthin wandern und der Strand ist wunderschön. Dafür ist dort auch mehr los. Calamosche war für uns das besondere Naturerlebnis, während uns Santa Maria del Focallo mit seinem langen Strand und den Sanddünen begeistert hat.

Unser Fazit: Lohnt sich Ostsizilien mit Kindern?
Für uns ganz klar: ja. Was uns an Ostsizilien besonders gefallen hat, war nicht eine einzelne Sehenswürdigkeit, sondern die enorme Abwechslung. Innerhalb weniger Tage standen wir auf einem aktiven Vulkan, wanderten durch eine tiefe Schlucht, badeten in einer kleinen Naturbucht, liefen durch eiskaltes Flusswasser und entdeckten wunderschöne sizilianische Altstädte.
Und dazwischen gab es immer wieder Zeit für Strand, Eis und spontane Entdeckungen. Natürlich waren manche Ausflüge mit unseren damals 3- und 5-jährigen Kindern etwas anstrengender. Gerade bei Cavagrande oder beim Rückweg von Calamosche mussten wir mehr Pausen einlegen und manchmal kreativ werden. Aber genau deshalb würden wir im Nachhinein trotzdem nichts aus unserer Route streichen. Wir würden diese Reise genauso wieder machen.
Ihr möchtet wissen, wie wir unsere zehn Tage auf Sizilien genau aufgeteilt haben? In unserem ausführlichen Reisebericht Sizilien mit Kindern: Unser Roadtrip durch den Osten der Insel findet ihr unsere komplette Route, Unterkünfte und alle Stopps.
Ihr plant einen Ausflug auf den Vulkan? In Ätna mit Kindern findet ihr unseren ausführlichen Erfahrungsbericht zur Tour mit Seilbahn, 4×4 und Vulkan-Guide.
Für uns hat sich die komplette Tour mit Seilbahn, 4×4 und Guide definitiv gelohnt. Gerade mit kleineren Kindern fanden wir es ideal, dass wir ohne anstrengende Wanderung so weit hinaufkommen konnten.
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