Zwölf Tage voller Pinguine, Traumstrände, Safari-Momente, spektakulärer Landschaften und unvergesslicher Familienabenteuer am anderen Ende der Welt.
Das erwartet euch in diesem Beitrag:
Warum Südafrika mit Kindern? · Unsere Route · Kapstadt · Swellendam · Wilderness · Oudtshoorn · Robertson & Stellenbosch · Erfahrungen & Tipps · Fazit
Reise auf einen Blick
Reiseziel: Südafrika
Reisezeit: Ende März / Anfang April (Osterferien)
Reisedauer: 2 Wochen
Kinder: 4 & 6 Jahre
Anreise: Wien – Addis Abeba – Kapstadt
Route: Kapstadt – Swellendam – Wilderness – Knysna – Oudtshoorn – Robertson – Stellenbosch
Fortbewegung: Mietwagen
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Südafrika stand schon lange auf unserer Wunschliste. Gleichzeitig war es aber auch eines jener Reiseziele, bei denen wir vorab die meisten Fragen hatten. Ist Südafrika mit Kindern sicher? Kann man die Strecke problemlos selbst fahren? Und lohnt sich die Reise überhaupt für Familien?
Nach zwölf Tagen im Land können wir sagen: Südafrika hat uns begeistert. Die Mischung aus spektakulären Küstenlandschaften, beeindruckender Tierwelt, hervorragendem Essen, familienfreundlichen Unterkünften und unendlich wirkenden Weiten ist einzigartig. Vom Tafelberg in Kapstadt über die Garden Route bis in die Kleine Karoo erlebten wir jeden Tag etwas Neues.
In diesem Beitrag nehmen wir euch mit auf unsere Route durch Südafrika, teilen unsere Erfahrungen als Selbstfahrer-Familie und verraten, welche Orte uns besonders begeistert haben – und worauf ihr bei der Reiseplanung achten solltet.
Warum Südafrika mit Kindern?
Wenn man an Südafrika denkt, kommen vielen zuerst Safari, Kapstadt oder die Garden Route in den Sinn. Als Familie hatten wir vor unserer Reise allerdings noch eine ganz andere Frage: Ist Südafrika überhaupt ein geeignetes Reiseziel mit Kindern?
Nach unseren Erfahrungen können wir diese Frage ganz klar mit Ja beantworten. Kaum ein anderes Land bietet eine derart abwechslungsreiche Mischung aus beeindruckender Natur, spannenden Tierbeobachtungen, traumhaften Stränden, gutem Essen und familienfreundlichen Unterkünften. Innerhalb weniger Tage kann man Pinguine beobachten, auf Safari gehen, spektakuläre Küstenstraßen entlangfahren und durch endlos wirkende Landschaften reisen.
Besonders überrascht hat uns die Infrastruktur. Die Straßen sind in einem sehr guten Zustand, viele Restaurants verfügen über Spielplätze oder kinderfreundliche Bereiche und selbst längere Fahrten lassen sich durch die zahlreichen Farm Stalls – gemütliche Raststationen mit sehr guter Gastronomie und meist auch großen Spielmöglichkeiten für Kinder – angenehm unterbrechen.
Auch kulinarisch hat uns Südafrika begeistert. Die Restaurants und Cafés sind häufig stilvoll eingerichtet, die Qualität der Speisen ist hervorragend und frische, gesunde Gerichte gehören fast überall zum Standard. Dazu kommen ausgezeichnete Weine aus den bekannten Weinregionen rund um Stellenbosch und Franschhoek sowie Farmers Markets, auf denen man regionale Produkte und teilweise sogar Sauerteigbrot wie zuhause findet.



Vor der Reise hatten wir aufgrund vieler Berichte auch Respekt vor dem Thema Sicherheit. Rückblickend können wir sagen, dass wir uns während unserer gesamten Reise wohl und sicher gefühlt haben. Natürlich sollte man – wie in vielen anderen Ländern auch – einige grundlegende Vorsichtsmaßnahmen beachten. Mit gesundem Menschenverstand, einer guten Routenplanung und der Wahl geeigneter Unterkünfte hatten wir jedoch keinerlei Probleme.
Genau diese Kombination aus Abenteuer, Komfort, Natur, Tiererlebnissen und einer guten touristischen Infrastruktur macht Südafrika aus unserer Sicht zu einem sehr spannenden Fernreiseziel für Familien.
Unsere 12-Tage-Route durch Südafrika mit Kindern

Für unsere erste Südafrika-Reise mit Kindern haben wir uns bewusst gegen eine möglichst lange Rundreise entschieden. Statt jeden Tag den Standort zu wechseln, wollten wir genügend Zeit haben, die einzelnen Regionen zu erkunden und trotzdem nicht nur von Unterkunft zu Unterkunft fahren. Unsere Route führte uns von Kapstadt entlang der Küste über die Garden Route bis in die Kleine Karoo und anschließend durch die Weinregion zurück Richtung Kapstadt. Insgesamt waren wir 12 Tage mit dem Mietwagen unterwegs.
Rückblickend hätten zwei oder drei zusätzliche Tage der Reise sicher noch etwas mehr Entspannung verliehen. Gleichzeitig sind wir aber auch keine Familie, die mehrere Tage am Stück nur am Pool oder Strand verbringen möchte. Für uns war die Route deshalb ein guter Kompromiss: abwechslungsreich, ohne ständig weiterziehen zu müssen, und mit genügend Zeit für die wichtigsten Highlights entlang des Weges.
Anreise nach Südafrika mit Kindern
Für unsere Reise nach Südafrika sind wir mit Ethiopian Airlines von Wien über Addis Abeba nach Kapstadt geflogen. Die gesamte Reisezeit inklusive Zwischenstopp lag bei rund 15 Stunden. Da die längeren Flugabschnitte teilweise über Nacht stattfanden, konnten unsere Kinder (4 und 6 Jahre) einige Stunden schlafen, was die Anreise deutlich angenehmer machte.

Besonders bewährt hat sich dabei unsere Flugzeug-Hängematte für Kinder. Sie wird am Sitz und am heruntergeklappten Tisch befestigt und schafft eine kleine Liegefläche, auf der Kinder ihre Beine ausstrecken können. Gerade auf längeren Flügen war das für unsere Kinder deutlich bequemer, weil sie so die Füße praktisch ausstrecken konnten und nicht herunterbaumelten. Praktisch fanden wir die Hängematte übrigens auch als Erwachsene. Während die Kinder geschlafen haben, konnten wir unsere Beine ebenfalls darauf ablegen und die Sitzposition etwas entspannter gestalten. Mit ausreichend Snacks, etwas Beschäftigung und unserer bewährten Flugausstattung war die Anreise insgesamt gut machbar. Ein weiterer Vorteil Südafrikas: Es gibt praktisch keinen Jetlag, da die Zeitverschiebung zu Österreich je nach Jahreszeit nur ein bis zwei Stunden beträgt.
Unsere ausführlichen Tipps für den Langstreckenflug mit Kindern – inklusive Reisegadgets, Beschäftigungsideen und bewährter Tipps – findet ihr in einem eigenen Beitrag.
Kapstadt mit Kindern – der perfekte Start unserer Südafrika-Reise
Die ersten drei Nächte unserer Reise verbrachten wir in Kapstadt. Die Stadt gilt für viele als eine der schönsten Städte der Welt und schon nach kurzer Zeit konnten wir nachvollziehen, warum. Die Kombination aus beeindruckenden Bergen, traumhaften Stränden, lebendigen Stadtvierteln und der Nähe zur Natur macht Kapstadt zu einem außergewöhnlichen Reiseziel.
Für Familien bietet Kapstadt außerdem den Vorteil, dass sich viele Sehenswürdigkeiten gut miteinander kombinieren lassen. Ob Pinguine am Strand, spektakuläre Küstenstraßen, Aussichtspunkte oder Spielplätze an der Waterfront – Langeweile kommt hier garantiert nicht auf.
Bei der Suche nach einer Unterkunft in Kapstadt bin ich immer wieder auf den Namen Stefanie Dohrmann gestoßen. In verschiedenen Südafrika-Reiseforen wurde sie sowohl als deutschsprachige Reiseexpertin als auch ihre Unterkunft regelmäßig empfohlen. Da wir zum ersten Mal in Südafrika unterwegs waren, erschien uns das als idealer Einstieg. Also nahmen wir Kontakt auf und buchten schließlich ihre Unterkunft.
Rückblickend war das eine sehr gute Entscheidung. Gerade für Südafrika-Neulinge ist es angenehm, bereits vor der Reise eine deutschsprachige Ansprechpartnerin vor Ort zu haben. Gleichzeitig war die Lage unserer Unterkunft ideal für Ausflüge rund um Kapstadt und die Kap-Halbinsel. Ein zusätzlicher Bonus waren die traumhaften Sonnenuntergänge, die wir von dort aus immer wieder genießen konnten.
Unsere Unterkunft in Kapstadt: Sunset Beach holiday accomodation


Kap-Halbinsel mit Kindern: Boulders Beach, Kap der guten Hoffnung & Chapman’s Peak Drive
Wenn wir nur einen einzigen Ausflugstag in Kapstadt empfehlen dürften, wäre es vermutlich die Tour über die Kap-Halbinsel. Die Strecke verbindet spektakuläre Küstenlandschaften, traumhafte Strände, beeindruckende Aussichtspunkte und einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Südafrikas.
Wir haben diesen Ausflug gemeinsam mit Stefanie unternommen, die uns den ganzen Tag begleitet und uns viele wertvolle Insider-Tipps gegeben hat. Gerade beim ersten Besuch in Südafrika war das unglaublich hilfreich, weil man dadurch auch Orte entdeckt, die in klassischen Reiseführern oft gar nicht erwähnt werden. Die Route lässt sich aber genauso gut auf eigene Faust mit dem Mietwagen erkunden.
Einer unserer ersten Stopps war der Muizenberg Beach. Der lange Sandstrand ist vor allem für seine bunten Strandhäuschen und die vielen Surfer bekannt. Die entspannte Atmosphäre und die beeindruckende Kulisse machten sofort Lust auf mehr. Auf dem weiteren Weg Richtung Süden passierten wir immer wieder wunderschöne Küstenabschnitte und nahezu menschenleere Strände. Besonders der Witsands Beach hat uns mit seiner Weitläufigkeit und der rauen Schönheit beeindruckt. Solche Orte zeigen, wie vielfältig die Kap-Halbinsel ist und dass man hier weit mehr findet als nur die bekannten Sehenswürdigkeiten.


Je weiter man Richtung Süden fährt, desto spektakulärer wird die Landschaft. Allein die Fahrt ist bereits ein Erlebnis und einer der Gründe, warum dieser Ausflug zu unseren Highlights der gesamten Reise zählt.
Natürlich durfte auch ein Besuch am Kap der Guten Hoffnung nicht fehlen. Das berühmte Schild gehört für viele Besucher einfach dazu und auch wir haben dort unser Erinnerungsfoto gemacht. Nur wenige Kilometer entfernt liegt Cape Point mit seinem markanten Leuchtturm und den beeindruckenden Aussichtspunkten. Von hier aus blickt man über die zerklüftete Küste und den endlosen Ozean – ein Ort, an dem man die gewaltigen Dimensionen Südafrikas besonders gut spürt.



Ein weiteres Highlight wartete anschließend am Boulders Beach. Die dort lebende Pinguinkolonie war vor allem für unsere Kinder ein absolutes Erlebnis. Die Tiere aus nächster Nähe beobachten zu können, war etwas ganz Besonderes und zählt bis heute zu den schönsten Erinnerungen unserer Reise.
Den perfekten Abschluss fand dieser Ausflug auf dem Rückweg über den berühmten Chapman’s Peak Drive. Die Straße gilt nicht ohne Grund als eine der schönsten Panoramastraßen der Welt. Hinter jeder Kurve eröffnen sich neue Ausblicke auf das Meer, die Berge und die Küstenlinie.



Kapstadt mit Kindern: Waterfront, Camps Bay und der Tafelberg
Auch unser zweiter Tag in Kapstadt hatte einiges zu bieten. Den Vormittag verbrachten wir an der beliebten V&A Waterfront, einem der lebendigsten Viertel der Stadt. Neben zahlreichen Restaurants, Cafés und Geschäften lohnt sich hier auch ein Blick auf die Robbenkolonie im Hafen. Die Tiere liegen dort auf einer schwimmenden Holzplattform, sonnen sich, spielen miteinander oder beobachten das bunte Treiben rundherum. Gerade für Kinder ist das ein toller Ort, um die Robben aus nächster Nähe zu beobachten.
Zum Mittagessen besuchten wir den Oranjezicht City Farm Market, der direkt an der Waterfront liegt. Der Markt zählt für viele zu den schönsten Food Markets in Kapstadt und bietet eine große Auswahl an frisch zubereiteten Speisen aus aller Welt. Geöffnet ist er mitwochs am Abend sowie am Wochenende tagsüber und eignet sich perfekt für eine entspannte Essenspause während eines Sightseeing-Tages.


Anschließend erkundeten wir Kapstadt mit dem Hop-on-Hop-off-Bus. Gerade für einen ersten Überblick über die Stadt fanden wir das eine entspannte Möglichkeit, verschiedene Stadtteile kennenzulernen, ohne ständig selbst fahren zu müssen. Unterwegs legten wir einen Stopp in Camps Bay ein. Der Ort zählt zu den bekanntesten Stränden Kapstadts und beeindruckt mit seiner Lage zwischen Palmen, weißem Sandstrand und den markanten Zwölf Aposteln im Hintergrund. Bei einem Kaffee genossen wir die entspannte Atmosphäre und den traumhaften Ausblick auf das Meer.
Der Höhepunkt des Tages war schließlich der Tafelberg. Bereits vorab hatten wir ein Kombiticket für den Hop-on-Hop-off-Bus und die Tafelberg-Seilbahn gekauft, was sich als sehr praktisch erwiesen hat. Innerhalb weniger Minuten bringt die drehbare Seilbahn Besucher auf eines der bekanntesten Wahrzeichen Südafrikas. Oben angekommen wurden wir mit einem spektakulären Blick über Kapstadt, die Küste und die umliegenden Berge belohnt. Die Aussicht gehört ohne Zweifel zu einer der beeindruckendsten, die wir während unserer gesamten Reise erleben durften.

Von Kapstadt nach Swellendam: Clarence Drive, Betty’s Bay und endlose Weiten
Nach zwei erlebnisreichen Tagen in Kapstadt begann der nächste Abschnitt unserer Südafrika-Reise. Unser Ziel war Swellendam, doch wie so oft in Südafrika war bereits die Fahrt dorthin ein Highlight für sich.
Zunächst folgten wir dem berühmten Clarence Drive, der als eine der schönsten Küstenstraßen Südafrikas gilt. Immer wieder eröffneten sich spektakuläre Ausblicke auf das Meer, die Berge und die zerklüftete Küstenlandschaft. Unser erster längerer Stopp war der Kogel Bay Beach. Der weitläufige Sandstrand liegt eingebettet zwischen Bergen und Ozean und war bei unserem Besuch fast menschenleer. Die Kombination aus türkisblauem Wasser, hellem Sand und den imposanten Bergen im Hintergrund machte diesen Ort zu einem der schönsten Strände, die wir während unserer Reise gesehen haben.


Anschließend besuchten wir das Stony Point Nature Reserve bei Betty’s Bay. Dort lebt eine der größten Brillenpinguin-Kolonien Südafrikas. Da wir bereits am Boulders Beach zahlreiche Pinguine aus nächster Nähe gesehen hatten, entschieden wir uns gegen den kostenpflichtigen Rundweg und beobachteten die Tiere stattdessen von den frei zugänglichen Bereichen aus. Trotzdem hat uns der Ort sehr gut gefallen. Die Atmosphäre war deutlich ruhiger als an vielen anderen Sehenswürdigkeiten rund um Kapstadt und die entspannte Stimmung passte perfekt zu diesem Reisetag.


Je weiter wir uns von der Küste entfernten, desto mehr veränderte sich die Landschaft. Die Straßen waren durchgehend in ausgezeichnetem Zustand und führten durch riesige landwirtschaftlich genutzte Gebiete. Oft fuhren wir unzählige Kilometer lang durch eine scheinbar endlose Weite, ohne ein einziges Dorf oder größere Ansiedlungen zu sehen. Diese Dimensionen haben uns nachhaltig beeindruckt. Auf Fotos lässt sich dieses Gefühl kaum einfangen – man muss es selbst erleben, um die Weite Südafrikas wirklich zu verstehen. Am späten Nachmittag erreichten wir schließlich Swellendam und freuten uns auf unsere erste Nacht bei AfriCamps.
Glamping in Swellendam: Unsere Erfahrung bei AfriCamps Kam’Bati
Nach den vielen Eindrücken in Kapstadt und dem abwechslungsreichen Ausflug entlang der Küste wollten wir bewusst etwas Tempo aus unserer Reise nehmen. Deshalb verbrachten wir zwei Nächte im AfriCamps Kam’Bati bei Swellendam – und genau dafür war die Unterkunft perfekt.
Die luxuriösen Glamping-Zelte verbinden Naturerlebnis mit dem Komfort einer voll ausgestatteten Unterkunft. Unser Zelt verfügte über ein eigenes Badezimmer, eine Küche, gemütliche Betten, eine großzügige Terrasse und als besonderes Highlight einen privaten Holz-Hot-Tub.


Gerade für Familien ist AfriCamps Kam’Bati ein kleines Paradies. Die Kinder verbrachten Stunden am Spielplatz, planschten im Pool oder spielten am Fluss. Gleichzeitig bietet die Anlage genügend Platz, damit jeder seinen eigenen Lieblingsplatz findet.
Rückblickend war dieser Zwischenstopp die perfekte Gelegenheit, neue Energie für die nächsten Etappen unserer Südafrika-Reise zu sammeln. Wer eine Rundreise plant, dem können wir nur empfehlen, bewusst auch ein oder zwei ruhigere Tage einzuplanen. Für uns waren die beiden Nächte in Swellendam genau die richtige Pause zwischen Kapstadt und der Garden Route.


Unsere Unterkunft in Swellendam: AfriCamps Kam’Bati
Wilderness mit Kindern: Entspannte Strandtage an der Garden Route
Nach den erholsamen Tagen in Swellendam ging es für uns weiter nach Wilderness, einem der bekanntesten Küstenorte entlang der Garden Route. Für die nächsten Tage freuten wir uns vor allem auf Strand, Meer und etwas Entschleunigung – und dafür hätten wir uns kaum einen besseren Ort aussuchen können.
Übernachtet haben wir im Dune Beach House, das sich für uns als absoluter Glücksgriff erwiesen hat. Die Unterkunft liegt direkt am Strand und bietet einen traumhaften Blick auf den Ozean. Besonders in Erinnerung geblieben sind uns die zahlreichen Delfine, die wir fast täglich von unserer Terrasse aus oder beim Frühstück beobachten konnten. Immer wieder zogen kleine Gruppen direkt an der Küste vorbei – ein Erlebnis, das sowohl uns als auch die Kinder jedes Mal aufs Neue begeistert hat.
Einen großen Anteil daran, dass wir uns so wohlgefühlt haben, hatte auch Gastgeber Bernie. Er war unglaublich herzlich und sorgte dafür, dass wir uns vom ersten Moment an willkommen fühlten. Solche Gastgeber machen für uns oft den Unterschied zwischen einer guten und einer außergewöhnlichen Unterkunft aus.


Unsere Unterkunft in Wilderness: Dune Beach House
Leider zeigte sich das Wetter während unseres Aufenthalts nicht immer von seiner besten Seite. Die letzten beiden Tage waren recht verregnet, an einem Tag regnete es sogar nahezu durchgehend. Statt uns davon die Laune verderben zu lassen, machten wir einen Ausflug nach George. Dort besuchten wir einen Indoor-Trampolinpark und verbrachten anschließend einige Stunden im Garden Route Mall Einkaufszentrum. Da gerade das Osterwochenende stattfand, gab es für Kinder zahlreiche Aktionen wie Kinderschminken, Luftballontiere und weitere Unterhaltung. So wurde selbst der Regentag für unsere Kinder noch zu einem schönen Erlebnis.
Am anderen Tag fuhren wir nach Knysna, das nur etwa 45 Minuten von Wilderness entfernt liegt. Die kleine Hafenstadt ist vor allem für ihre Lagune und die entspannte Waterfront bekannt. Dort reiht sich ein Restaurant an das nächste und viele Geschäfte laden zum Bummeln ein. Gemeinsam machten wir eine Piratenschifffahrt auf der Lagune. Bei Sonnenschein wäre die Kulisse vermutlich noch spektakulärer gewesen, aber auch so hat uns der Ausflug sehr gut gefallen und war eine schöne Abwechslung zum Strand.
Trotz des durchwachsenen Wetters hat uns Wilderness insgesamt sehr gut gefallen. Die Kombination aus traumhaftem Strand, entspannter Atmosphäre und der zentralen Lage entlang der Garden Route macht den Ort zu einer hervorragenden Basis für Familien.

Oudtshoorn mit Kindern: Safari, Swartberg Pass und die Kleine Karoo
Nach unseren Tagen am Meer verabschiedeten wir uns von der Küste und fuhren über den beeindruckenden Outeniqua Pass ins Landesinnere. Die Landschaft veränderte sich dabei völlig. Statt Ozean und Sandstränden erwarteten uns trockene Ebenen, Berge und die Weite der Kleinen Karoo.
Unterwegs legten wir einen Stopp bei der Chandelier Game Lodge ein. Eigentlich wollten wir dort nur etwas trinken, doch für unsere Kinder wurde der Zwischenstopp schnell zu einem Highlight. Während wir auf der Terrasse saßen, konnten wir Giraffen füttern und die Tiere aus nächster Nähe beobachten. Gerade für Kinder ist das natürlich ein ganz besonderes Erlebnis.



Oudtshoorn selbst haben wir eigentlich nur durchfahren, da unsere Unterkunft etwas außerhalb lag. Der Ort machte auf uns aber einen sympathischen und entspannten Eindruck und dient als perfekter Ausgangspunkt für Ausflüge in die Region.
Safari in der Buffelsdrift Game Lodge
Am Nachmittag stand bereits das nächste Highlight auf dem Programm: eine Safari in der Buffelsdrift Game Lodge, die nur rund zehn Minuten von unserer Unterkunft entfernt liegt. Schon die Anlage selbst hat uns beeindruckt. Vom Restaurant blickt man direkt auf ein großes Wasserloch, in dem mehrere Nilpferde lebten. Leider zeigten sie sich meist nur mit Augen, Ohren und einem kleinen Teil des Kopfes über der Wasseroberfläche, spannend zu beobachten waren sie aber trotzdem.
Bei unserer Safari hatten wir zwar nicht ganz so viel Glück wie erhofft, dennoch konnten wir einige Tiere entdecken. Besonders häufig sahen wir Giraffen, Zebras, Büffel und verschiedene Antilopenarten. Außerdem begegneten wir Schildkröten und natürlich den Nilpferden. Auch wenn wir nicht die ganz große Tierdichte erlebt haben, war die Fahrt durch die weitläufige Landschaft ein spannendes Erlebnis.



Old Mill Logde in Oudtshoorn: Unsere Erfahrung als Familie
Für die nächsten zwei Nächte wohnten wir in der Old Mill Lodge, einer historischen Straußenfarm etwas außerhalb von Oudtshoorn. Die Anlage ist sehr weitläufig und eignet sich hervorragend für Familien. Es gibt mehrere Pools, einen Spielplatz sowie zahlreiche Tiere zum Streicheln und Füttern. Die Zimmer sind zwar nicht besonders modern eingerichtet, dennoch haben wir uns dort sehr wohlgefühlt.
Besonders gefallen hat uns auch das Restaurant der Lodge. Die Steaks waren hervorragend und nach den erlebnisreichen Tagen konnten wir die entspannte Atmosphäre auf der Farm richtig genießen. Gleichzeitig ist die Unterkunft ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung, beispielsweise zum Swartberg Pass, zu den Cango Caves oder zu den verschiedenen Game Lodges der Region.
Unsere Unterkunft in Oudtshoorn: Old Mill Lodge, Seasonal Working Ostrich Farm & Restaurant


Swartberg Pass & Meiringspoort – ein perfekter Ausflugstag
Am nächsten Tag machten wir einen Ausflug über den berühmten Swartberg Pass. Die historische Passstraße zählt zu den bekanntesten Panoramastraßen Südafrikas und führte uns durch eine beeindruckende Berglandschaft mit immer neuen Ausblicken. Obwohl die Straße stellenweise etwas holprig ist, war sie mit unserem normalen Mietwagen problemlos zu befahren. Gleichzeitig war überraschend wenig Verkehr unterwegs, sodass wir die Fahrt ganz entspannt genießen konnten.



Auf der anderen Seite des Passes erreichten wir das kleine Örtchen Prince Albert. Dort legten wir eine kurze Pause ein, bevor wir über die Meiringspoort-Schlucht zurück Richtung Oudtshoorn fuhren.
Auch diese Strecke hat uns sehr gut gefallen. Die Straße führt durch eine beeindruckende Schlucht und folgt dabei immer wieder dem Flusslauf. Ein Stopp am Meiringspoort-Wasserfall gehört für uns hier unbedingt dazu. Der kurze Spaziergang vom Parkplatz dauert nur wenige Minuten und lohnt sich absolut. Der Wasserfall liegt zwischen den Felsen und bietet einen schönen Ort zum Entspannen und an warmen Tagen auch zum Abkühlen.



Unterwegs machten wir außerdem noch einen kurzen Halt in De Rust. Das kleine Dorf gilt als eines der schönsten Orte der Kleinen Karoo und eignet sich perfekt für eine gemütliche Pause, bevor es zurück nach Oudtshoorn geht.
Robertson und Stellenbosch: Weinregionen zum Abschluss unserer Südafrika-Reise
Nach unseren Tagen in der Kleinen Karoo ging es weiter zu unserer letzten Unterkunft vor dem Rückflug. Unterwegs legten wir noch einen unterhaltsamen Stopp bei Ronnie’s Sex Shop ein. Trotz des Namens handelt es sich ursprünglich gar nicht um einen Sexshop, sondern um eine Bar, die durch einen scherzhaften Schriftzug bekannt wurde. Im Inneren hängen unzählige Erinnerungsstücke von der Decke, die Wände sind mit Nachrichten und Unterschriften von Besuchern bedeckt und die Atmosphäre ist herrlich skurril. Ein kurzer Halt lohnt sich auf jeden Fall.

Kurz vor unserer Unterkunft machten wir außerdem noch einen Stopp bei theLAB Robertson. Die kleine Anlage mit Zimmern, Restaurant und Weingut hat uns sofort begeistert. Die entspannte Atmosphäre, das hervorragende Essen und die ausgezeichneten Weine machten diesen Zwischenstopp zu einem echten Highlight. Gerade die Weinregion rund um Robertson hat uns mit ihrer Ruhe und den beeindruckenden Landschaften sehr gefallen.


Unsere Unterkunft in Robertson: AfriCamps Pat Busch
Für unsere letzte Nacht in Südafrika haben wir uns erneut für ein AfriCamps entschieden – diesmal für AfriCamps Pat Busch bei Robertson. Leider blieben wir nur eine Nacht, sodass wir die Anlage gar nicht so intensiv nutzen konnten, wie wir es gerne getan hätten.
Die Unterkunft liegt eingebettet zwischen Bergen, Weinbergen und Naturreservaten und bietet dieselbe gelungene Kombination aus Naturerlebnis und Komfort, die wir bereits von AfriCamps Kam’Bati kannten. Jedes Zelt verfügt über eine eigene Terrasse und einen privaten Holz-Hot-Tub, von dem aus man die ruhige Umgebung genießen kann.
Gerade die Lage hat uns sehr gefallen. Wer ein oder zwei entspannte Tage in der Weinregion verbringen möchte, findet hier einen idealen Ausgangspunkt für Ausflüge zu den zahlreichen Weingütern rund um Robertson.
Unsere Unterkunftsempfehlung: AfriCamps at Pat Busch


Stellenbosch mit Kindern: Unser Stopp auf der Spier Wine Farm
Bevor es zurück nach Kapstadt und zum Flughafen ging, legten wir noch einen Stopp in Stellenbosch ein. Die Region gilt als das Zentrum des südafrikanischen Weinbaus und ist bekannt für ihre zahlreichen Weingüter und die wunderschöne Landschaft.
Besucht haben wir die Spier Wine Farm, eines der ältesten und bekanntesten Weingüter Südafrikas. Die Anlage ist beeindruckend weitläufig und bietet weit mehr als klassische Weinverkostungen. Neben Restaurants, kleinen Geschäften und großzügigen Grünflächen gibt es auch einen schönen Spielplatz für Kinder.
Besonders gefallen hat uns, dass man die Anlage ganz entspannt erkunden kann. Selbst wer keinen Wein verkosten möchte, findet hier genügend Möglichkeiten zum Spazieren, Essen oder einfach zum Genießen der Atmosphäre. Dadurch eignet sich Spier auch hervorragend für Familien mit Kindern.
Für einen längeren Aufenthalt in Stellenbosch hat unsere Zeit leider nicht gereicht. Der kurze Besuch hat uns aber definitiv Lust gemacht, die Weinregion bei einer zukünftigen Südafrika-Reise noch ausführlicher zu erkunden.


Unsere Highlights in Südafrika mit Kindern
Wenn wir auf unsere 12 Tage in Südafrika zurückblicken, sind uns vor allem diese Erlebnisse in Erinnerung geblieben:
Boulders Beach
Die Pinguine aus nächster Nähe zu beobachten, war für unsere Kinder ein absolutes Highlight.
Tafelberg
Die Aussicht über Kapstadt gehört zu den beeindruckendsten Erlebnissen der Reise.
Kap-Halbinsel
Traumhafte Küstenstraßen, spektakuläre Ausblicke und wunderschöne Strände.
Delfine in Wilderness
Fast täglich konnten wir Delfine direkt von unserer Terrasse aus beobachten.
Safari und Tiererlebnisse in Oudtshoorn
Giraffen, Zebras, Büffel und viele weitere Tiere begeisterten die Kinder.
Swartberg Pass & Meiringspoort
Eine beeindruckende Route durch die Kleine Karoo.
AfriCamps
Unsere Lieblingsunterkünfte der Reise mit der perfekten Mischung aus Natur und Komfort.
Robertson & Stellenbosch
Entspannte Weinregionen mit traumhafter Landschaft und familienfreundlichen Weingütern.
Südafrika mit Kindern: Unsere Erfahrungen und Tipps
Nach 12 Tagen Mietwagen-Rundreise können wir Südafrika Familien mit Kindern definitiv empfehlen. Die Mischung aus Natur, Tiererlebnissen, Stränden, Bergen und familienfreundlichen Unterkünften hat uns begeistert. Einige Dinge würden wir zukünftigen Südafrika-Reisenden aber gerne mitgeben.
Neben einer guten Routenplanung gehört für uns bei einer Fernreise mit Kindern auch immer eine gut ausgestattete Reiseapotheke dazu. Gerade bei längeren Fahrstrecken oder Ausflügen in abgelegenere Regionen ist es beruhigend, die wichtigsten Medikamente und Hilfsmittel griffbereit zu haben. Was bei uns immer mitreist, zeigen wir euch in unserer Reiseapotheke für Kinder.
Ist Südafrika mit Kindern sicher?
Diese Frage wird wohl am häufigsten gestellt. Natürlich sollte man die üblichen Vorsichtsmaßnahmen beachten und sich vorab über die jeweiligen Regionen informieren. Während unserer Reise haben wir uns jedoch zu keinem Zeitpunkt unsicher gefühlt. Wie in vielen anderen Ländern auch haben wir nachts abgelegene Gegenden gemieden, keine Wertsachen offen im Auto liegen gelassen und auf unser Bauchgefühl gehört.
Autofahren in Südafrika
Das Autofahren hat deutlich besser funktioniert als erwartet. Zwar herrscht Linksverkehr, daran gewöhnt man sich aber überraschend schnell. Die Straßen waren fast durchgehend in sehr gutem Zustand und auch längere Fahrten empfanden wir als angenehm. Besonders beeindruckt haben uns die weiten Landschaften und die vielen schönen Stopps entlang der Strecken.
Beste Reisezeit für Südafrika mit Kindern
Wir waren während der Osterferien in Südafrika unterwegs, also Ende März beziehungsweise Anfang April. Zu dieser Zeit beginnt im Westen Südafrikas langsam der Übergang vom Sommer zum Herbst. Tagsüber hatten wir meist angenehme Temperaturen – bis zu 30 Grad Celsius – für Ausflüge, Strandbesuche und Safaris, während es in den Morgen- und Abendstunden teilweise schon etwas frischer wurde. Da waren eine leichte Jacke oder ein Pullover morgens und abends durchaus sinnvoll.
Rückblickend würden wir diese Reisezeit jederzeit wieder wählen. Die Temperaturen waren angenehm und viele Sehenswürdigkeiten waren deutlich weniger überlaufen als in den südafrikanischen Sommerferien rund um Weihnachten und Neujahr.
Gerade Familien, die den größten Besucherandrang vermeiden möchten, finden im März und April aus unserer Sicht eine hervorragende Reisezeit für Kapstadt, die Garden Route und die Weinregionen. Wer baden möchte, sollte allerdings bedenken, dass das Meer selbst im südafrikanischen Sommer vielerorts eher frisch bleibt.
Hauptreisezeit: Die südafrikanische Hauptsaison fällt in den Sommer auf der Südhalbkugel, also in unsere Weihnachtsferien von etwa Mitte Dezember bis Ende Januar. Dann ist es landesweit sehr warm bis heiß, Strände und Sehenswürdigkeiten sind voller, Unterkünfte teurer, und frühe Buchung ist ratsam.
Ist Südafrika familienfreundlich?
Aus unserer Sicht ganz klar: Ja. Südafrika hat uns in dieser Hinsicht sogar positiv überrascht. Egal ob Restaurants, Unterkünfte oder Ausflugsziele – Kinder waren eigentlich überall willkommen.
Besonders gefallen hat uns, dass viele Restaurants über tolle Spielplätze, große Außenbereiche oder Wiesen zum Herumlaufen verfügen. Dadurch konnten wir unser Essen oft ganz entspannt genießen, während die Kinder spielten. Auch bei Unterkünften wie den AfriCamps oder der Old Mill Lodge wurde schnell deutlich, dass Familien hier gerne gesehen sind.
Hinzu kommen die vielen Erlebnisse, die Kinder begeistern: Pinguine am Boulders Beach, Delfine in Wilderness, Giraffen füttern, Safaris oder die zahlreichen Tiere auf den Farmen entlang der Route. Kaum ein Tag verging, ohne dass unsere Kinder etwas Neues entdecken konnten.
Natürlich sind die Fahrstrecken teilweise länger als in vielen europäischen Urlaubsländern. Durch die vielen Möglichkeiten für Zwischenstopps empfanden wir das jedoch nie als problematisch. Im Gegenteil: Viele spontane Stopps entlang der Strecke gehören heute zu unseren schönsten Erinnerungen an die Reise.
Unser Fazit: Lohnt sich Südafrika mit Kindern?
Nach 12 Tagen, rund 1.700 Kilometern im Mietwagen, unzähligen Tierbeobachtungen, traumhaften Stränden, beeindruckenden Landschaften und vielen besonderen Begegnungen können wir die Frage ganz klar mit Ja beantworten: Südafrika ist ein großartiges Reiseziel für Familien.
Natürlich hätten wir gerne noch etwas mehr Zeit gehabt. Vor allem die Garden Route und die Weinregionen hätten problemlos noch einige zusätzliche Tage verdient. Gleichzeitig hat unsere Route aber gezeigt, dass man auch in knapp zwei Wochen bereits viele Highlights im Westen Südafrikas erleben kann.
Südafrika hat uns vom ersten bis zum letzten Tag begeistert und gehört für uns heute zu den schönsten Fernreisezielen, die wir bisher als Familie bereist haben.
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