Bali mit Kindern – Unsere Erfahrungen, Route und Tipps für 3 Wochen Familienurlaub

Grüne Tegalalang Reisterrassen rund um Ubud auf Bali

Drei Wochen voller Reisterrassen, Traumstrände, Wasserfälle und Inselabenteuer – und jede Menge unvergesslicher Familienmomente.

Reise auf einen Blick

Reiseziel: Bali, Indonesien
Reisezeit: April
Reisedauer: 3 Wochen
Kinder: 3 & 5 Jahre
Anreise: Wien – Doha – Denpasar
Route: Nusa Dua – Lovina – Ubud – Nusa Lembongan – Sanur
Fortbewegung: Deutschsprachiger Guide mit Fahrer

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Bali mit Kindern – geht das entspannt? Genau diese Frage haben wir uns vor unserer Reise auch gestellt. Drei Wochen waren wir im April mit unseren beiden Kindern, damals knapp drei und knapp fünf Jahre alt, auf Bali unterwegs. Unsere Route führte uns von Nusa Dua über Lovina und Ubud bis nach Nusa Lembongan und Sanur. Auf dem Rückweg haben wir außerdem noch einen kurzen Stopover in Doha eingelegt.

Bali hat uns als Familienreiseziel wirklich überrascht. Die Insel ist unglaublich abwechslungsreich: traumhafte Strände, grüne Reisterrassen, Wasserfälle, Tempel, Tiere, gutes Essen, schöne Unterkünfte und viele Ausflugsmöglichkeiten, die auch mit kleinen Kindern gut machbar sind.

Natürlich ist Bali nicht perfekt. Der Verkehr auf der Insel ist in manchen Regionen, wie beispielsweise rund um Ubud, intensiv, die Luftfeuchtigkeit war am Ende der Regenzeit sehr hoch und auch das Müllproblem war bei unserer Reise sichtbar. Trotzdem würden wir Bali mit Kindern definitiv empfehlen – vor allem für Familien, die gerne individuell reisen und Lust auf eine Mischung aus Natur, Strand, Kultur und kleinen Abenteuern haben.

Warum Bali ein perfektes Reiseziel mit Kindern ist?

Bali ist ein sehr familienfreundliches Reiseziel. Wir haben uns auf der Insel sicher gefühlt, die Menschen waren unglaublich freundlich zu unseren Kindern und die Unterkünfte waren meist sehr gut auf Familien eingestellt.

Besonders angenehm fanden wir die Mischung aus Strand, Natur und Ausflügen. Man kann morgens Reisterrassen besuchen, nachmittags an einem Wasserfall spielen oder den Tag gemütlich am Pool ausklingen lassen. Genau diese Abwechslung macht Bali mit Kindern so spannend.

Auch die medizinische Versorgung ist auf Bali grundsätzlich gut gegeben, vor allem in den touristischen Regionen im Süden und rund um Ubud. Trotzdem würden wir bei einer Reise mit Kindern immer eine gute Reiseapotheke und eine Auslandskrankenversicherung empfehlen. Welche Medikamente wir auf Fernreisen immer dabeihaben, zeigen wir euch in unserer Reiseapotheke für Kinder.

Ein Thema, über das man bei Bali fast immer liest, ist „Bali Belly“, also Magen-Darm-Beschwerden durch ungewohntes Essen, Keime oder verunreinigtes Wasser. Wir hatten damit zum Glück keine Probleme. Trotzdem haben wir auf ein paar Dinge geachtet: kein Leitungswasser trinken, Zähne mit Flaschenwasser putzen, Hände regelmäßig desinfizieren, bei Eiswürfeln vorsichtig sein und bei kleinen Straßenständen genau schauen, ob das Essen frisch zubereitet wird.

Unsere Route durch Bali mit Kindern

Wir waren insgesamt drei Wochen unterwegs und haben die Reise bewusst nicht zu vollgepackt. Gerade mit kleinen Kindern wollten wir genug Zeit zum Ankommen, Spielen und Entspannen haben.

Für die Anreise nach Bali haben wir uns für die Strecke Wien – Doha – Denpasar entschieden. Die reine Flugzeit beträgt je nach Verbindung rund 16 bis 18 Stunden. Während die Flüge zwischen Wien und Doha tagsüber stattfanden, war die Langstrecke zwischen Doha und Denpasar jeweils ein Nachtflug. Beide Kinder haben den Großteil des Fluges verschlafen und waren bei der Ankunft deutlich entspannter, als wir es ursprünglich erwartet hatten. Unsere besten Tipps für einen entspannten Langstreckenflug mit Kindern haben wir in einem eigenen Beitrag zusammengefasst.

Besonders hilfreich war dabei eine Flugzeug-Hängematte für Kinder, die am Sitz und am heruntergeklappten Tisch befestigt wird. Dadurch konnten die Kinder ihre Beine ausstrecken und deutlich bequemer schlafen. Auch wir Erwachsenen haben sie gerne genutzt, um die Beine quer darüber abzulegen. Gerade auf Langstreckenflügen ist das für uns ein Must-have.

Unsere Reiseroute für drei Wochen Bali mit Kindern mit allen Zwischenstopps

Reisegadget-Empfehlung: Flugzeughängematte

Nusa Dua – entspannter Start in unsere Bali-Reise

Strand des Paradisus by Meliá Bali in Nusa Dua

Unsere Unterkunft: Paradisus by Meliá Bali

Für die ersten Tage auf Bali haben wir uns bewusst für ein familienfreundliches Resort entschieden – und das Paradisus by Meliá Bali (ehemals Meliá Bali) war dafür die perfekte Wahl. Nach dem langen Flug konnten wir hier in Ruhe ankommen, uns an die Zeitverschiebung gewöhnen und die ersten Urlaubstage entspannt genießen.

Besonders gefallen hat uns die weitläufige Anlage mit ihren tropischen Gärten, den vielen Pools und der direkten Strandlage. Unsere Kinder hatten schnell ihre Lieblingsplätze gefunden und es gab immer etwas zu entdecken. Im Kinderprogramm konnten sie sogar Tiere füttern, außerdem gibt es einen Spielplatz und verschiedene Aktivitäten für Familien.

Auch der Strand war für unsere Kinder spannend. Durch die deutlich sichtbaren Gezeiten konnte man bei Ebbe auf Entdeckungstour gehen und nach Krebsen, Muscheln und anderen kleinen Meeresbewohnern suchen. Für unsere beiden war das fast spannender als das Baden selbst.

Vom Hotel aus konnte man auch gut am Strand entlang spazieren. Am Nachbarstrand gibt es Möglichkeiten zum Abendessen direkt am Meer – eine schöne Option, wenn man mal nicht im Hotel essen möchte.

Wer mit Kindern nach Bali reist und die ersten Tage möglichst entspannt verbringen möchte, findet in Nusa Dua und im Paradisus by Meliá Bali aus unserer Sicht einen idealen Startpunkt für die Reise.

Unsere Unterkunft in Nusa Dua: Paradisus by Meliá Bali

Uluwatu – traumhafte Strände und starke Wellen

Strand und türkisblaues Meer am Karma Beach

Von Nusa Dua aus haben wir einen Tagesausflug nach Uluwatu gemacht – etwa eine halbe Stunde Fahrtzeit. Die Region im Süden Balis ist bekannt für ihre Klippen, Strände und Surfer. Für uns waren die Strände rund um Uluwatu eines der großen Highlights der Reise.

Unser erster Stopp war der Gunung Payung Beach. Schon der kurze Fußweg dorthin war für die Kinder spannend, weil wir unterwegs einige Affen gesehen haben. Der Strand selbst ist wunderschön und deutlich ruhiger als viele andere bekannte Strände auf Bali. Die Wellen waren sehr stark, daher war Baden mit kleinen Kindern nur eingeschränkt möglich. Dafür war es ein toller Ort, um Surfern zuzusehen und die Kraft des Meeres zu spüren.

Danach waren wir im Karma Beach Club. Der Beachclub liegt unterhalb der Klippen und bietet einen sehr schönen Strandabschnitt, Liegen, Essen und eine entspannte Atmosphäre. Für uns war es eine gute Möglichkeit, einen traumhaften Strand mit etwas Komfort zu verbinden. Gerade mit Kindern ist es manchmal angenehm, wenn Toiletten, Schatten, Essen und Getränke direkt verfügbar sind.

Den Uluwatu-Tempel und ein Abendessen am Jimbaran Beach hätten wir theoretisch noch eingeplant gehabt. Wir haben uns aber bewusst dagegen entschieden, weil wir die Kinder nicht überfordern wollten. Das war für uns eine wichtige Erkenntnis auf Bali: Lieber weniger Programmpunkte und dafür entspannter reisen.

Von Nusa Dua nach Lovina – Reisterrassen und Tempel unterwegs

Der Transfer von Nusa Dua nach Lovina war gleichzeitig unser erster großer Ausflugstag auf Bali. Ohne Stopps benötigt man für die Strecke je nach Verkehr normalerweise etwa drei bis vier Stunden. Da wir unterwegs jedoch einige Sehenswürdigkeiten besichtigen wollten und auf Teilen der Strecke recht viel Verkehr hatten, waren wir letztendlich fast den gesamten Tag unterwegs.

Dank der mehreren Stopps war die Strecke aber auch mit unseren Kindern gut machbar. Statt mehrere Stunden am Stück im Auto zu sitzen, konnten wir unterwegs immer wieder etwas Neues entdecken, uns die Beine vertreten und die Fahrt in kleinere Etappen aufteilen.

Besonders angenehm war dabei, dass wir mit deutschsprachigem Guide und privatem Fahrer unterwegs waren. So konnten wir jederzeit spontan eine Pause einlegen, einen Kaffee trinken oder einfach kurz durchatmen. Gerade mit Kindern haben wir diese Flexibilität sehr geschätzt.

Jatiluwih Reisterrassen

Grüne Reisterrassen in Jatiluwih auf Bali

Unser erster Stopp auf dem Weg nach Lovina waren die Jatiluwih Reisterrassen. Schon bei der Anfahrt waren wir beeindruckt von den scheinbar endlosen grünen Terrassen, die sich über die Hänge ziehen. Im Vergleich zu den bekannteren Tegalalang Reisterrassen rund um Ubud wirkt hier alles deutlich weitläufiger und ruhiger.

Leider hatten wir an diesem Tag nicht das beste Wetter erwischt. Es war überwiegend bewölkt und immer wieder gingen kurze Regenschauer nieder. Natürlich hätten wir die Reisterrassen gerne bei strahlendem Sonnenschein erlebt, da die Landschaft dann vermutlich noch beeindruckender wirkt. Trotzdem hatten wir Glück und konnten unseren Spaziergang durch die Reisfelder zwischen den Regenschauern problemlos machen.

Die Jatiluwih Reisterrassen gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe und gelten als eines der schönsten Beispiele für das traditionelle balinesische Bewässerungssystem „Subak“, das seit Jahrhunderten genutzt wird. Während unserer kleinen Wanderung durch die Reisfelder hat uns unser Guide viel über den Reisanbau und die Bedeutung der Reisterrassen für die balinesische Kultur erzählt.

Auch mit Kindern war der Spaziergang gut machbar. Dank der befestigten Wege und der vielen Aussichtspunkte konnten wir immer wieder kurze Pausen einlegen und die beeindruckende Landschaft genießen. Vor Ort gibt es außerdem ein Restaurant, sodass sich der Besuch ideal mit einer Mittagspause verbinden lässt.

Pura Ulun Danu Bratan Tempel

Danach ging es weiter zum Pura Ulun Danu Bratan Wassertempel, einem der bekanntesten Tempel Balis. Der Tempel liegt direkt am Wasser und wirkt dadurch sehr besonders. Bei uns begann es dort zwar zu regnen, schön war der Besuch trotzdem.

Die Anlage ist groß und auch für Kinder interessant, weil es dort einiges zu sehen gibt. Neben dem Tempelbereich gab es zahlreiche riesige Tierfiguren sowie echte Tiere, was für unsere Kinder natürlich spannend war.

Lovina – ruhiger Norden und schwarze Strände

Nach den ersten erlebnisreichen Tagen im Süden der Insel ging es für uns weiter nach Lovina im Norden Balis. Schon bei der Ankunft merkten wir, dass hier eine ganz andere Stimmung herrscht. Alles wirkt etwas ruhiger, entspannter und weniger touristisch. Wir waren drei Nächte dort, sind aber jeweils am Ankunfts- und Abreisetag unterwegs gewesen, sodass wir die Villa vor allem als ruhigen Rückzugsort genutzt haben.

Übernachtet haben wir in der Villa Surgawi. Für uns als Familie war das ein tolles Erlebnis: eine große Villa ganz für uns alleine, mit Poolboy, Gärtner und einer Hausfrau/Köchin, die uns morgens Frühstück gemacht hat. Auf Wunsch kochte sie uns auch andere Mahlzeiten. Dafür mussten wir ihr lediglich Geld für die Einkäufe geben, den Rest organisierte sie selbst. Am letzten Tag haben wir uns eine Masseurin für eine balinesische Massage in die Villa bestellt. Das war super angenehm und im Vergleich zu europäischen Preisen äußerst günstig.

Lovina selbst ist vor allem für seine schwarzen Sandstrände und die beliebten Delfintouren bekannt. Auf Letztere haben wir allerdings bewusst verzichtet. Da uns das Thema Tierschutz wichtig ist, wollten wir keine Tour unterstützen, bei der die Tiere möglicherweise bedrängt werden. Stattdessen genossen wir die entspannte Atmosphäre, die Ruhe und die etwas ursprünglichere Seite Balis, die wir hier kennenlernen durften.

Unsere Unterkunft in Lovina: Villa Surgawi

Von Lovina nach Ubud – Wasserfall, Zwillingsseen, Kaffeeplantage und Affenwald

Der Transfer von Lovina nach Ubud war unser nächster großer Reisetag. Für die Strecke benötigt man ohne längere Stopps normalerweise etwa zwei bis drei Stunden. Da wir unterwegs jedoch mehrere Sehenswürdigkeiten besuchen wollten, haben wir auch diesen Tag bewusst als Ausflugstag geplant.

Mit den Stopps beim Gitgit Wasserfall, den Zwillingsseen, einer Kaffee- und Kakaoplantage sowie dem Affenwald in Ubud war der Tag gut gefüllt und verging deutlich schneller als eine reine Autofahrt. Gerade mit Kindern hat sich diese Art des Reisens für uns bewährt, da wir immer wieder aussteigen, etwas Neues entdecken und uns die Beine vertreten konnten.

Gitgit Wasserfall

Unser erster Stopp auf dem Weg nach Ubud war der Gitgit Wasserfall, einer der bekanntesten Wasserfälle im Norden Balis. Nach einem kurzen Spaziergang durch die tropische Vegetation erreicht man den rund 35 Meter hohen Wasserfall, der beeindruckend in die Tiefe stürzt. Nach einem etwa 15- bis 20-minütigen Spaziergang durch die tropische Vegetation erreicht man den rund 35 Meter hohen Gitgit Wasserfall. Mit kleinen Kindern und einigen Fotostopps sollte man etwas mehr Zeit einplanen, die Strecke ist aber grundsätzlich gut machbar.

Am Wasserfall selbst kann man die Füße ins kühle Wasser halten und die erfrischende Atmosphäre genießen. Für uns war der Besuch ein schöner Zwischenstopp und eine tolle Gelegenheit, die vielfältige Natur Balis zu erleben.

Zwillingsseen Buyan und Tamblingan

Nach dem Besuch des Gitgit Wasserfalls machten wir einen kurzen Stopp bei den berühmten Zwillingsseen Buyan und Tamblingan. Die beiden Seen liegen in einer bergigen Region im Norden Balis und werden von dichtem Regenwald umgeben. Durch die höhere Lage herrschen hier meist angenehmere Temperaturen als an der Küste, was besonders nach den heißen und feuchten Tagen im Süden eine willkommene Abwechslung war.

Wir haben die Seen nicht direkt besucht, sondern einen der bekannten Aussichtspunkte entlang der Straße angefahren. Von dort bietet sich ein beeindruckender Blick auf beide Seen gleichzeitig. Die Aussicht zählt für viele zu den schönsten Panoramablicken auf Bali und eignet sich perfekt für einen kurzen Fotostopp während einer Rundreise durch den Norden der Insel.

Besonders begeistert waren unsere Kinder allerdings von den vielen Affen, die sich rund um den Viewpoint aufhielten. Die Tiere liefen frei herum, kletterten auf Geländern und Bäumen und sorgten für viel Unterhaltung. Für unsere beiden war das mindestens genauso spannend wie die Aussicht selbst. Wie überall auf Bali gilt aber auch hier: Abstand halten, nichts füttern und auf lose Gegenstände achten.

Kaffee- und Kakaoplantage Tegal Sari Luwak Coffee

Sehr spannend fanden wir den Besuch der Kaffee- und Kakaoplantage Tegal Sari Luwak Coffee. Dort haben wir gesehen, wie viele Gewürze und Lebensmittel wachsen, die wir sonst nur aus dem Supermarkt kennen: Kaffee, Kakao, Zimt, Pfeffer und vieles mehr.

Wir haben verschiedene Tees und Kaffee probiert und auch den bekannten Luwak-Kaffee gekostet. Dieser Kaffee wird aus Kaffeebohnen hergestellt, die von Schleichkatzen gefressen und wieder ausgeschieden werden. Danach werden die Bohnen gereinigt, geröstet und verarbeitet. Für uns war es interessant, das einmal zu sehen und zu probieren, auch wenn es sicher nicht für jeden ein Muss ist.

Sacred Monkey Forest in Ubud

Ein absolutes Highlight für unsere Kinder war der Besuch des Sacred Monkey Forest in Ubud. Das weitläufige Waldgebiet mitten in Ubud ist die Heimat von mehreren hundert freilebenden Langschwanzmakaken und zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten auf Bali.

Wir hatten einen Guide vor Ort dabei, was wir mit kleinen Kindern sehr angenehm fanden. So konnten wir die Affen beobachten und füttern, ohne uns unsicher zu fühlen. Besonders begeistert waren unsere Kinder von den vielen Babyaffen, die sich an ihre Mütter klammerten oder verspielt durch die Anlage turnten. Trotzdem sollte man die Affen nicht unterschätzen. Sie sind neugierig, intelligent und manchmal erstaunlich schnell. Sonnenbrillen, Mützen, Essen oder andere lose Gegenstände sollten deshalb gut verstaut werden.

Für Familien mit Kindern gehört der Sacred Monkey Forest für uns definitiv zu den schönsten Ausflugszielen rund um Ubud.

Ubud – Reisterrassen, Wasserfälle und Familienausflüge

Ubud war einer der abwechslungsreichsten Stopps unserer Bali-Reise. Wir haben dort vier Nächte verbracht und in der Villa Kayu Lama übernachtet. Die Villa liegt etwas außerhalb des Zentrums, eingebettet zwischen Reisfeldern und tropischer Vegetation. Gerade diese ruhige Lage hat uns sehr gefallen, denn rund um Ubud herrscht oft dichter Verkehr und entsprechend viel Trubel.

Wer nicht mitten im Zentrum wohnen muss und stattdessen Wert auf Ruhe, Privatsphäre und Natur legt, ist hier unserer Meinung nach genau richtig. Nach unseren Ausflügen konnten wir uns in der Villa wunderbar entspannen und die friedliche Atmosphäre genießen. Besonders schön waren die Morgenstunden. Das Frühstück wurde jeden Tag direkt in unsere Villa geliefert und wir konnten ganz entspannt mit Blick auf die umliegenden Reisfelder in den Tag starten.

Unsere Unterkunft in Ubud: Villa Kayu Lama

Für uns war Ubud ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge. Gleichzeitig muss man wissen: Rund um Ubud ist sehr viel Verkehr. Die Straßen sind voll, Mopeds fahren kreuz und quer und man braucht für kurze Strecken oft länger als erwartet.

Bali Zoo

Ein Ausflug führte uns in den Bali Zoo. Unsere Kinder fanden den Besuch toll. Die Anlage ist weitläufig gestaltet und bietet die Möglichkeit, viele verschiedene Tiere aus nächster Nähe zu beobachten. Für Familien mit Kindern ist der Zoo daher ein beliebtes Ausflugsziel rund um Ubud.

Besonders in Erinnerung geblieben ist uns, dass unser Sohn sogar einen Tiger füttern durfte – natürlich sicher durch den Käfig und mit Fleisch an einer langen Stange. Für ihn war das ein unglaublich aufregendes Erlebnis, von dem er noch lange nach der Reise erzählt hat.

Kanto Lampo Wasserfall

Nach unserem Besuch im Bali Zoo machten wir uns auf den Weg zum Kanto Lampo Wasserfall. Die Anfahrt von dort dauert je nach Verkehr nur etwa 20 bis 30 Minuten und eignet sich daher perfekt als Kombination für einen abwechslungsreichen Tagesausflug rund um Ubud.

Vom Parkplatz führt ein kurzer Weg (etwa 10 Minuten) mit einigen Stufen hinunter zum Wasserfall, der in mehreren Kaskaden über die Felsen fließt. Bei unserem Besuch war allerdings sehr viel los. Wer die beeindruckende Kulisse möglichst ohne Menschenmassen erleben möchte, sollte möglichst früh am Morgen kommen.

Trotz der vielen Besucher hat uns der Ausflug gut gefallen. Besonders unsere Kinder hatten großen Spaß im flachen Flussbereich zu spielen, Steine zu sammeln und sich im kühlen Wasser etwas abzukühlen.

Tegalalang Reisterrassen und Bali Swing

Die Tegalalang Reisterrassen zählen zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Balis und waren für uns Erwachsene eines der absoluten Highlights der Reise. Die kunstvoll angelegten Terrassen ziehen sich über die Hänge und bieten an nahezu jeder Ecke beeindruckende Ausblicke. Kein Wunder, dass dieser Ort zu den meistfotografierten Spots der Insel gehört.

Grüne Reisterrassen bei Ubud auf Bali

Im Vergleich zu den deutlich weitläufigeren Jatiluwih Reisterrassen ist hier zwar mehr los, dennoch hat uns die besondere Atmosphäre sofort begeistert. Wir haben dort einen Spaziergang gemacht und Sandra hat die Bali Swing ausprobiert. Dafür kann man sich ein Kleid ausborgen, was auf den Fotos natürlich besonders schön aussieht. Danach wird man gesichert, bekommt ordentlich Schwung und gleitet über die Reisterrassen. Eine ziemlich coole Erfahrung und definitiv ein besonderer Bali-Moment.

Familienrestaurant – Bali Family Hangout

Zum Mittagessen waren wir im Bali Family Hangout, einem familienfreundlichen Restaurant mit großem Spielplatz im Zentrum von Ubud.

Für Reisen mit Kleinkindern sind solche Orte Gold wert. Die Erwachsenen können in Ruhe essen, während die Kinder spielen und sich bewegen können.

Tlaga Singha

Gestärkt vom Mittagessen im Bali Family Hangout ließen wir den Tag im Tlaga Singha ausklingen. Die Anlage liegt etwas außerhalb von Ubud und verbindet Restaurant, Poolbereich und Day-Club-Atmosphäre mit einem wunderschönen Blick auf die umliegende tropische Landschaft. Besonders bekannt ist Tlaga Singha für seinen Infinity Pool mit Blick ins Grüne, die stilvolle Anlage und die entspannte Atmosphäre. Im Vergleich zu vielen anderen Sehenswürdigkeiten rund um Ubud geht es hier deutlich ruhiger zu.

Für uns war das genau die richtige Mischung aus Erlebnis und Erholung. Nach mehreren Ausflugstagen und den vielen Eindrücken der vergangenen Tage tat es gut, einfach einmal zu entspannen, im Pool zu planschen und die Aussicht zu genießen. Auch für unsere Kinder war es eine schöne Abwechslung, nachdem wir zuvor viel unterwegs gewesen waren.

Nusa Lembongan – türkisblaues Wasser, Traumstrände und ganz viel Entschleunigung

Nach vier erlebnisreichen Tagen in Ubud zog es uns wieder ans Meer. Von Ubud fuhren wir zunächst nach Sanur und setzten anschließend mit dem Schnellboot nach Nusa Lembongan über. Es ist eine kleine Insel südöstlich von Bali und bekannt für ihre traumhaften Strände, das türkisfarbene Wasser und die entspannte Atmosphäre. Im Vergleich zu vielen Regionen auf Bali gibt es hier weniger Hektik und insgesamt ein sehr entschleunigtes Inselgefühl.

Übernachtet haben wir in den Lembongan Island Beach Villas am Jungut Batu Beach. Die Lage hat uns besonders gut gefallen, da wir viele Restaurants, Bars und mehrere Strände bequem zu Fuß erreichen konnten. Gerade mit Kindern ist es angenehm, nicht ständig auf ein Taxi oder einen Fahrer angewiesen zu sein.

Direkt vor unserer Unterkunft am Jungut Batu Beach herrschte tagsüber allerdings durchaus Betrieb. Hier legen regelmäßig Schnellboote und Ausflugsboote an, weshalb immer wieder Boote am Strand zu sehen waren. Uns hat das nicht gestört – unsere Kinder fanden es sogar spannend, den Booten beim An- und Ablegen zuzusehen.

Unsere Unterkunft auf Nusa Lembongan: Lembongan Island Beach Villas

Generell hat uns die Atmosphäre auf Nusa Lembongan unglaublich gut gefallen. Die Insel wirkt absolut entspannt und überall gibt es gemütliche Cafés, Restaurants und Bars direkt am Strand. Abends sitzt man mit den Füßen im Sand, beobachtet den Sonnenuntergang und genießt das entspannte Inselleben. Genau dieses entschleunigte Gefühl hat Nusa Lembongan für uns zu einem der schönsten Stopps unserer gesamten Reise gemacht.

Unzählige gemütliche Strandbars zum Entschleunigen
Unser Lieblingsrestaurant am Jungut Batu Beach

Für unseren Ausflugstag auf Nusa Lembongan hatten wir einen Fahrer, den unser Guide auf Bali organisiert hatte. Das hat sehr gut funktioniert und wir konnten die Insel wunderbar erkunden.

Dream Beach

Einer unserer Lieblingsstrände auf Nusa Lembongan war der Dream Beach. Schon beim ersten Blick auf die kleine Bucht mit ihrem hellen Sand, dem türkisblauen Wasser und den beeindruckenden Felsen wird schnell klar, warum dieser Strand so beliebt ist.

Während unseres Besuchs war überraschend wenig los, sodass wir die wunderschöne Kulisse in aller Ruhe genießen konnten. Die Wellen waren allerdings recht hoch und die Strömung teilweise kräftig. Für kleine Kinder ist das Meer hier daher nur eingeschränkt zum Baden geeignet.

Besonders gefallen hat uns die entspannte Atmosphäre. Direkt am Strand gibt es auch ein Restaurant, in dem man etwas essen oder trinken und dabei den Blick auf das Meer genießen kann.

Devil’s Tear

Ein weiterer beeindruckender Stopp auf Nusa Lembongan war Devil’s Tear. Die Felsformation an der Südwestküste der Insel macht ihrem Namen alle Ehre. Hier treffen die Wellen des offenen Ozeans mit voller Wucht auf die steilen Klippen und erzeugen meterhohe Wasserfontänen. Gerade bei Sonnenuntergang soll Devil’s Tear besonders schön sein, aber auch tagsüber ist die Kulisse beeindruckend. Mit Kindern sollte man hier allerdings unbedingt aufmerksam sein und ausreichend Abstand zu den Klippen halten.

Mahagiri Beach

Strand am Mahagiri Beach auf Nusa Lembongan

Ein weiterer Stopp führte uns zum Mahagiri Beach, der uns sofort begeistert hat. An sonnigen Tagen reflektiert der helle Sand das Licht so stark, dass er beinahe blendet. Das Mahagiri Resort selbst hat uns persönlich weniger angesprochen und wäre vermutlich nicht unsere erste Wahl für einen Aufenthalt auf Nusa Lembongan gewesen. Der Strand direkt davor ist allerdings wunderschön und definitiv einen Besuch wert.

Besonders angenehm fanden wir, dass es direkt am Strand ein Restaurant gibt. So konnten wir die Aussicht aufs Meer genießen, etwas trinken und zu Mittag essen. Gerade für Familien ist das ideal, da man problemlos einige Zeit hier verbringen kann.

Mangroven auf Nusa Lembongan

Zum Abschluss unseres Ausflugstags besuchten wir die Mangroven im Norden von Nusa Lembongan. Das weitläufige Mangrovengebiet zählt zu den wichtigsten Naturgebieten der Insel und bildet einen spannenden Kontrast zu den Stränden, Klippen und Aussichtspunkten, die wir zuvor besucht hatten.

Mit einem kleinen Boot fuhren wir durch die schmalen Wasserwege zwischen den Mangroven. Schon nach wenigen Minuten wurde es deutlich ruhiger. Statt Wellenrauschen und Strandbetrieb hörte man hier vor allem die Natur – eine schöner Ausklang unseres Ausflugstages.

Sanur – entspannter Ausklang unserer Bali-Reise

Nach vier entspannten Nächten auf Nusa Lembongan ging es wieder zurück auf Bali nach Sanur. Die letzten Tage unserer Reise nutzten wir bewusst etwas ruhiger, bevor es wieder nach Hause ging.

Übernachtet haben wir im Maya Sanur Resort & Spa, einem modernen und sehr gepflegten Hotel direkt am Meer. Besonders gut gefallen haben uns die schöne Poolanlage, die großzügigen Zimmer und das ausgezeichnete Essen. Auch für Familien ist das Hotel gut geeignet. Es gibt ein Kinderprogramm, ausreichend Platz zum Spielen und eine entspannte Atmosphäre, sodass sich sowohl Kinder als auch Erwachsene wohlfühlen können.

Unsere Unterkunft in Sanur: Maya Sanur Resort & Spa

Der Strand direkt vor dem Hotel konnte mit den Traumstränden auf Nusa Lembongan oder rund um Uluwatu für uns allerdings nicht ganz mithalten. Das lag vermutlich auch daran, dass wir in den Wochen zuvor von einigen wirklich außergewöhnlich schönen Stränden verwöhnt worden waren.

Besonders gut gefallen hat uns die lange Strandpromenade von Sanur. Hier kann man wunderbar spazieren gehen, Rad fahren oder in einem der zahlreichen Restaurants und Cafés direkt am Meer einkehren. Wir haben uns im Hotel Fahrräder ausgeliehen und die Promenade erkundet – eine schöne Abwechslung nach den vielen Ausflugstagen. Generell herrscht in Sanur eine sehr entspannte Atmosphäre und vieles ist bequem zu Fuß erreichbar, was wir mit Kindern sehr angenehm fanden.

Bevor es zurück zum Flughafen ging, machten wir noch einen Stopp beim Turtle Conservation and Education Center auf Serangan Island. Die Schildkrötenauffangstation setzt sich für den Schutz, die Aufzucht und die Wiederauswilderung von Meeresschildkröten ein. Für unsere Kinder war der Besuch besonders spannend, da sie die Tiere aus nächster Nähe beobachten und füttern konnten.

Doha Stopover auf dem Heimweg

Strand mit türkisen Stühlen eines Beach Clubs in Doha

Auf dem Rückweg nach Österreich haben wir noch einen Stopover in Doha eingelegt und dort zwei Nächte verbracht. Der Hauptgrund dafür war, dass wir ansonsten mehrere Stunden mitten in der Nacht am Flughafen auf unseren Weiterflug nach Wien hätten warten müssen. Gerade mit zwei kleinen Kindern erschien uns ein kurzer Zwischenstopp deutlich entspannter als eine lange Nacht am Flughafen.

Dadurch hatten wir gleichzeitig die Gelegenheit, Doha zumindest ein wenig kennenzulernen. Auch wenn wir effektiv nur einen vollen Tag vor Ort hatten, war es eine angenehme Unterbrechung der langen Heimreise. Übernachtet haben wir im Golden Tulip Doha. Für unseren kurzen Aufenthalt war das Hotel völlig ausreichend und bot eine gute Ausgangslage für die Erkundung der Stadt.

Den Tag selbst verbrachten wir entspannt in einem Beach Club und genossen noch einmal Sonne und Meer, bevor es endgültig nach Hause ging. Alternativ wäre auch ein Tagesausflug nach Banana Island möglich gewesen. Auf der vorgelagerten Insel befindet sich das Anantara Banana Island Resort, das für seine schönen Strände, Wassersportmöglichkeiten und die entspannte Resort-Atmosphäre bekannt ist.

Da wir nach diesem langen Urlaub mit den Kindern bewusst einen ruhigen Tag verbringen wollten, haben wir uns gegen einen weiteren Ausflug entschieden. Banana Island steht aber bereits auf unserer Liste für die nächste Reise, denn die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass wir irgendwann wieder über Doha fliegen werden.

Unser deutschsprachiger Guide auf Bali

Während unserer gesamten Reise auf Bali wurden wir von Nyoman Sudiana Sudiana begleitet, einem deutschsprachigen Guide, den wir uneingeschränkt weiterempfehlen können. Gemeinsam mit einem Fahrer organisierte er unsere Transfers und Ausflugstage und half uns dabei, die Reise perfekt auf unsere Familie abzustimmen. Besonders angenehm fanden wir die Flexibilität. Da wir mit zwei kleinen Kindern unterwegs waren, konnten wir jederzeit spontan Pausen einlegen, einen Kaffee trinken oder einen zusätzlichen Fotostopp machen.

Nyoman erzählte uns unterwegs viel über die balinesische Kultur, den Alltag auf der Insel und den Reisanbau. Dadurch wurden die Ausflüge deutlich persönlicher und interessanter, als wenn wir die Sehenswürdigkeiten alleine besucht hätten.

Auch unseren Fahrer auf Nusa Lembongan organisierte er für uns, sodass alles unkompliziert aus einer Hand funktionierte. Die Kosten für die privaten Ausflugstage lagen – je nach Strecke – meist zwischen 60 und 75 Euro pro Tag, zuzüglich Eintrittsgeldern und Verpflegung.

Bali mit Kindern – unsere Erfahrungen und Tipps

Unsere Highlights auf Bali

Unser persönliches Highlight
Nusa Lembongan – entspannte Atmosphäre, traumhafte Strände und das perfekte Inselgefühl.

Schönste Strände
Strände in Uluwatu und auf Nusa Lembongan – türkisblaues Wasser und eine traumhafte Kulisse.

Beeindruckendste Landschaft
Die Tegalalang Reisterrassen mit ihren einzigartigen Ausblicken und der Bali Swing.

Highlight für die Kinder
Der Sacred Monkey Forest in Ubud mit den vielen Affen und Babyaffen.

Entspannendster Ort
Die Zeit in unserer Villa in Lovina und Nusa Lembongan mit dem chilligen Inselleben.

Was ihr vor einer Reise nach Bali mit Kindern wissen solltet?

So begeistert wir von Bali waren, gab es auch einige Dinge, die uns weniger gefallen haben.

Da wir Bali direkt am Ende der Regenzeit besucht haben, war das Müllproblem an manchen Stränden und Küstenabschnitten leider deutlich sichtbar. Besonders im Norden der Insel ist uns das aufgefallen. Das war schade zu sehen und stand teilweise im starken Kontrast zur sonst wunderschönen Natur.

Rund um Ubud empfanden wir den Verkehr teilweise als sehr anstrengend. Gerade zu Stoßzeiten waren die Straßen oft stark verstopft und selbst kurze Strecken konnten überraschend lange dauern.

Außerdem sollte man die hohe Luftfeuchtigkeit nicht unterschätzen. Vor allem in den ersten Tagen mussten wir uns erst an das tropische Klima gewöhnen.

Unser Fazit: Lohnt sich Bali mit Kindern?

Ja, definitiv. Bali ist aus unserer Sicht ein tolles Reiseziel für Familien. Die Insel ist sicher, abwechslungsreich, familienfreundlich und bietet sehr viele Möglichkeiten, auch mit kleinen Kindern spannende und entspannte Tage zu verbringen.

Man sollte allerdings nicht versuchen, jeden Tag vollzupacken. Bali funktioniert mit Kindern am besten, wenn man Ausflüge, Poolzeit, Strandtage und Pausen gut kombiniert.

Für Familien, die ausschließlich ruhigen Strandurlaub suchen, gibt es vielleicht einfachere Ziele. Wer aber Lust auf eine individuelle Reise mit Natur, Kultur, Stränden, schönen Unterkünften und vielen Erlebnissen hat, wird Bali mit Kindern sehr wahrscheinlich lieben.

Für uns war Bali eine Reise voller Abwechslung, kleiner Abenteuer und besonderer Familienmomente. Und genau deshalb würden wir wiederkommen.

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