Pinguine am Boulders Beach, einsame Strände auf der Kap-Halbinsel und der Blick vom Tafelberg: So haben wir Kapstadt mit unseren Kindern erlebt.
Das erwartet euch in diesem Beitrag:
- Wie viele Tage braucht man für Kapstadt?
- Unser Ausflug über die Kap-Halbinsel
- Muizenberg und Witsands Beach
- Kap der Guten Hoffnung und Cape Point
- Boulders Beach mit Kindern
- Chapman’s Peak Drive
- V&A Waterfront mit Kindern
- Hop-on-Hop-off-Bus in Kapstadt
- Tafelberg mit Kindern
- Unsere Tipps für Kapstadt als Familie
- FAQ
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Lohnt sich Kapstadt mit Kindern?
Ja – für uns war Kapstadt einer der abwechslungsreichsten Stopps unserer gesamten Südafrika-Reise.
Wir waren mit unseren damals vier und sechs Jahre alten Kindern drei Nächte in Kapstadt und hätten problemlos länger bleiben können. Pinguine beobachten, mit der Seilbahn auf den Tafelberg fahren, im offenen Doppeldeckerbus durch die Stadt fahren, Robben an der Waterfront anschauen und einen ganzen Tag die Kap-Halbinsel erkunden – für Kinder gibt es unglaublich viel zu sehen.
Was uns besonders gefallen hat: Man kann Stadt und Natur sehr gut miteinander verbinden. Schon wenige Kilometer außerhalb des Zentrums findet man einsame Strände, wilde Küsten und eine Landschaft, die mit klassischem Städteurlaub kaum noch etwas zu tun hat.
Unsere drei Nächte waren allerdings knapp bemessen. Heute würden wir für Kapstadt mit Kindern mindestens drei bis vier volle Tage einplanen. Dann muss man sich nicht ständig zwischen Sehenswürdigkeiten entscheiden und hat auch Zeit für Dinge wie Bo-Kaap, Kirstenbosch oder das Two Oceans Aquarium, die wir leider nicht mehr geschafft haben.
Dieser Beitrag ist Teil unserer großen Südafrika-Rundreise mit Kindern. Dort findet ihr unsere komplette 12-Tage-Route von Kapstadt über die Garden Route und die Kleine Karoo bis in die Weinregion.

Kapstadt mit Kindern auf einen Blick
Unsere Reisezeit: Ende März / Anfang April
Alter unserer Kinder: 4 und 6 Jahre
Unsere Aufenthaltsdauer: 3 Nächte
Heute würden wir empfehlen: 3–4 volle Tage oder mehr
Fortbewegung: Mietwagen + Hop-on-Hop-off-Bus
Unser Kinder-Highlight: Boulders Beach
Unser Erwachsenen-Highlight: Kap-Halbinsel
Schönste Aussicht: Tafelberg
Unser liebster Strand: Witsands Beach
Überraschendster Stopp: die Dünenlandschaft auf der Kap-Halbinsel
Unsere Unterkunft: Sunset Beach Holiday Accommodation
| Sehenswürdigkeit | Zeit einplanen | Mit Kindern? | Unser Fazit |
|---|---|---|---|
| Kap-Halbinsel | ganzer Tag | sehr gut | Unser großes Kapstadt-Highlight |
| Boulders Beach | ca. 1–2 Std. | perfekt | Must-see mit Kindern |
| V&A Waterfront | 2–4 Std. | sehr gut | Robben, Spielplatz & Markt |
| Tafelberg | ca. 2–3 Std. | sehr gut | Beste Aussicht der Reise |
Wie viele Tage sollte man für Kapstadt mit Kindern einplanen?
Unsere drei Nächte waren machbar, aber knapp. Am Ankunftstag holten wir den Mietwagen ab, kauften noch ein paar Lebensmittel ein und ließen den Abend entspannt am Strand bei unserer Unterkunft ausklingen.
Am zweiten Tag machten wir unsere komplette Tour über die Kap-Halbinsel. Der dritte Tag gehörte Waterfront, Hop-on-Hop-off-Bus, Camps Bay und Tafelberg. Am vierten Morgen ging es bereits weiter. Das funktioniert, wenn man Prioritäten setzt. Wir mussten aber zum Beispiel Bo-Kaap auslassen und hätten auch das Two Oceans Aquarium gerne gesehen.
Heute würden wir drei bis vier volle Tage einplanen. Dann könnte man:
- einen Tag für die Kap-Halbinsel,
- einen Tag für Waterfront und Tafelberg,
- einen weiteren Tag für Stadt, Bo-Kaap oder Kirstenbosch
- und eventuell noch einen flexiblen Tag für Aquarium oder Strand nutzen.
Gerade mit Kindern würden wir lieber weniger Programmpunkte pro Tag einbauen und dafür zwischendurch Zeit zum Spielen, Essen und Pause machen lassen.


Wo haben wir mit Kindern in Kapstadt übernachtet?
Wir wohnten in der Sunset Beach Holiday Accommodation etwas außerhalb des Kapstädter Zentrums. Für uns war das eine sehr angenehme Basis: ruhige Wohngegend, wenige Minuten zum Strand und ein Apartment mit eigener Küche. Besonders schön fanden wir, dass wir nach unseren Ausflugstagen noch an den Strand gehen und dort den Sonnenuntergang anschauen konnten.
Unsere Gastgeberin Steffi war gleichzeitig unsere Ansprechpartnerin für viele Fragen zur Reiseplanung und begleitete uns auch auf unserer Tour über die Kap-Halbinsel.
Mehr zur Unterkunft findet ihr in unserem Beitrag Familienfreundliche Unterkünfte in Südafrika – unsere Erfahrungen mit Kindern.


Kap-Halbinsel mit Kindern – unsere Route und Erfahrungen
Die Kap-Halbinsel war für uns eines der größten Highlights rund um Kapstadt. Wir verbrachten dort einen kompletten Tag und wurden dabei von unserer Gastgeberin Steffi begleitet. Es war eine private Tour nur für uns. Da sie ihren kleinen Sohn dabeihatte und unser Mietwagen nur fünf Sitze hatte, fuhr sie mit ihrem Auto voraus und wir folgten.
Das war für uns extrem angenehm, weil wir nicht nur die bekannten Stopps gesehen haben, sondern auch Orte, die wir alleine wahrscheinlich nie gefunden hätten.
Kratzis-Tipp: Sehr früh starten
Für die Kap-Halbinsel würden wir wirklich möglichst früh losfahren. Die Distanzen wirken auf der Karte zwar überschaubar, aber durch die vielen Stopps summiert sich der Tag schnell. Wir wollten unterwegs nicht nur kurz aussteigen und Fotos machen, sondern an den Stränden auch einmal spazieren, den Kindern Zeit zum Spielen geben und die Aussicht genießen.
Bei uns wurde es deshalb gegen Ende des Tages schon ziemlich spät. Einige Stopps haben wir nur noch im Schnelldurchlauf gemacht oder ganz ausgelassen, weil wir nicht erst sehr spät am Abend wieder bei unserer Unterkunft sein wollten. Gerade für Cape Point, Boulders Beach und den Chapman’s Peak Drive hätten wir im Nachhinein gerne noch etwas mehr Zeit gehabt.
Proviant für die Kap-Halbinsel: Organic Zone
Bevor wir Richtung Süden fuhren, hielten wir bei Organic Zone in Lakeside. Das war ein super Tipp von Steffi. Wir fanden dort unter anderem richtig gutes Sauerteig-Schwarzbrot, Snacks und verschiedene Lebensmittel für unterwegs.
Auf der Kap-Halbinsel gibt es zwar in einzelnen Orten Einkaufsmöglichkeiten, gerade weiter südlich und im Bereich des Cape Point Nature Reserve ist es aber praktisch, Wasser und Proviant bereits dabei zu haben. Mit Kindern fanden wir das sehr angenehm, weil wir jederzeit etwas essen konnten und nicht von Restaurants oder Öffnungszeiten abhängig waren.
Muizenberg Beach und die bunten Strandhäuser
Unser erster richtiger Stopp war Muizenberg Beach. Wir blieben ungefähr eine halbe Stunde, schauten den Surfern zu und gingen natürlich zu den bekannten bunten Strandhäuschen. Auf dem Wasser war einiges los und die bunten Häuser sind definitiv ein schönes Fotomotiv.
Wir parkten direkt an der Straße. Dort war ein Mann unterwegs, dem wir etwas Geld gaben, damit er auf die Autos achtete. Ganz ehrlich: Die Gegend selbst hat uns weniger gut gefallen als viele andere Orte auf unserer Reise. Wir fühlten uns dort nicht ganz so wohl und entspannt wie sonst. Für einen kurzen Fotostopp würden wir trotzdem wieder halten.


Witsands Beach – unser liebster Strand
Ganz anders empfanden wir Witsands Beach. Der Stopp war spontan und wiederum ein Tipp von Steffi. Als wir ankamen, war praktisch niemand dort. Vor uns lagen heller Sand, Dünen, der wilde Ozean und unglaublich viel Platz.
Die Kinder spielten im Sand und unser Großer nutzte natürlich jede Gelegenheit, irgendwo herumzuklettern und sich durchs Gebüsch zu kämpfen. Wir Erwachsenen genossen vor allem die Ruhe und die Weite. Von allen Stränden, die wir rund um Kapstadt gesehen haben, war Witsands Beach für uns persönlich der schönste.


Eis-Stopp in Scarborough
Zwischen Witsands Beach und Cape Point machten wir einen Stopp beim The Village Hub in Scarborough. Auch das hätten wir ohne Steffi wahrscheinlich nicht entdeckt. Wir holten uns dort Eis und fanden sowohl das Café als auch den kleinen Ort richtig nett. Genau solche ungeplanten Stopps mochten wir an diesem Tag besonders.
Scarborough wirkte entspannt und angenehm und war für uns ein schöner Zwischenstopp zwischen Strand und Cape Point.
Buffels Bay und unsere überraschende Dünenlandschaft
Danach ging es weiter Richtung Buffels Bay. Auch hier gefiel uns wieder diese Weite der Landschaft und die Kombination aus Strand, Felsen und Natur. Noch überraschender fanden unsere Kinder aber einen Stopp danach.

Steffi zeigte uns eine riesige helle Dünenlandschaft, die scheinbar endlos wirkte. Unsere Kinder glaubten im ersten Moment tatsächlich, es wäre Schnee. Dort war praktisch niemand. Die beiden konnten durch den Sand rennen, klettern und sich austoben. Für uns war das einer dieser Orte, die man nicht unbedingt auf einer klassischen Sehenswürdigkeiten-Liste findet, an die man sich später aber besonders gerne erinnert.


Kap der Guten Hoffnung und Cape Point
Natürlich wollten auch wir das bekannte Schild am Kap der Guten Hoffnung sehen. Für die Kinder selbst war dieser Stopp ehrlich gesagt kein riesiges Highlight. Für uns Erwachsene gehörte er aber einfach dazu. Wir mussten nur kurz für ein Foto warten und hatten Glück: Es war relativ ruhig und auch nicht besonders windig. In der Umgebung sahen wir außerdem Strauße.


Danach ging es weiter zum Cape Point. Wir hatten an diesem Tag schon viel gesehen und noch weitere Stopps vor uns. Deshalb entschieden wir uns dagegen, zum Leuchtturm hinaufzugehen oder mit der Bahn hochzufahren. Stattdessen holten wir uns unten einen Kaffee, machten Fotos und genossen die Aussicht.
Im Nachhinein ist das einer der wenigen Punkte, die wir anders machen würden: Mit mehr Zeit wären wir gerne noch zum Leuchtturm hinaufgegangen.


Boulders Beach – unser Highlight mit Kindern
Wenn unsere Kinder nur eine Sehenswürdigkeit auswählen dürften, wäre es ziemlich sicher Boulders Beach. Wir verbrachten dort ungefähr eineinhalb Stunden. Zuerst gingen wir über die Boardwalks und beobachteten die Pinguine von dort. Danach zeigte uns Steffi den Strandbereich, bei dem man zwischen den großen Felsen hindurchgeht und den Pinguinen deutlich näher kommt.
Das war für unsere Kinder unglaublich spannend. Die Pinguine waren teilweise erstaunlich nah. Besonders lustig fanden unsere Kinder, ihnen beim Kuscheln zuzusehen. Wichtig ist trotzdem, genügend Abstand zu halten und die Tiere weder anzufassen noch zu füttern.
Boulders Beach war für uns mit Kindern ein absolutes Must-see.


Kratzis-Tipp: Auf Ebbe achten
Wenn ihr auch den Strandbereich besuchen möchtet, würden wir unbedingt die Gezeiten prüfen. Bei Ebbe ist deutlich mehr Strandfläche zugänglich. Genau deshalb hatten wir Boulders Beach relativ spät am Tag eingeplant. Das war für uns doppelt schön: Wir hatten mehr Strandfläche und gleichzeitig eine richtig schöne Stimmung gegen Sonnenuntergang. Tickets kauften wir direkt vor Ort. Parkprobleme hatten wir bei unserem Besuch keine.
Noordhoek Beach und Chapman’s Peak Drive
Auf dem Rückweg machten wir noch einen kurzen Fotostopp mit Blick auf den Noordhoek Beach. Von oben sieht man den unglaublich langen hellen Sandstrand, der sich weit entlang der Küste zieht. Wir fuhren nicht mehr hinunter, weil der Tag bereits sehr lang war.

Danach ging es weiter auf den Chapman’s Peak Drive Richtung Hout Bay und Kapstadt. Die Straße führt spektakulär entlang der Felsküste und war auch ohne längere Fotostopps wunderschön. Unsere Kinder waren zu diesem Zeitpunkt allerdings schon ziemlich müde. Wenn wir den Tag noch einmal planen würden, würden wir etwas früher starten und uns auch für Chapman’s Peak mehr Zeit lassen.
Warum wir die Kap-Halbinsel mit Steffi erkundet haben
Wir würden die Tour mit Stefanie Dohrmann sofort wieder machen. Natürlich kann man die Kap-Halbinsel problemlos selbst mit dem Mietwagen fahren. Für uns war es beim ersten Aufenthalt in Südafrika trotzdem extrem angenehm, jemanden dabeizuhaben, der die Gegend gut kennt.
Steffi zeigte uns nicht nur die großen Sehenswürdigkeiten, sondern auch Witsands Beach, Village Hub in Scarborough und die Dünenlandschaft. Genau diese Stopps machten den Tag für uns besonders.
Gerade bei einer ersten Südafrika-Reise würden wir eine private Tour wieder in Betracht ziehen.
Was kann man an der V&A Waterfront mit Kindern machen?
Am nächsten Morgen fuhren wir mit unserem Mietwagen zur V&A Waterfront und parkten unkompliziert in einer der Parkgaragen. Dort ließen wir das Auto für den restlichen Tag stehen.
An der Waterfront waren wir zunächst einfach zu Fuß unterwegs. Wir schauten den Booten zu, gingen zum Spielplatz, spazierten Richtung Riesenrad und gingen auch durch das Einkaufszentrum. Insgesamt fühlten wir uns dort sehr wohl und sicher.


Robben, Spielplatz und Waterfront
Für unsere Kinder waren die Robben ein kleines Highlight. Hinter dem Two Oceans Aquarium gibt es eine Plattform, auf der sich regelmäßig Robben aufhalten. Wir konnten sie sehr gut beobachten. Besonders lustig fanden unsere Kinder die kleinen Streitereien: Robben, die sich gegenseitig vom Platz drängten oder ins Wasser schubsten, sorgten definitiv für Unterhaltung. Direkt beim Aquarium befindet sich auch das Bootlegger Coffee Company Café. Dort wollten wir eigentlich etwas trinken, bekamen bei unserem Besuch allerdings keinen Platz.

Oranjezicht City Farm Market
Von der Waterfront gingen wir weiter zum Oranjezicht City Farm Market. Wir mussten zuerst etwas suchen und fragten schließlich andere Besucher nach dem Weg. Der Markt liegt im Bereich der V&A Waterfront und war bei unserem Besuch ziemlich gut besucht.
Uns hat er trotzdem richtig gut gefallen. Es gibt einerseits einen großen Farmers-Market-Bereich mit Obst, Gemüse und regionalen Produkten und andererseits sehr viele Stände mit frisch zubereiteten Speisen. Die Auswahl war riesig. Obwohl einiges los war, fanden wir genügend Sitzmöglichkeiten und konnten dort sehr entspannt essen.
Wenn die Öffnungszeiten zu eurem Kapstadt-Aufenthalt passen, würden wir den Markt unbedingt einplanen.


Ist der Hop-on-Hop-off-Bus in Kapstadt mit Kindern sinnvoll?
Für uns war der Hop-on-Hop-off-Bus eine sehr entspannte Möglichkeit, Kapstadt mit Kindern kennenzulernen. Wir kauften unser Kombiticket inklusive Tafelberg-Seilbahn beim City-Sightseeing-Büro an der V&A Waterfront und stiegen dort ein.
Oben im offenen Doppeldecker zu sitzen, gefiel unseren Kindern richtig gut. Auch Audioguides gab es. Wir Erwachsenen hörten hinein, unsere damals vier- und sechsjährigen Kinder interessierte das weniger – sie fanden die Fahrt selbst viel spannender.

Unser Fehler mit der falschen Buslinie
Wir machten allerdings einen klassischen Anfängerfehler. Statt direkt die rote Route Richtung Tafelberg zu nehmen, stiegen wir zuerst in die blaue Linie. Dadurch fuhren wir unter anderem Richtung Kirstenbosch, ohne dort auszusteigen, und mussten später wieder umsteigen. Das kostete uns einiges an Zeit und war letztlich auch der Grund, warum wir Bo-Kaap nicht mehr schafften.
Wenn euer Hauptziel der Tafelberg ist, schaut deshalb genau auf die richtige Buslinie.
Trotzdem würden wir den Hop-on-Hop-off-Bus jederzeit wieder nehmen. Gerade weil wir nicht selbst durch uns unbekannte Innenstadtviertel fahren wollten, war das für uns sehr angenehm.
Kurzer Stopp in Camps Bay
Auf unserer Busroute stiegen wir auch in Camps Bay aus. Wir holten uns Kaffee und Eis und spazierten kurz an der Promenade entlang. Für uns persönlich war Camps Bay allerdings kein Ort, an dem wir länger bleiben müssten.
Es war relativ viel los und wir haben während unserer Südafrika-Reise gemerkt, dass wir die ruhigeren Strände und Gegenden deutlich lieber mögen. Für einen kurzen Stopp fanden wir Camps Bay aber absolut passend.
Lohnt sich der Tafelberg mit Kindern?
Ja – der Tafelberg war für uns eines der großen Highlights in Kapstadt. Wir fuhren mit dem Hop-on-Hop-off-Bus direkt bis zur Talstation der Seilbahn. Das war extrem praktisch, weil wir uns weder um Parkplatz noch Anfahrt kümmern mussten. An der Talstation warteten wir ungefähr eine halbe Stunde.
Die Fahrt mit der Gondel war bereits für unsere Kinder ein Erlebnis. Oben angekommen liefen wir über die Wege, schauten uns verschiedene Aussichtspunkte an und genossen vor allem den Blick über Kapstadt und die Küste. Wir hatten großes Glück mit dem Wetter: sonnig, klare Sicht und nur etwas Wind.
Die Aussicht vom Tafelberg war für uns die schönste Aussicht unseres gesamten Kapstadt-Aufenthalts.

Unsere Fahrt mit der Seilbahn
Oben gibt es mehrere Wege und Aussichtspunkte sowie Toiletten und gastronomische Angebote. Wir verbrachten dort einige Zeit mit Herumspazieren und Aussicht genießen. Der einzige Punkt, den wir etwas mühsam fanden, war das Anstellen für die Fahrt nach unten. Oben mussten wir ungefähr eine Stunde auf die Gondel warten. Nach einem langen Sightseeing-Tag mit Kindern war das durchaus anstrengend. Trotzdem würden wir jederzeit wieder hinauffahren.


Kratzis-Tipp: Den Tafelberg nach dem Wetter planen
Wenn ihr mehrere Tage in Kapstadt habt, würden wir den Tafelberg möglichst nicht starr auf einen bestimmten Tag legen. Wir hatten nur diesen einen Tag zur Verfügung und hatten großes Glück. Bei dichter Bewölkung macht der Besuch aus unserer Sicht deutlich weniger Sinn, weil gerade der Blick auf Kapstadt, die Küste und das Meer das eigentliche Highlight ist. Wenn ihr flexibel seid, würden wir deshalb möglichst einen Tag mit klarer Sicht wählen.
Unsere Tipps für Kapstadt mit Kindern
Aus unseren Tagen in Kapstadt haben sich für uns einige Dinge besonders bewährt:
- Kap-Halbinsel früh starten: Die vielen kleinen Stopps brauchen mehr Zeit, als man zuerst denkt.
- Boulders Beach nach der Tide planen: Für den Strandbereich ist Ebbe deutlich besser.
- Proviant für die Kap-Halbinsel mitnehmen: Wasser und Snacks machen euch unterwegs flexibler.
- Tafelberg nach dem Wetter planen: Gute Sicht macht für uns einen riesigen Unterschied.
- Beim Hop-on-Hop-off auf die richtige Linie achten: Das kann viel Zeit sparen.
- Nicht zu viel in einen Tag packen: Wir mussten selbst Dinge streichen und würden heute mehr Puffer lassen.
- Auch unbekanntere Stopps zulassen: Witsands Beach und die Dünenlandschaft gehörten für uns zu den schönsten Momenten des Tages.

FAQ zu Kapstadt mit Kindern
Ist Kapstadt mit Kindern geeignet?
Nach unserer Erfahrung ja. Pinguine, Robben, Strände, Seilbahn und der offene Hop-on-Hop-off-Bus sorgten dafür, dass unsere damals vier- und sechsjährigen Kinder viel Abwechslung hatten.
Wie viele Tage braucht man für Kapstadt mit Kindern?
Wir würden mindestens drei bis vier volle Tage empfehlen. Mit zwei vollen Tagen lassen sich die wichtigsten Highlights schaffen, allerdings wird es schnell sehr kompakt.
Ist Kapstadt mit Kindern sicher?
Wir hatten während unseres Aufenthalts keine negativen Erlebnisse. An der V&A Waterfront, am Tafelberg, in Sunset Beach und auf der Kap-Halbinsel fühlten wir uns wohl. Wir bewegten uns aber bewusst mit Hausverstand: keine sichtbaren Wertsachen im Auto, keine unnötigen Fahrten durch uns unbekannte Viertel und abends nicht zu Fuß durch die Innenstadt. Muizenberg war einer der wenigen Orte, an denen wir uns subjektiv etwas weniger wohlfühlten.
Braucht man in Kapstadt einen Mietwagen?
Für unsere Rundreise ja. Innerhalb Kapstadts nutzten wir den Mietwagen aber nur bis zur Waterfront und stellten ihn dort in einer Parkgarage ab. Für das eigentliche Sightseeing fanden wir den Hop-on-Hop-off-Bus entspannter. Für die Kap-Halbinsel fanden wir den Mietwagen dagegen ideal.
Braucht man in Kapstadt einen Kinderwagen oder eine Trage?
Mit unseren vier- und sechsjährigen Kindern hatten wir weder Kinderwagen noch Trage dabei. Mit kleineren Kindern würden wir es so einschätzen:
- Waterfront: Kinderwagen problemlos
- Tafelberg: große Teile rund um die Bergstation gut machbar
- Boulders Beach Boardwalks: grundsätzlich mit Buggy möglich
- Boulders Beach am Strand: eher Trage
- Dünen und Strände: Trage deutlich praktischer
Ist Boulders Beach bei Ebbe oder Flut besser?
Wenn ihr auch den Strandbereich besuchen möchtet, würden wir Ebbe empfehlen, weil dann deutlich mehr Strandfläche zugänglich ist. Wir haben unseren Besuch entsprechend geplant und fanden das perfekt.
Kann man mit Kindern auf den Tafelberg?
Ja. Unsere vier- und sechsjährigen Kinder fanden schon die Fahrt mit der Gondel spannend. Oben gibt es Wege, Aussichtspunkte, Toiletten und Möglichkeiten zum Essen. Mit jüngeren Kindern würden wir nur etwas Zeitpuffer für mögliche Wartezeiten einplanen.
Lohnt sich eine geführte Tour über die Kap-Halbinsel?
Für uns definitiv. Gerade weil Stefanie Dohrmann uns mehrere Orte zeigte, die wir alleine vermutlich nicht entdeckt hätten, würden wir uns bei einer ersten Reise wieder dafür entscheiden.


Unser Fazit: Würden wir Kapstadt mit Kindern wieder besuchen?
Ja – und beim nächsten Mal würden wir länger bleiben. Drei Nächte reichten aus, um einen ersten Eindruck zu bekommen, aber Kapstadt hätte problemlos noch mehrere weitere Tage gefüllt.
Besonders begeistert hat uns die Kombination aus Stadt und Natur. Einen Vormittag beobachtet man Robben an der Waterfront, wenige Stunden später steht man auf dem Tafelberg – und am nächsten Tag läuft man über ruhige Strände und durch Dünen auf der Kap-Halbinsel.
Für unsere Kinder waren die Pinguine am Boulders Beach das größte Highlight. Wir Erwachsenen denken vor allem an die Weite und Ruhe der Kap-Halbinsel zurück. Nicht alles mussten wir bei dieser Reise sehen. Bo-Kaap, das Two Oceans Aquarium und der Leuchtturm am Cape Point bleiben einfach für das nächste Mal.
Familien, die Natur, Tiere und abwechslungsreiche Ausflüge mögen, würden wir Kapstadt sofort empfehlen. Wir würden allerdings lieber drei bis vier volle Tage einplanen, statt zu versuchen, alles in zwei Tage zu pressen.
Unsere komplette 12-tägige Südafrika-Rundreise mit allen Stopps, Ausflügen und Unterkünften findet ihr in unserem Beitrag Südafrika mit Kindern.
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