Garden Route mit Kindern: Unsere Erfahrungen, Stopps & Tipps

Sonnenaufgang am Wilderness Beach während einer Garden-Route-Reise mit Kindern

Von spektakulären Küstenstraßen über fast menschenleere Strände bis zur Piratenschifffahrt in Knysna: So haben wir die Garden Route mit unseren Kindern erlebt.

Das erwartet euch in diesem Beitrag:

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Lohnt sich die Garden Route mit Kindern?

Ja – für uns war die Garden Route eine der schönsten Etappen unserer Südafrika-Reise.

Wir waren mit unseren damals vier und sechs Jahre alten Kindern unterwegs und fanden gerade die Mischung perfekt: spektakuläre Straßen, Strände, kleine Orte, Natur und immer wieder Stopps, bei denen die Kinder einfach herumrennen konnten.

Was uns besonders gefallen hat: Die Garden Route ist kein klassisches Reiseziel, bei dem man von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten hetzt. Für uns war schon die Fahrt selbst ein Teil des Erlebnisses. Oft führte die Straße kilometerlang durch Landschaften, in denen außer Feldern, Bergen oder einzelnen Farmen kaum etwas zu sehen war – und dann kam plötzlich wieder ein Strand, ein Farm Stall oder ein cooler Stopp mit Spielplatz.

Unsere Route war allerdings kürzer als die klassische Garden Route. Wir kamen von Kapstadt, fuhren über den Clarence Drive, Betty’s Bay und Swellendam weiter Richtung Wilderness und Knysna. Plettenberg Bay und Tsitsikamma schafften wir diesmal nicht mehr. Und genau deshalb würden wir wiederkommen.

Dieser Beitrag ist Teil unserer großen Südafrika-Rundreise mit Kindern. Dort findet ihr unsere komplette 12-Tage-Route von Kapstadt über die Garden Route und die Kleine Karoo bis in die Weinregion.

Was gehört eigentlich zur Garden Route?

Die klassische Garden Route wird touristisch unterschiedlich weit gefasst. South African Tourism beschreibt die Hauptstrecke entlang der N2 je nach Darstellung ungefähr von Heidelberg beziehungsweise Mossel Bay bis Storms River Village. Wilderness, George, Knysna, Plettenberg Bay und Tsitsikamma gehören damit klar zum Kerngebiet.

Unser Roadtrip Richtung Garden Route begann aber bereits in Kapstadt. Der Clarence Drive gehört streng genommen noch nicht zur eigentlichen Garden Route. Für uns war diese Küstenstraße allerdings der perfekte Auftakt auf dem Weg dorthin und gehört deshalb bewusst in diesen Beitrag.

Unsere Strecke verlief ungefähr so:

Kapstadt → Clarence Drive → Kogel Bay → Betty’s Bay → Swellendam → Wilderness → Knysna → über den Outeniqua Pass Richtung Kleine Karoo

Garden Route mit Kindern auf einen Blick

Unsere Reisezeit: Ende März / Anfang April
Alter unserer Kinder: 4 und 6 Jahre
Unsere Übernachtungen: 2 Nächte bei Swellendam + 3 Nächte in Wilderness
Fortbewegung: Mietwagen
Unsere liebste Basis: Wilderness
Schönster Strand: Wilderness Beach, dicht gefolgt von Kogel Bay
Schönste Straße: Clarence Drive
Überraschendster Stopp: Kogel Bay
Bestes Schlechtwetter-Erlebnis: Trampolinpark in George
Was wir nächstes Mal ergänzen würden: Plettenberg Bay, Robberg Nature Reserve und Tsitsikamma

StoppZeit einplanenFür Kinder?Unser Fazit
Clarence Drive & Kogel Bayhalber Tag mit Stoppssehr gutTraumhafter Auftakt
Stony Pointca. 1–2 Std.sehr gutRuhiger Pinguin-Stopp
Swellendam / Kam’Bati2 NächteperfektEntspannter Zwischenstopp
Wildernessmindestens 2 Nächtesehr gutUnsere liebste Basis
Knysnahalber bis ganzer Tagsehr gutWaterfront & Bootstour

Unsere Route von Kapstadt zur Garden Route

Nach drei Nächten in Kapstadt ging es für uns weiter Richtung Osten. Wir starteten gegen 9 Uhr morgens und fuhren zunächst Richtung Gordon’s Bay und Clarence Drive. Gordon’s Bay selbst haben wir nicht besichtigt, sondern nur durchfahren.

Schon dieser erste Fahrtag hat uns gezeigt, wie gut ein Roadtrip mit Kindern in Südafrika funktionieren kann – vorausgesetzt, man plant genug Stopps ein. Wir saßen nicht stundenlang ohne Pause im Auto, sondern hielten zum Frühstück, an Stränden, bei Pinguinen und später zum Einkaufen. Genau diese Mischung hat die längeren Fahrstrecken für unsere Kinder gut machbar gemacht.

Warum hat uns der Clarence Drive so gut gefallen?

Der Clarence Drive war für uns eine der schönsten Straßen unserer ganzen Südafrika-Reise. Die Strecke führt direkt an der Küste entlang, mit Bergen auf der einen und dem Meer auf der anderen Seite. Die Straße war bei unserem Besuch in gutem Zustand und Matthias empfand das Fahren als völlig entspannt.

Wir hatten weder an den Kurven noch an ausgesetzten Stellen ein unangenehmes Gefühl. Statt ständig anzuhalten, genossen wir die meiste Zeit einfach die Landschaft aus dem Auto heraus. Einen längeren Küstenstopp planten wir bei Kogel Bay ein.

Baboons entlang der Strecke

Besonders spannend für unsere Kinder waren die Baboons, die wir frei auf beziehungsweise neben der Straße sahen. Für die beiden war es natürlich unglaublich, plötzlich Affen außerhalb eines Zoos direkt neben unserem Auto zu sehen.

Hier sollte man allerdings einige Regeln beachten. Die City of Cape Town empfiehlt ausdrücklich, bei Baboons auf der Straße langsam zu fahren, Türen zu verriegeln sowie Fenster und Schiebedach geschlossen zu halten. Die Tiere sind intelligent und haben gelernt, Autotüren zu öffnen oder durch offene Fenster nach Lebensmitteln zu greifen. Lebensmittel sollten nicht sichtbar im Auto liegen und die Tiere dürfen keinesfalls gefüttert werden. Wir beobachteten sie deshalb einfach aus dem Auto.


Einer unserer ersten Stopps war der Grille Shack bei der PitStop Lodge. Und genau solche Raststopps haben uns in Südafrika immer wieder positiv überrascht. Wir frühstückten dort und unsere Kinder konnten sich auf dem großen Spielplatz austoben. Besonders praktisch fanden wir, dass man draußen direkt neben dem Spielplatz sitzen konnte. So konnten wir gemütlich essen, während die Kinder schon wieder Bewegung hatten.

Für Familien würden wir diesen Stopp sofort wieder einplanen. Gerade auf längeren Fahrtagen sind Restaurants mit gutem Spielplatz für uns Gold wert.

Warum lohnt sich Kogel Bay mit Kindern?

Kogel Bay Beach ist rund 1,9 Kilometer lang und liegt spektakulär zwischen Atlantik und Bergen. Genau diese Kulisse hat uns so gut gefallen: vorne der breite, helle Sandstrand und direkt dahinter die steil ansteigende Berglandschaft entlang des Clarence Drive.

Verfehlen kann man den Strand eigentlich kaum. Wenn ihr den Clarence Drive entlangfahrt, seht ihr ihn direkt von der Straße aus. Wir haben einfach am Straßenrand beziehungsweise bei einem der Zugänge geparkt und sind von dort hinunter zum Strand gegangen.

Bei unserem Besuch war fast nichts los. Die Kinder spielten im Sand und Frisbee, gingen kurz ins Wasser und wir genossen vor allem die Ruhe, die Weite und die Landschaft. Das Wasser war recht frisch und die Wellen kräftig, deshalb blieben unsere Kinder nicht lange drin.

Für uns war Kogel Bay einer der schönsten Stopps des Tages und definitiv ein Ort, für den wir wieder mehr Zeit einplanen würden.

Lohnt sich Stony Point in Betty’s Bay mit Kindern?

Nach Kogel Bay ging es für uns weiter nach Betty’s Bay zur Pinguinkolonie von Stony Point. Wir blieben ungefähr eine halbe Stunde. In den kostenpflichtigen Teil des Nature Reserves sind wir gar nicht gegangen. Schon rund um den Eingangsbereich beziehungsweise außerhalb des eigentlichen Boardwalk-Bereichs liefen bei unserem Besuch Pinguine herum und wir konnten sie aus erstaunlich geringer Entfernung beobachten. Für unsere Kinder war das natürlich wieder spannend.

Im Vergleich zum Boulders Beach bei Kapstadt wirkte Stony Point auf uns deutlich ruhiger und weitläufiger. Boulders Beach blieb trotzdem unser Favorit, weil das Erlebnis zwischen Strand, Felsen und Pinguinen dort noch einmal besonderer war.

Stony Point würden wir dennoch wieder besuchen – gerade weil der Stopp unkompliziert auf unserer Route lag. Stony Point beherbergt eine der größten landbasierten Brutkolonien Afrikanischer Pinguine. Über einen Boardwalk kann man durch Teile der Kolonie spazieren und die Tiere beobachten. Aktuelle Infos zu Öffnungszeiten, Eintritt und Besuchsregeln findet ihr direkt bei CapeNature zur Stony Point Nature Reserve.

Warum haben wir Hermanus ausgelassen?

Hermanus wird auf vielen Routen zwischen Kapstadt und Garden Route empfohlen. Wir haben den Ort bewusst ausgelassen. Der Hauptgrund war unsere Reisezeit: Wir waren nicht während der bekannten Walsaison unterwegs und wollten den ohnehin langen Fahrtag nicht noch weiter füllen. Von Betty’s Bay fuhren wir deshalb relativ direkt weiter Richtung Swellendam.

In der passenden Jahreszeit würden wir Hermanus beim nächsten Mal durchaus einbauen.

Lohnt sich Swellendam als Zwischenstopp?

Swellendam selbst war für uns ehrlich gesagt kein großes Highlight. Wir hielten dort hauptsächlich, um Lebensmittel bei SPAR einzukaufen. Dabei fanden wir es ganz lustig, dass wir unseren österreichischen Lieblingssupermarkt plötzlich auch in Südafrika wiedertrafen. SPAR ist in Südafrika tatsächlich sehr weit verbreitet und betreibt dort ein großes landesweites Filialnetz.

Im Ort selbst fühlten wir uns nicht ganz so unbeschwert wie in vielen anderen Gegenden unserer Route. Es gab keinen konkreten Vorfall – es war einfach unser persönlicher Eindruck. Länger im Zentrum bleiben wollten wir deshalb nicht. Unsere Unterkunft lag ohnehin rund 20 Kilometer westlich von Swellendam mitten in der Natur.

AfriCamps Kam’Bati als bewusste Pause

Wir verbrachten zwei Nächte im AfriCamps at Kam’Bati. Und dort machten wir bewusst: fast nichts. Nach den ersten intensiven Reisetagen war das genau richtig. Die Kinder waren am Pool, spielten Minigolf oder am Spielplatz, wir genossen den Hot Tub und die Lage am Fluss.

AfriCamps selbst beschreibt Kam’Bati als besonders familienfreundlichen Standort mit mehreren Pools, Wasserrutschen, Minigolf und Aktivitäten am Fluss. Für uns waren zwei Nächte ideal, weil wir dadurch einen kompletten Tag hatten, an dem wir nicht ins Auto steigen mussten.

Mehr über Kam’Bati und unsere anderen Unterkünfte findet ihr in unserem Beitrag Familienfreundliche Unterkünfte in Südafrika.

Unser Roadtrip-Stopp bei Harmony Distillery

Am nächsten Fahrtag ging es von Swellendam Richtung Wilderness. Ursprünglich hatten wir überlegt, in Mossel Bay zu stoppen. Da der Fahrtag ohnehin lang war, entschieden wir uns dagegen. Stattdessen hielten wir zum Mittagessen bei der Misty Valley Farm bei Hartenbos. Das war für uns die richtige Entscheidung.

Die Anlage ist sehr gepflegt und modern gestaltet, es gibt viel Platz und vor allem einen großen Spielbereich für Kinder. Wir konnten entspannt essen, während unsere Kinder sich austobten. Das Essen fanden wir richtig gut – besonders die Steaks.

Auch offizielle Tourismusseiten beschreiben die Harmony Distillery beziehungsweise das angeschlossene Restaurant als familienfreundlichen Stopp mit Kinderangebot und großem Outdoor-Spielbereich.


Wir würden bei einem Roadtrip mit Kindern jederzeit wieder gezielt nach solchen Stopps suchen. Statt irgendwo schnell an einer Tankstelle etwas zu essen, hatten wir dadurch eine echte Pause: Die Kinder konnten laufen und spielen, wir konnten in Ruhe essen und danach waren alle wieder bereit für die nächste Fahrstrecke. Genau solche Stopps machten für uns auch längere Etappen deutlich entspannter.

Warum würden wir Wilderness wieder als Basis wählen?

Wilderness war für uns der schönste Ort und die beste Basis auf unserer Garden Route. Der Ort wirkte auf uns ruhig, gepflegt und sehr entspannt. Besonders die Gegend entlang des Wilderness Beach mit den vielen Villen machte einen sehr sicheren und gehobenen Eindruck. Wir sind durch das Ortszentrum selbst nur durchgefahren, würden Wilderness aber jederzeit wieder als Basis wählen.

Die Lage ist außerdem praktisch: George liegt in die eine Richtung, Knysna in die andere, und auch Plettenberg Bay wäre als Tagesausflug machbar. Wir verbrachten drei Nächte im Dune Beach House, direkt am Strand.

Wie familienfreundlich ist Wilderness Beach?

Der Wilderness Beach gehört für uns zu den schönsten Stränden unserer gesamten Südafrika-Reise. Der Sand ist hell und weich, der Strand unglaublich breit und eignet sich perfekt für lange Spaziergänge. Matthias und ich wechselten uns morgens sogar mit dem Joggen ab.

Zum Baden sollte man allerdings aufpassen: Der offene Ozean kann hier kräftige Wellen und Strömungen haben. Wir würden deshalb mit Kindern nur an ausgewiesenen und bewachten Stellen ins Wasser gehen. Rund um die Mündung des Touw River gibt es einen besonders familienfreundlichen Strandabschnitt. Dort befinden sich unter anderem Lifeguards, Toiletten und Parkplätze.

Salinas Beach Restaurant – unser Tipp in Wilderness

Sehr gut gefallen hat uns außerdem das Salinas Beach Restaurant. Von unserem Dune Beach House konnten wir ungefähr zehn Minuten direkt am Strand entlang hinspazieren. Schon der Weg dorthin war schön: einfach am Meer entlanglaufen, essen gehen und anschließend wieder am Strand zurück.

Das Restaurant liegt direkt an der Mündung des Touw River mit Blick auf Meer und Lagune. Uns hat es dort richtig gut geschmeckt. Gerade mit Kindern fanden wir es angenehm, abends nicht noch einmal ins Auto steigen zu müssen.

Mehr über unser Dune Beach House findet ihr ebenfalls im Beitrag zu unseren familienfreundlichen Unterkünften in Südafrika.

Was kann man bei Regen an der Garden Route mit Kindern machen?

Wir hatten ausgerechnet in Wilderness zwei komplette Regentage. Natürlich war das schade, weil wir eigentlich Strand, Natur und weitere Ausflüge geplant hatten. Trotzdem fanden wir spontan Alternativen.

Elevate Action Centre in George

Bei stärkerem Regen fuhren wir nach George in einen Trampolinpark. Das Elevate Action Centre war für unsere Kinder eine gute Möglichkeit, sich trotz Dauerregen richtig auszupowern.

Dort gibt es eine große Trampolinfläche sowie weitere Action-Angebote. Aktuelle Preisangaben liegen je nach Angebot ungefähr im Bereich von mehreren hundert Rand pro Person, weshalb wir Preise vorab direkt beim Anbieter prüfen würden. Unsere Kinder fanden es super.

George selbst hat uns allerdings weniger begeistert. Auf dem Weg fuhren wir durch Gegenden, in denen wir uns nicht ganz so wohl fühlten wie sonst auf unserer Reise. Es ist wichtig zu sagen: Uns ist nichts passiert. Das war lediglich unser persönliches Sicherheitsgefühl.

Garden Route Mall als Schlechtwetter-Plan B

Anschließend fuhren wir noch zur Garden Route Mall. Das war bei uns vor allem Zeitvertreib, weil es mehrere Stunden wirklich stark regnete.

Da gerade Ostern war, gab es zusätzlich Kinderaktionen wie Kinderschminken und Luftballontiere. Diese Angebote waren saisonal und sind natürlich nicht ganzjährig vorhanden.

Die Mall ist eines der großen Einkaufszentren der Region und liegt direkt an der N2 bei George. Als geplante Sehenswürdigkeit würden wir sie nicht empfehlen – als trockenen Plan B bei Dauerregen mit Kindern war sie für uns aber praktisch.

Lohnt sich Knysna mit Kindern?

Knysna besuchten wir ebenfalls an einem unserer Regentage. Uns gefiel die Knysna Waterfront sehr gut. Sie wirkte entspannt und gepflegt, es gab zahlreiche Restaurants und Shops und wir konnten problemlos auf einem bewachten Parkplatz parken.

Wilderness blieb insgesamt unser Favorit als Basis, aber für einen Ausflug würden wir Knysna wieder einplanen.

Unsere Piratenschifffahrt zu den Knysna Heads

Unser Highlight in Knysna war die Piratenschifffahrt auf der Lagune. Wir kauften die Tickets spontan vor Ort und hatten Glück, dass während der Fahrt der Regen zumindest eine Pause machte. Die Tour dauerte ungefähr 90 Minuten und führte von der Waterfront über die Lagune Richtung Knysna Heads.

Der Anbieter Heads Explorer bietet genau diese 90-minütige Lagoon Cruise auf einem Piratenschiff an; gestartet wird an der Knysna Waterfront. Für unsere Kinder war das Konzept natürlich perfekt. Der Kapitän war als Pirat verkleidet, die Kinder bekamen Piraten-Accessoires beziehungsweise Gesichtsschmuck und durften sich ganz vorne hinsetzen.

Die Knysna Heads sahen wir dadurch vom Wasser aus. Bei Sonnenschein wäre die Tour vermutlich noch schöner gewesen. Für die kurze Regenpause passte sie aber ideal und die Kinder hatten Spaß.

Grundsätzlich sind Bootstouren in Knysna wetterabhängig; auch der örtliche Tourismusverband weist darauf hin.

Was hätten wir an der Garden Route gerne noch gesehen?

Genau hier kommt das Wetter ins Spiel. Wir hatten ursprünglich deutlich mehr geplant.

Wilderness National Park

Im Wilderness National Park hätten wir gerne mehr Zeit verbracht und beispielsweise Wanderungen oder Naturaktivitäten gemacht. Durch zwei Tage starken Regen wurde daraus nichts. Das steht definitiv auf unserer Liste für die nächste Reise.

Map of Africa

Auch den bekannten Aussichtspunkt Map of Africa haben wir nicht mehr geschafft. Ebenfalls: nächstes Mal.

Plettenberg Bay und Robberg Nature Reserve

Am meisten schade fanden wir, dass Plettenberg Bay ausfiel. Wir wollten uns den Ort ansehen und vor allem im Robberg Nature Reserve wandern. Aufgrund des Wetters strichen wir den Ausflug komplett. Gerade deshalb möchten wir die Garden Route unbedingt noch einmal bereisen.

Tsitsikamma

Tsitsikamma und Storms River lagen für unsere 12-tägige Route zu weit östlich. Wären wir die Garden Route komplett bis dorthin gefahren, hätten wir dafür die Kleine Karoo streichen müssen – und die fanden wir ebenfalls großartig.

Beim nächsten Südafrika-Roadtrip würden wir deshalb vermutlich mehr Tage einplanen und die Garden Route nach Osten verlängern.

Wie viele Tage sollte man für die Garden Route mit Kindern einplanen?

Für unsere verkürzte Variante funktionierten fünf Nächte gut:

  • 2 Nächte bei Swellendam
  • 3 Nächte in Wilderness

Rückblickend hätten wir in Wilderness allerdings gerne mindestens eine zusätzliche Nacht gehabt. Wenn man außerdem Plettenberg Bay, Robberg Nature Reserve und Tsitsikamma einbauen möchte, würden wir deutlich mehr Zeit einplanen. Für die komplette klassische Garden Route wäre uns ein zu schnelles Durchfahren mit Kindern zu schade. Wir würden lieber weniger Orte auswählen und dort wirklich Zeit verbringen.

Übergang Richtung Kleine Karoo

Nach unseren Nächten in Wilderness verließen wir die Küste und fuhren über den Outeniqua Pass Richtung Oudtshoorn und Kleine Karoo. Damit änderte sich die Landschaft innerhalb kurzer Zeit komplett. Genau diese Vielfalt fanden wir an unserer Südafrika-Rundreise so faszinierend: erst Meer, Wälder und Strände – wenige Stunden später trockene Berge und die ganz andere Landschaft der Karoo.

Unsere komplette Route inklusive Oudtshoorn, Buffelsdrift und Swartberg Pass findet ihr bereits im großen Beitrag Südafrika mit Kindern – unsere 12-Tage-Rundreise.

Unser persönliches Ranking der Garden Route

Jeder Stopp auf unserer Strecke hatte seinen eigenen Reiz – manche wegen der Landschaft, andere wegen der Atmosphäre oder weil sie mit Kindern besonders gut funktioniert haben. Wenn wir unsere Erlebnisse heute noch einmal einordnen müssten, würden wir sie ungefähr so zusammenfassen:

  • Schönste Küstenstraße: Clarence Drive
  • Schönster Strand: Wilderness Beach
  • Schönster kurzer Strandstopp: Kogel Bay
  • Beste Basis: Wilderness
  • Bestes Erlebnis bei Regen: Trampolinpark in George
  • Bester Roadtrip-Stopp mit Spielplatz: Harmony Distillery / Misty Valley Farm
  • Überraschendster Stopp: Kogel Bay
  • Schönste Unterkunft: Dune Beach House
  • Was wir bei wenig Zeit nicht extra einplanen würden: George als Sightseeing-Stopp

Unsere Tipps für die Garden Route mit Kindern

Die Garden Route lässt sich mit Kindern sehr entspannt bereisen, wenn man nicht versucht, jeden Stopp und jede Sehenswürdigkeit in einen Tag zu packen. Wir haben unterwegs einiges ausprobiert und dabei schnell gemerkt, was für uns als Familie gut funktioniert hat. Diese Dinge haben sich auf unserer Garden-Route-Reise besonders bewährt:

  • Nicht nur Fahrzeit rechnen: Aus drei Stunden Autofahrt werden mit Strand-, Essens- und Spielplatzstopps schnell fünf oder sechs.
  • Fahrtage mit kinderfreundlichen Stopps planen: Grille Shack und Harmony waren für uns perfekte Beispiele.
  • Tank nicht komplett leerfahren: Die Straßen waren top, aber teilweise fährt man lange durch Gegenden ohne Tankstelle, Restaurant oder Supermarkt.
  • Snacks und Wasser im Auto haben: Gerade auf längeren Abschnitten gibt es nicht ständig Einkaufsmöglichkeiten.
  • Strände als Pausen nutzen: Unsere Kinder brauchten keinen klassischen Spielplatz, wenn sie eine Stunde im Sand rennen konnten.
  • Bei Baboons Fenster und Türen geschlossen halten: Die Tiere können gezielt versuchen, an Lebensmittel im Auto zu kommen.
  • Zeitpuffer einplanen: Wir fanden die Strecken mit vier- und sechsjährigen Kindern gut machbar – mit ein paar zusätzlichen Tagen wäre es aber noch entspannter gewesen.

FAQ zur Garden Route mit Kindern

Ist die Garden Route mit Kindern geeignet?

Für uns absolut. Die Straßen waren sehr gut, die Fahrten unkompliziert und durch Strände, Tiere, Spielplätze und Bootstouren gab es für unsere Kinder genügend Abwechslung.

Wie viele Tage braucht man für die Garden Route mit Kindern?

Für unsere verkürzte Route waren fünf Nächte passend. Für die komplette Garden Route bis Tsitsikamma würden wir deutlich mehr Zeit einplanen und nicht versuchen, jeden Ort in einem einzigen Tag abzuhaken.

Wo beginnt und endet die Garden Route?

Je nach touristischer Definition beginnt sie ungefähr bei Heidelberg beziehungsweise Mossel Bay und reicht entlang der N2 bis Storms River Village. Clarence Drive, Betty’s Bay und Swellendam liegen westlich davon und waren für uns der Auftakt auf dem Weg zur eigentlichen Garden Route.

Ist der Clarence Drive mit Kindern beziehungsweise als Selbstfahrer schwierig?

Wir fanden die Fahrt völlig unkompliziert. Die Straße war bei unserem Besuch gut ausgebaut und Matthias empfand sie als angenehm zu fahren. Natürlich sollte man auf Kurven, Wildtiere und Baboons achten.

Braucht man für die Garden Route einen Mietwagen?

Für unsere Art der Reise ganz klar ja. Gerade die kleinen Stopps, Strände und Farm Stalls wären ohne eigenes Auto deutlich schwieriger gewesen.

Braucht man Kinderwagen oder Trage?

Mit unseren vier- und sechsjährigen Kindern brauchten wir beides nicht. Für kleinere Kinder würden wir an Stränden eher eine Trage mitnehmen. Knysna Waterfront und viele befestigte Bereiche sind dagegen gut mit Buggy machbar.

Ist Wilderness Beach mit Kindern zum Baden geeignet?

An ausgewiesenen bewachten Strandabschnitten ja. Der offene Ozean kann aber starke Wellen und Strömungen haben. Wir würden mit kleinen Kindern nur dort ins Wasser gehen, wo Baden ausdrücklich empfohlen und überwacht wird.

Was kann man an der Garden Route bei Regen mit Kindern machen?

Bei uns funktionierten eine Bootstour in Knysna, der Trampolinpark in George und notfalls die Garden Route Mall gut. Zwei volle Regentage waren trotzdem schade, weil viele Highlights der Region draußen liegen.

Lohnt sich Knysna mit Kindern?

Für uns ja – vor allem als Tagesausflug. Die Waterfront war angenehm und die Piratenschifffahrt kam bei unseren Kindern sehr gut an. Als Basis würden wir persönlich trotzdem Wilderness bevorzugen.

Unser Fazit: Würden wir die Garden Route mit Kindern wieder fahren?

Ja – und beim nächsten Mal würden wir sie weiterfahren. Die Garden Route hat uns vor allem deshalb so gut gefallen, weil schon der Weg selbst Teil der Reise war. Wir erinnern uns an Affen am Straßenrand, den fast menschenleeren Kogel Bay Beach, entspannte Stunden bei Kam’Bati, lange Spaziergänge am Wilderness Beach und an unsere Kinder, die bei Regen als kleine Piraten über die Knysna Lagoon fuhren.

Nicht alles lief nach Plan. Zwei Regentage kosteten uns Plettenberg Bay, Robberg Nature Reserve und einige Naturerlebnisse rund um Wilderness. Aber genau deshalb haben wir einen guten Grund, wiederzukommen.

Wilderness würden wir wieder als Basis wählen, Clarence Drive wieder fahren und für Plettenberg Bay und Tsitsikamma beim nächsten Mal ein paar zusätzliche Tage einplanen.

Wenn ihr wissen möchtet, wie unsere Reise vor der Garden Route aussah, findet ihr in unserem Beitrag Kapstadt mit Kindern unsere Erfahrungen mit Tafelberg, Boulders Beach und Kap-Halbinsel. Und unsere komplette 12-tägige Route findet ihr im Beitrag Südafrika mit Kindern.

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