Camping in Albanien hat uns überrascht: günstige und entspannte Campingplätze, viel Natur und unser schönster Stellplatz sogar ganz ohne Campingplatz.
Das erwartet euch in diesem Beitrag:
- Wie ist Camping in Albanien mit Kindern?
- Unsere Campingplätze in Albanien
- Lake Shkodra Resort
- Camping Parknight an der Küste
- Camping Vjosa Paradise
- Freistehen am Osum Canyon
- Agora Farmhouse am Komansee
- Was kostet Camping in Albanien?
- Muss man Campingplätze reservieren?
- Unsere Tipps fürs Camping in Albanien
- FAQ
Dieser Beitrag ist Teil unseres großen Balkan-Roadtrips mit Kindern. Insgesamt waren wir 17 Tage mit unserem VW Bus durch fünf Länder unterwegs, davon acht Nächte in Albanien. Unsere komplette Route durchs Land mit allen Stopps und Highlights findet ihr in unserem Beitrag Albanien mit Kindern – unsere Route & Erfahrungen.
Wie ist Camping in Albanien mit Kindern?
Camping in Albanien hat uns wesentlich positiver überrascht, als wir vor unserer Reise erwartet hatten. Wir waren im Juli mit unserem zum Familiencamper ausgebauten VW Bus und unseren damals fünf und sieben Jahre alten Kindern unterwegs und haben keinen einzigen Campingplatz vorab reserviert.
Trotz Hauptsaison hatten wir nirgendwo in Albanien Probleme, spontan einen Stellplatz zu bekommen. Im Gegenteil: Teilweise waren die Campingplätze fast leer. Das war für uns ein ziemlich großer Unterschied zu vielen Campingplätzen, die wir aus Österreich oder anderen beliebten Urlaubsregionen kennen. Statt dicht an dicht mit den Nachbarn zu stehen, hatten wir teilweise eine riesige Wiese fast für uns alleine.
Dazu kamen die Preise. Camping in Albanien empfanden wir als wirklich günstig. Je nach Übernachtungsplatz zahlten wir zwischen 0 und etwa 25 Euro pro Nacht.

Natürlich war nicht alles perfekt. Die Standards unterscheiden sich von Campingplatz zu Campingplatz und bei Camping Parknight waren die Sanitäranlagen bei unserem Besuch beispielsweise alles andere als sauber. Insgesamt waren wir mit den Plätzen aber wirklich zufrieden.
Was uns am Ende am besten gefallen hat? Ganz klar die kleinen, naturnahen Plätze im Landesinneren – und unsere Nacht beim Freistehen am Osum Canyon.
Wer nicht nur campen, sondern unsere komplette Route durchs Land nachfahren möchte, findet alle Stopps in unserem Beitrag Albanien mit Kindern: Unsere Route & Erfahrungen.
Camping in Albanien auf einen Blick
Reiseart: VW Bus / Camper
Reisezeit: Juli
Kinder: 5 & 7 Jahre
Mit Kindern geeignet? Ja, für uns sehr gut
Reservierung: Wir haben keinen Platz vorreserviert
Strom: Auf unseren Campingplätzen vorhanden
Stellplatzsuche: Spontan über park4night
Zufahrt: Für uns problemlos
Freistehen: 1 Nacht am Osum Canyon
Kosten: ca. 0-25 Euro pro Nacht
Kartenzahlung: Nicht überall möglich, unbedingt auch Bargeld mitnehmen
Unser Favorit: Freistehen am Osum Canyon
Campingplatz-Favorit: Vjosa Paradise Camping
Unser Highlight: Camping direkt am See bzw. Fluss
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Welche Campingplätze haben wir in Albanien ausprobiert?
Unsere Campingplätze in Albanien haben wir hauptsächlich über park4night gefunden. Vorab reserviert hatten wir keinen einzigen Platz, sondern wir haben während des Roadtrips spontan geschaut, welcher Campingplatz gut zu unserer Route und unseren nächsten Stopps passt. Das hat im Juli problemlos funktioniert und genau diese Flexibilität würden wir bei einer weiteren Albanien-Reise wieder beibehalten.
Unsere Campingstopps führten uns vom Shkodra-See über die albanische Küste weiter zur Vjosa und zum Osum Canyon. Zum Abschluss ging es wieder Richtung Norden an den Komansee. Dabei war vom gut ausgestatteten Campingresort über kleine, naturnahe Plätze bis zum kostenlosen Freistehen direkt am Fluss alles dabei.
| Campingplatz/Stellplatz | Lage | Unser Aufenthalt & Gesamtpreis | Besonders gut für |
|---|---|---|---|
| Lake Shkodra Resort | Shkodra-See | 2 Nächte (ca. 50 € gesamt) | Familien, Baden & entspannte Tage am See |
| Camping Parknight | albanische Küste | 1 Nacht (15 €) | Strand, Fluss & Meer |
| Camping Vjosa Paradise | Vjosa | 1 Nacht (10 €) | Natur, Ruhe, Baden & Kanufahren |
| Osum Canyon | Osum Canyon | 1 Nacht (kostenlos) | Freistehen, Natur, SUP & Abenteuer |
| Agora Farmhouse | Komansee | 1 Nacht (25 €) | Komansee & Shala-River-Tour |
Wichtig zu den Preisen: Das sind die Preise, die wir auf unserer Reise im Sommer 2026 bezahlt haben. Campingpreise können sich ändern. Prüft deshalb vor eurer Reise die aktuellen Tarife.



Lake Shkodra Resort: Camping direkt am Shkodra-See
Das Lake Shkodra Resort liegt direkt am Shkodra-See, rund sieben Kilometer außerhalb von Shkodra und etwa 24 Kilometer von der Grenze zu Montenegro entfernt. Durch diese Lage eignet sich der Campingplatz perfekt als erster Stopp nach der Einreise aus Montenegro oder als letzte Station, bevor es wieder Richtung Norden geht.
Wie unsere Route bis zur albanischen Grenze aussah und welche Stopps wir zuvor in Montenegro gemacht haben, zeigen wir in Montenegro mit Kindern – unsere Erfahrungen.
Mit rund zehn Hektar ist das Lake Shkodra Resort deutlich größer und umfangreicher ausgestattet als viele der kleineren Campingplätze in Albanien. Das weitläufige Gelände bietet Stellplätze auf großen Grünflächen, einen eigenen Strand am See, Restaurant und Bar sowie verschiedene Freizeitmöglichkeiten. Wer nicht mit Camper oder Wohnmobil unterwegs ist, kann außerdem in verschiedenen Mietunterkünften und Glamping-Unterkünften übernachten.


Unsere Erfahrung im Lake Shkodra Resort
Für uns war das Lake Shkodra Resort der erste Campingplatz in Albanien. Nach der Fahrt von Montenegro über einen kleinen Grenzübergang kamen wir hier an und entschieden uns gleich, zwei Nächte zu bleiben. Und das war genau richtig. Nach den ersten Tagen unseres Balkan-Roadtrips konnten wir hier den Bus einfach einmal stehen lassen und ein bisschen das Tempo rausnehmen.
Besonders gut gefallen haben uns die großen Grünflächen. Unsere Kinder hatten richtig viel Platz zum Herumlaufen und Spielen. Das eigentliche Highlight für unsere beiden war aber der Shkodra-See. Im Juli war das Wasser überraschend warm und wir verbrachten entsprechend viel Zeit am Strand und im Wasser. Unsere Kinder entdeckten schnell ihre Lieblingsbeschäftigung: nach Muscheln tauchen und sie sammeln. Damit waren sie gefühlt ewig beschäftigt.


Genau solche Plätze funktionieren für uns beim Camping mit Kindern besonders gut. Es braucht nicht unbedingt Animation oder ein riesiges Unterhaltungsprogramm. Wasser, eine große Wiese und genügend Platz zum Spielen reichen unseren beiden meistens völlig.
Auch wir genossen die zwei entspannten Tage. Bus stehen lassen, baden, gemeinsam essen und einfach einmal nicht schon wieder zum nächsten Programmpunkt fahren – das tat nach den ersten Tagen unseres Roadtrips richtig gut.
Welche Ausstattung gibt es im Lake Shkodra Resort?
Das Lake Shkodra Resort bietet deutlich mehr Infrastruktur als ein einfacher Stellplatz. Direkt am Campingplatz befindet sich ein eigener Strand am Shkodra-See mit Liegen und Sonnenschirmen. Auch ein Kinderspielplatz und Tischtennis stehen zur Verfügung. Wer aufs Wasser möchte, kann unter anderem Kanus und SUPs ausleihen.
Für Camper gibt es unter anderem:
- großzügige Stellplätze auf Gras
- Stromanschlüsse
- Frischwasser
- Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten
- Sanitäranlagen mit warmen Duschen
- Waschmöglichkeiten
- WLAN
Sehr praktisch fanden wir das Restaurant mit Bar direkt am See. Dort kann man frühstücken sowie mittags und abends essen. Wir haben selbst dort gegessen und waren sehr zufrieden. Gerade beim Camping genießen wir es zwischendurch, wenn wir abends nicht mehr den Kocher auspacken und danach alles abwaschen müssen.

Was kostet Camping im Lake Shkodra Resort?
Das Lake Shkodra Resort gehört eher zu den besser ausgestatteten und damit auch etwas teureren Campingplätzen in Albanien. Im Vergleich zu dem, was wir von Campingplätzen in Österreich kennen, fanden wir das Preisniveau trotzdem sehr günstig. Als aktueller Richtwert werden für 2026 für eine Familie in der Hauptsaison ab etwa 25,50 Euro pro Nacht genannt. Strom kann zusätzlich berechnet werden. Der tatsächliche Preis hängt von Saison, Personenzahl und gebuchten Leistungen ab.
Wir blieben im Juli zwei Nächte. Für uns passte das Preis-Leistungs-Verhältnis vor allem deshalb, weil wir den Campingplatz nicht nur zum Schlafen nutzten. Wir verbrachten fast zwei komplette Tage am See und auf dem Gelände.
Unser Tipp: Die Preise vor der Reise noch einmal direkt beim Resort prüfen, da sich Tarife und inkludierte Leistungen ändern können.
Für wen ist das Lake Shkodra Resort geeignet?
Wir würden das Lake Shkodra Resort vor allem Familien mit Kindern empfehlen, die während eines Albanien-Roadtrips zwischendurch ein oder zwei ruhigere Tage einlegen möchten. Besonders gut funktioniert der Platz aus unserer Sicht, wenn die Kinder gerne baden und draußen spielen. Unsere beiden brauchten hier nicht viel mehr als den See, ihre Muscheln und einen Fußball.
Durch die Nähe zu Shkodra und zur montenegrinischen Grenze eignet sich das Resort außerdem sehr gut als erster oder letzter Campingstopp in Albanien.
Besonders gut geeignet für:
- Familien mit Kindern
- Baden und entspannte Tage am See
- Camper, die eine gute Infrastruktur schätzen
- einen Zwischenstopp von ein bis zwei Nächten
- Reisende auf dem Weg von oder nach Montenegro
- Familien ohne eigenen Camper, da es auch Mietunterkünfte gibt

Camping Parknight: Zwischen Fluss und Meer
Der Camping Parknight liegt in Piqeras an der albanischen Riviera. Das Besondere an seiner Lage ist die Kombination aus Fluss und Meer: Der Campingplatz liegt direkt am Fluss, während es gleichzeitig nur wenige hundert Meter bis zum Strand sind.
Im Vergleich zum Lake Shkodra Resort ist der Platz wesentlich einfacher gehalten. Dafür bekommt man hier genau das, was wir an kleineren Campingplätzen mögen: Natur, eine entspannte Atmosphäre und eine gute Ausgangslage für einen Tag am Meer.


Unsere Erfahrung am Camping Parknight
Nach unserem Aufenthalt in Vlora wollten wir wieder raus aus der Stadt und zurück auf einen Campingplatz. So landeten wir spontan beim Camping Parknight. Die Lage gefiel uns sofort. Unser VW Bus stand direkt am Fluss und gleichzeitig konnten wir zu Fuß zum Meer gehen. In der Umgebung gab es mehrere Restaurants, sodass wir auch hier nicht selbst kochen mussten.
Für unsere Kinder gab es am Abend sogar noch ein kleines Highlight: Auf dem Campingplatz wurde ein Kinderkino mit Leinwand angeboten. Damit hatten wir überhaupt nicht gerechnet und unsere beiden fanden es natürlich richtig cool. Wir blieben nur eine Nacht, verbrachten den nächsten Tag aber noch bis zum Nachmittag dort. Die Lage und Atmosphäre hätten grundsätzlich durchaus für einen längeren Aufenthalt gepasst.
Einen deutlichen Minuspunkt gab es bei unserem Besuch allerdings: Die Sanitäranlagen waren recht ungepflegt. Das war mit Abstand unsere schlechteste Erfahrung mit Sanitäranlagen auf den Campingplätzen unserer Albanien-Reise. Natürlich können wir hier nur von unserem eigenen Aufenthalt berichten – wie sauber die Sanitäranlagen zu einem anderen Zeitpunkt sind, können wir nicht beurteilen.
Welche Ausstattung gibt es am Camping Parknight?
Camping Parknight ist ein eher einfacher, naturnaher Campingplatz. Es gibt Strom sowie Toiletten und Duschen. Durch die Lage am Fluss und die Nähe zum Meer steht hier aber ohnehin die Umgebung im Mittelpunkt.
Bei unserem Aufenthalt gab es außerdem:
- Stellplätze direkt am Fluss
- Strom
- Toiletten und Duschen
- Restaurants in der Umgebung
- Meer und Strand in Gehweite
- Kinderkino am Abend
Bei den Sanitäranlagen würden wir allerdings keine zu hohen Erwartungen haben. Zumindest während unseres Besuchs waren diese leider sehr ungepflegt.

Was kostet Camping am Camping Parknight?
Camping Parknight gehört zu den günstigen Übernachtungsmöglichkeiten an der albanischen Küste. Die veröffentlichten Preise bewegen sich aktuell (Stand 2026) ungefähr ab 15 Euro, wobei sich Preise und inkludierte Leistungen natürlich ändern können.
Wir würden den Platz vor allem wegen seiner Lage wählen und weniger wegen einer umfangreichen Camping-Infrastruktur.
Für wen ist Camping Parknight geeignet?
Camping Parknight passt aus unserer Sicht gut zu Campern, die einen unkomplizierten und günstigen Stellplatz nahe am Meer suchen und keinen großen Campingplatz mit umfangreicher Ausstattung brauchen. Mit Kindern fanden wir vor allem die Kombination aus Fluss, Strand und dem überraschenden Kinderkino nett.
Wer dagegen großen Wert auf sehr gepflegte Sanitäranlagen legt, sollte sich vorab die aktuellen Bewertungen ansehen. Bei unserem Aufenthalt waren diese definitiv der größte Minuspunkt.
Besonders gut geeignet für: einen unkomplizierten Zwischenstopp an der albanischen Riviera, Strandtage und Camper, die lieber naturnah als luxuriös stehen.


Camping Vjosa Paradise: Ruhiges Camping direkt an der Vjosa
Der Camping Vjosa Paradise liegt bei Memaliaj direkt an der Vjosa. Statt großer Campinganlage erwartet einen hier ein wesentlich kleinerer und naturnäherer Platz mit einer großen Wiesenfläche am Fluss.
Genau diese einfachen Campingplätze haben uns im Landesinneren Albaniens besonders gut gefallen. Viel Natur, wenig Trubel und ausreichend Platz rund um unseren VW Bus – mehr brauchten wir eigentlich nicht.
Unsere Erfahrung im Camping Vjosa Paradise
Nach unserem Besuch in Gjirokastra fuhren wir am Abend weiter Richtung Vjosa und landeten beim Camping Vjosa Paradise. Als wir ankamen, waren wir tatsächlich die einzigen Camper auf dem gesamten Platz. Später kamen noch zwei Wanderer dazu, aber ansonsten hatten wir die große Wiese praktisch für uns alleine. Nach den touristischeren Orten an der Küste tat diese Ruhe richtig gut.


Der Platz wird von einer sehr netten Familie geführt und wir fühlten uns sofort willkommen. Besonders positiv fielen uns die sauberen Sanitäranlagen auf – gerade nach unserer vorherigen Erfahrung beim Camping Parknight wussten wir das besonders zu schätzen.
Auch für unsere Kinder gab es gleich einiges zu entdecken. Direkt neben dem Campingplatz befindet sich ein Gehege mit Rehen, das natürlich sofort ihre Aufmerksamkeit hatte. Dazu liefen rund um den Platz immer wieder Kühe frei herum. Für unsere beiden war das mindestens genauso spannend wie ein klassischer Spielplatz – und passte perfekt zu dieser ruhigen, ländlichen Atmosphäre direkt an der Vjosa.
Am nächsten Morgen hatten wir überhaupt keine Eile weiterzufahren. Unsere Kinder spielten und plantschten am Wasser, beobachteten die Tiere und wir liehen uns kostenlos Kanus aus, mit denen wir noch eine Runde auf der Vjosa drehten.
Das war wieder einer dieser Momente, für die wir Camping-Roadtrips lieben: kein großes Programm, kein Zeitplan und kein überfüllter Campingplatz. Einfach ein ruhiger Vormittag am Fluss, viel Natur und Kinder, die zwischen Wasser, Rehen und Kühen sowieso genug zu entdecken hatten.


Welche Ausstattung gibt es im Camping Vjosa Paradise?
Camping Vjosa Paradise ist kein großes Campingresort, sondern ein kleiner, unkomplizierter Platz mitten in der Natur. Bei unserem Aufenthalt gab es:
- große Wiesenflächen zum Campen
- direkten Zugang zur Vjosa
- Strom
- saubere Sanitäranlagen
- eine kleine Bar
- Kanus zur kostenlosen Nutzung
- viel Platz rund um die Stellplätze
Was kostet Camping im Vjosa Paradise?
Auch Camping Vjosa Paradise gehört zu den sehr günstigen Campingplätzen in Albanien. Für den Platz haben wir nur 10 Euro pro Nacht bezahlt. Preise können sich natürlich ändern, weshalb wir sie immer nur als Orientierung sehen würden. Für das, was wir hier bekommen haben – einen Stellplatz direkt am Fluss, Strom, saubere Sanitäranlagen und die Kanus – fanden wir das Preis-Leistungs-Verhältnis richtig gut.

Für wen ist Camping Vjosa Paradise geeignet?
Der Platz ist perfekt für alle, die Ruhe und Natur wichtiger finden als umfangreiche Camping-Infrastruktur. Gerade Familien, deren Kinder gerne draußen und am Wasser sind, brauchen hier aus unserer Sicht keinen großen Spielplatz oder Animation. Unsere beiden waren mit Fluss, Wiese und Tieren vollkommen zufrieden.
Auch als Zwischenstopp zwischen Gjirokastra, Berat und anderen Zielen im Landesinneren lässt sich der Campingplatz gut in einen Roadtrip integrieren.
Besonders gut geeignet für: Familien, Naturliebhaber, Ruhesuchende, Kanufahren und alle, die einen kleinen Campingplatz direkt am Fluss bevorzugen.
Freistehen am Osum Canyon: Unser Camping-Highlight in Albanien
Der Osum Canyon war kein offizieller Campingplatz, sondern unser einziger Freistehplatz während unserer acht Tage in Albanien – und gleichzeitig unser schönstes Campingerlebnis.
Wir übernachteten am Plaza Osumi direkt am Fluss. Unseren VW Bus stellten wir unmittelbar am Wasser ab, gegenüber von der kleinen Strandbar auf der anderen Flussseite. Tagsüber war rund um den Fluss noch einiges los, gegen Abend wurde es aber richtig ruhig. Neben uns blieben nur etwa zwei weitere Camper über Nacht.
Ein offizieller Campingplatz ist der Plaza Osumi nicht. Entsprechend gibt es hier auch keine klassische Camping-Infrastruktur. Dafür standen wir mitten in der Natur und konnten morgens direkt mit Blick aufs Wasser aufwachen.

Unsere Erfahrung beim Freistehen am Osum Canyon
Für eine Nacht war das Freistehen mit unserem VW Bus überhaupt kein Problem. Die Kinder konnten am Wasser spielen und baden und wir genossen vor allem die entspannte Atmosphäre. Am Abend saßen wir vor unserem Bus direkt am Fluss – genau solche Momente sind für uns das Schöne am Campen. Rückblickend war diese Nacht sogar unser Camping-Highlight in Albanien.
Den Osum Canyon selbst haben wir natürlich ebenfalls erkundet und waren unter anderem mit unserem SUP im Canyon unterwegs.


Welche Infrastruktur gibt es am Plaza Osumi?
Der Plaza Osumi ist kein Campingplatz. Bei unserem Aufenthalt gab es am Stellplatz daher weder Strom noch klassische Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten. In unmittelbarer Umgebung befanden sich allerdings eine Strandbar und Restaurants. Wer hier übernachten möchte, sollte mit seinem Camper entsprechend autark sein.
Da sich die Situation beim Freistehen ändern kann, würden wir vor Ort beziehungsweise kurz vor der Reise noch einmal prüfen, ob eine Übernachtung am Plaza Osumi aktuell möglich ist.
Was kostet Freistehen am Osum Canyon?
Wir haben für unsere Übernachtung am Plaza Osumi 0 Euro bezahlt. Damit war es gleichzeitig die günstigste Nacht unserer Albanien-Reise.
Für wen ist Freistehen am Osum Canyon geeignet?
Für uns war der Platz ideal, weil wir mit unserem VW Bus problemlos eine Nacht ohne Camping-Infrastruktur auskommen. Wer Strom, Duschen, Toiletten und die Infrastruktur eines Campingplatzes benötigt, ist hier nicht richtig. Wer dagegen autark steht und gerne mitten in der Natur übernachtet, für den kann der Plaza Osumi ein ganz besonderes Erlebnis sein.
Besonders gut geeignet für: autarke Camper, Naturfans und alle, die für eine Nacht auf klassische Camping-Infrastruktur verzichten können.
Mehr Informationen über den Platz, die Zufahrt, Aussichtspunkte, Restaurants und unsere Erfahrungen vor Ort findet ihr in unserem Beitrag Osum Canyon mit Kindern.


Agora Farmhouse: Camping direkt am Komansee
Das Agora Farmhouse liegt bei Koman direkt am Wasser und kombiniert Camping mit Restaurant, Unterkünften und verschiedenen Aktivitäten rund um den See. Der Campingbereich umfasst laut Betreiber etwa 1.000 Quadratmeter und bietet 25 Stellplätze mit Stromanschluss.
Für uns war aber vor allem ein anderer Punkt entscheidend: Vom Agora Farmhouse aus kann man die Tour zum Shala River organisieren. Dadurch konnten wir Camper, Übernachtung und geplanten Ausflug unkompliziert miteinander verbinden.
Unsere Erfahrung beim Agora Farmhouse
Wir kamen gegen Ende unserer Albanien-Reise zum Agora Farmhouse und konnten unseren VW Bus direkt am Wasser abstellen. Allein die Lage war richtig schön. Nach dem Ankommen mussten wir auch hier nicht mehr kochen, sondern gingen im Restaurant des Farmhouse essen. Sowohl das Abendessen als auch das Frühstück am nächsten Morgen haben uns sehr gut geschmeckt.
Der Hauptgrund für unseren Aufenthalt war allerdings unsere geplante Shala-River-Tour. Das Praktische am Agora Farmhouse ist, dass die Tour direkt organisiert werden kann. Leider machte uns am nächsten Morgen das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Es regnete und Gewitter waren angekündigt, weshalb wir die Tour schweren Herzens ausfallen ließen. Das war wirklich schade, denn auf den Shala River hatten wir uns sehr gefreut.

Welche Ausstattung gibt es beim Agora Farmhouse?
Das Agora Farmhouse ist deutlich mehr als nur ein Campingplatz. Neben dem Campingbereich gibt es verschiedene feste Unterkünfte und ein Restaurant. Für Camper werden aktuell unter anderem folgende Einrichtungen angeboten:
- 25 Stellplätze
- Stromanschluss an allen Stellplätzen
- Toiletten
- warme Duschen
- Waschmöglichkeit
- eigener Strand
- Restaurant
- Möglichkeiten zum Angeln
- Kajakfahren
- Wandern
- Bootstouren
Für uns war vor allem die Kombination aus Camping, Restaurant und organisierter Shala-River-Tour interessant. Man kann den Bus stehen lassen und die weiteren Aktivitäten direkt über die Unterkunft organisieren.


Was kostet Camping beim Agora Farmhouse?
Für unsere Familie mit zwei Erwachsenen und unseren damals fünf und sieben Jahre alten Kindern haben wir für die eine Nacht 25 Euro inklusive Strom bezahlt.
Aktuell (Stand 2026) kostet Camping:
- 8 Euro pro Erwachsenem
- 3 Euro für Kinder von 3 bis 15 Jahren
- Kinder unter 2 Jahren kostenlos
- Strom zusätzlich 3 Euro
- Waschmaschine zusätzlich 3 Euro
Die Preise können sich natürlich ändern, aber damit gehört auch das Agora Farmhouse weiterhin zu den vergleichsweise günstigen Campingmöglichkeiten unserer Route.
Für wen ist das Agora Farmhouse geeignet?
Das Agora Farmhouse würden wir vor allem empfehlen, wenn ihr Camping am Komansee mit einer Shala-River-Tour verbinden möchtet. Man muss nicht erst einen Campingplatz suchen und anschließend separat herausfinden, wie und von wo man die Tour organisiert. Genau diese Kombination fanden wir praktisch.
Auch wenn man einfach ein oder zwei Nächte direkt am Wasser verbringen möchte, ist der Platz interessant. Restaurant und Frühstück vor Ort machen den Aufenthalt zusätzlich unkompliziert.
Besonders gut geeignet für: Komansee, Shala-River-Touren, Familien, Bootsausflüge und Camper, die Restaurant und Infrastruktur direkt am Stellplatz schätzen.

Was kostet Camping in Albanien?
Camping in Albanien empfanden wir als sehr günstig. Für unsere Übernachtungen zahlten wir während unserer Reise zwischen 0 und ungefähr 25 Euro pro Nacht.
Die günstigste Nacht war natürlich unsere freie Übernachtung am Osum Canyon – dort zahlten wir gar nichts. Insgesamt fanden wir das Preis-Leistungs-Verhältnis der Campingplätze sehr gut. Vor allem im Landesinneren bekamen wir für vergleichsweise wenig Geld Stellplätze in richtig schöner Lage und teilweise direkt am Wasser.
Für uns war außerdem ein anderer Punkt wichtig: Die günstigen Preise bedeuteten nicht automatisch, dass wir auf winzigen Stellplätzen dicht nebeneinander stehen mussten. Im Gegenteil. Wir hatten auf unseren Plätzen meistens angenehm viel Raum.
Muss man Campingplätze in Albanien reservieren?
Nach unserer Erfahrung: Im Juli mussten wir keinen unserer Campingplätze in Albanien vorreservieren. Wir suchten unsere Stellplätze spontan über park4night und entschieden teilweise erst am selben Tag, wo wir übernachten würden. Trotzdem bekamen wir überall einen Platz.
Teilweise war sogar überraschend wenig los. Am Camping Vjosa Paradise waren wir bei unserer Ankunft beispielsweise die einzigen Camper. Das war für uns einer der größten Vorteile beim Camping in Albanien. Wir konnten unsere Route jederzeit ändern und mussten nicht an einem bestimmten Tag an einem bestimmten Ort sein.
Natürlich ist unsere Erfahrung nur eine Momentaufnahme unserer Reise. Wie voll ein Campingplatz an einem anderen Wochenende oder in einem anderen Jahr ist, können wir nicht vorhersagen. Wir persönlich würden es bei einer weiteren Albanien-Reise aber wieder genauso machen und nicht alles vorreservieren.

Wie ist die Ausstattung der Campingplätze?
Wir waren von der Ausstattung insgesamt positiv überrascht. Auf allen regulären Campingplätzen, auf denen wir übernachteten, hatten wir Strom. Nur beim Freistehen am Osum Canyon natürlich nicht.
Auch bei den Sanitäranlagen waren unsere Erfahrungen überwiegend gut. Besonders Camping Vjosa Paradise ist uns sehr positiv in Erinnerung geblieben. Camping Parknight zeigte allerdings, dass man keinen einheitlichen Standard erwarten sollte. Dort waren die Sanitäranlagen während unseres Aufenthalts sehr ungepflegt.
Luxuscamping haben wir in Albanien aber auch gar nicht gesucht. Für uns zählen eine schöne Lage, ausreichend Platz, saubere Sanitäranlagen und eine entspannte Atmosphäre wesentlich mehr als Animation oder eine riesige Poolanlage.
Ist Camping in Albanien mit Kindern empfehlenswert?
Für uns definitiv. Gerade mit unseren damals fünf und sieben Jahre alten Kindern funktionierte die Kombination aus Roadtrip und Camping richtig gut. Dabei waren es gar nicht unbedingt klassische Familiencampingplätze, die uns am besten gefielen. Einen riesigen Spielplatz oder Animation brauchten unsere Kinder nicht. Viel wichtiger waren bei uns Wasser und Platz.
Am Shkodra-See konnten wir baden, an der Vjosa spielen und Kanu fahren und am Osum Canyon direkt vom Stellplatz zum Fluss. Genau solche Orte funktionierten für unsere Familie besonders gut.
Ein weiterer Pluspunkt war, dass die Plätze während unserer Reise nicht überfüllt waren. Wir standen nicht wie die Sardinen nebeneinander, sondern hatten meistens angenehm viel Platz rund um unseren Bus.

Unsere Tipps fürs Camping in Albanien
Nach unseren acht Nächten in Albanien würden wir vor allem diese Dinge wieder genauso machen:
- Nicht alles vorreservieren: Im Juli funktionierte spontanes Camping für uns problemlos und gab uns viel Freiheit.
- park4night nutzen: Darüber haben wir unsere Campingplätze unterwegs gefunden.
- Genügend Bargeld mitnehmen: Kartenzahlung funktioniert nicht überall. Wir würden beim nächsten Mal außerdem mehr Euro in bar einpacken.
- Nicht nur an der Küste suchen: Unsere schönsten Camping-Erlebnisse hatten wir im Landesinneren.
- Naturplätze einplanen: Vjosa und Osum Canyon waren genau die Art von Orten, die uns an Albanien besonders gefallen haben.
- Bei Sanitäranlagen flexibel bleiben: Der Standard kann unterschiedlich sein. Von richtig sauber bis ziemlich ungepflegt hatten wir beides.
- Mehr Zeit fürs Landesinnere lassen: Beim nächsten Roadtrip würden wir noch stärker darauf setzen und beispielsweise auch das Theth-Gebirge einplanen.
Wenn ihr gerade euren eigenen Roadtrip plant: Unsere komplette Strecke mit allen Stopps, Sehenswürdigkeiten und Erfahrungen findet ihr im Beitrag Albanien mit Kindern: Unsere Route & Erfahrungen.
Was hat uns beim Camping in Albanien gefallen – und was weniger?
Das hat uns gefallen
- günstige Campingplätze
- viel Platz auf den Stellplätzen
- selbst im Juli bei uns nicht überfüllt
- spontane Stellplatzsuche funktionierte problemlos
- viele Plätze direkt an Seen oder Flüssen
- sehr gastfreundliche Betreiber
- größtenteils gute und saubere Ausstattung
- wunderschöne Campingmöglichkeiten im Landesinneren
- Strom auf allen von uns besuchten Campingplätzen
Das solltet ihr wissen
- Kartenzahlung ist nicht überall möglich
- Sanitäranlagen haben unterschiedliche Standards
- Beim Freistehen gibt es natürlich keine Camping-Infrastruktur
- Wir würden ausreichend Bargeld mitnehmen
- Wer nur an der Küste bleibt, verpasst aus unserer Sicht einige der schönsten Campingregionen Albaniens

FAQ: Camping in Albanien
Ist Camping in Albanien teuer?
Nach unserer Erfahrung nein. Wir zahlten während unseres Roadtrips zwischen 0 und ungefähr 25 Euro pro Nacht. Damit empfanden wir Camping in Albanien als sehr günstig.
Muss man Campingplätze in Albanien reservieren?
Wir mussten im Juli keinen einzigen Campingplatz vorreservieren. Über park4night fanden wir spontan immer einen Platz. Bei unserer Reise waren die Campingplätze teilweise sogar sehr leer.
Sind Campingplätze in Albanien sauber?
Unsere Erfahrungen waren größtenteils positiv, allerdings gibt es Unterschiede. Beim Camping Vjosa Paradise waren die Sanitäranlagen beispielsweise richtig sauber, bei Camping Parknight dagegen sehr ungepflegt.
Gibt es auf Campingplätzen in Albanien Strom?
Auf allen regulären Campingplätzen, die wir während unseres Roadtrips genutzt haben, hatten wir Strom. Beim Freistehen am Osum Canyon hatten wir natürlich keinen Stromanschluss.
Kann man auf Campingplätzen mit Euro bezahlen?
Wir konnten während unserer Reise überraschend häufig mit Euro bezahlen. Darauf verlassen würden wir uns trotzdem nicht. Wichtig ist vor allem, Bargeld dabeizuhaben, da Kartenzahlung nicht überall möglich war.
Wie findet man Campingplätze in Albanien?
Wir haben unsere Plätze über park4night gefunden und spontan gebucht beziehungsweise sind einfach hingefahren. Das funktionierte während unserer Reise im Juli sehr gut.
Kann man in Albanien mit Kindern campen?
Für uns hat Camping in Albanien mit unseren fünf und sieben Jahre alten Kindern richtig gut funktioniert. Besonders gefallen haben uns Plätze direkt an Seen und Flüssen, weil die Kinder dort viel Zeit am Wasser verbringen konnten.
Kann man in Albanien frei stehen?
Wir haben während unserer Reise eine Nacht frei am Osum Canyon übernachtet. Für uns war genau diese Nacht eines der größten Highlights unseres gesamten Roadtrips. Ob und unter welchen Bedingungen freies Übernachten an einem bestimmten Ort aktuell erlaubt oder geduldet ist, würden wir vor Ort immer noch einmal prüfen.
Welcher Campingplatz in Albanien hat uns am besten gefallen?
Von den klassischen Campingplätzen war Camping Vjosa Paradise einer unserer Favoriten. Insgesamt war unsere schönste Camping-Erfahrung aber das Freistehen direkt am Osum Canyon.
Würden wir Campingplätze in Albanien beim nächsten Mal vorreservieren?
Nein. Wir würden wieder möglichst spontan reisen. Bei unserer Reise im Juli funktionierte das hervorragend und genau diese Flexibilität möchten wir auf einem Roadtrip nicht missen.

Unser Fazit: Würden wir wieder in Albanien campen?
Ja. Vor der Reise waren wir uns nicht ganz sicher, welchen Standard uns auf den Campingplätzen erwarten würde. Am Ende waren wir positiv überrascht. Die meisten Plätze waren sauber, die Stellflächen ausreichend groß, die Betreiber gastfreundlich und die Preise richtig günstig.
Vor allem aber hatten wir im Juli nie das Gefühl, auf völlig überfüllten Campingplätzen zu stehen. Genau das mögen wir am Campen: Bus abstellen, Türen auf und möglichst viel Natur rundherum. Unser persönliches Highlight war deshalb auch kein großer Campingplatz, sondern unsere freie Übernachtung am Osum Canyon. Camping Vjosa Paradise, das Lake Shkodra Resort und das Agora Farmhouse würden wir ebenfalls wieder ansteuern.
Was wir beim nächsten Mal anders machen würden? Noch mehr Zeit für das Landesinnere einplanen. Das Theth-Gebirge haben wir auf dieser Reise komplett ausgelassen und würden es bei einem zweiten Albanien-Roadtrip gerne ergänzen.
Was wir dagegen nicht ändern würden: Campingplätze vorreservieren. Wir würden wieder spontan über park4night suchen und schauen, wohin uns die Reise führt. Genau diese Freiheit war für uns eine der schönsten Seiten beim Camping in Albanien.
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